Anzeige:


Atommüllendlager Bure in Lothringen stoppen! Forschungsprojet ohne Erfüllung atomrechtlicher Voraussetzungen

GrafikRobin Wood

ROBIN WOOD solidarisiert sich mit den französischen Anti-Atom-Initiativen und WaldbesetzerInnen, die sich gegen die Einlagerung von hochradioaktivem Atommüll im französischen Bure in Lothringen wehren.

(WK-intern) – In dem Ort, etwa 120 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, sollen nach Plänen der französischen Regierung unterirdische Stollen zu einem „Entsorgungszentrum“ für hochradioaktiven Müll umgebaut werden.

Dagegen gibt es wachsenden Widerstand.

Lesen Sie auch die aktuelle Meldung auf N24

Ein Waldspaziergang am 19. Juni dieses Jahres mündete in eine Dauerbesetzung des Waldes, der für das Atommülllager gerodet werden soll. Die DemonstrantInnen errichteten eine Hütte und schlugen ihre Zelte im Wald auf. Für den kommenden Sonntag (26. Juni) ab 13 Uhr rufen EinwohnerInnen und AktivistInnen zu einem großen Picknick im Wald von Mandres-en-Barrois auf. ROBIN WOOD unterstützt die Forderungen der AtomkraftgegnerInnen, jegliche Produktion von Atommüll sofort zu stoppen und keinen Atommüll in Bure einzulagern.

„Radioaktivität kennt keine Grenzen. Ob in Bure, Gorleben oder anderswo: Es gibt kein sicheres Endlager!“, sagt ROBIN WOOD-Aktivistin Cécile Lecomte.

Zuständig für das geplante Atommüll-Lager mit dem Projekt-Namen CIGÉO ist die Nationalagentur zur Entsorgung radioaktiver Abfälle ANDRA. Ein erstes Gesetzesvorhaben zur rechtlichen Absicherung des Projektes war vor dem französischen Verfassungsgericht gescheitert. In einem aktuellen zweiten Anlauf wird das Projekt nun als „industrielles“ Forschungsvorhaben ausgegeben. Das neue Gesetz ist am 11. Juli von der Nationalversammlung verabschiedet worden.

Bure solle unter dem Vorwand der Forschung als Endlagerstandort zementiert werden, kritisieren französische AtomkraftgegnerInnen.

Die Deklaration als Forschungsprojekt ermöglicht die Umsetzung des Bauvorhabens und den Beginn der Einlagerung von Atommüll ohne Erfüllung atomrechtlicher Voraussetzungen.

Der Standort Bure wurde zudem nicht nach wissenschaftlichen, sicherheitsrelevanten Kriterien ausgewählt. Ausschlaggebend waren vielmehr wirtschaftspolitische Erwägungen: In der wirtschaftlich schwachen, äußerst dünn besiedelten Gegend erwartete die Regierung keinen großen Widerstand. In anderen Regionen waren die Behörden hingegen mehrfach am Widerstand der Bevölkerung gescheitert.

Erkundet hat man in Bure offiziellen Angaben zufolge in Zusammenarbeit mit VertreterInnen ausländischer Erkundungsprojekte. Auf Nachfrage nennt die ANDRA das deutsche Atommülllager Asse – ein Forschungsbergwerk, in dem nie geforscht wurde, das inzwischen einsturzgefährdet ist und ein Paradebeispiel für das Scheitern im Umgang mit Atommüll darstellt.

Kontakt: Cécile Lecomte, ROBIN WOOD Hamburg-Lüneburg, Tel. ++49(0)160 / 17 96 531; Ute Bertrand, Pressesprecherin, Tel. ++49(0)40 / 380 892 22, presse@robinwood.de

Weitere Informationen:

Websites von ProjektgegnerInnen:

PM: ROBIN WOOD

Grafik: Robin Wood

Weitere Beiträge:



Top