Anzeige:


EEG 2017: Gebremster Ausbau, aber Hoffnungsschimmer für Mieterstrom

Der Bundestag hat die EEG-Novelle verabschiedet.

(WK-intern) – Zentrale Neuerung: Die Umstellung des Ausbaus erneuerbarer Energien auf wettbewerbliche Ausschreibungen.

Während sich ein Abbremsen des Gesamtausbaus abzeichnet, gibt es Impulse für Mieterstrommodelle. Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) begrüßt die Neuregelung generell. Jedoch darf der Erfolg der dezentralen Energiewende nicht aufs Spiel gesetzt werden.

„Die immer stärkere Marktintegration erneuerbarer Energien ist der richtige Weg, um das Erfolgsmodell Energiewende weiter auszugestalten“, sagt Daniela Wallikewitz, Geschäftsführerin der ASEW. „Die erneuerbaren Energien sind dank der EEG-Förderung zur Säule der deutschen Energieversorgung geworden. Wichtig bleibt aber, den weiteren dezentralen Ausbau erneuerbarer Energien nicht völlig auszubremsen. Die Impulse für Mieterstrommodelle weisen den richtigen Weg. Die Absenkung von Beteiligungsschwellen für Ausschreibungen ist ebenfalls zu begrüßen. Allerdings sollten Beschränkungen für Eigenverbrauch im Zuge der Ausschreibungen überdacht werden, stellt dies doch einen wichtigen Ansatz für weitere Netz- und Verbrauchsflexibilisierungen dar.“

Als weiteren bedeutenden Impuls sieht die ASEW die Betonung der Wichtigkeit von Innovationen für die Weiterentwicklung des Strommarktes. „Die angedachten Innovationsausschreibungen sind ein vielversprechender Ansatz“, so Daniela Wallikewitz. „So lässt sich die Funktionsfähigkeit von Innovationen in zunächst begrenztem Umfang im Strommarkt realitätsnah testen. Sowohl die Energieforschung wie auch die Fortentwicklung des Strommarktes kann damit neue Dynamik gewinnen.“

Zentral ist nun, dass die beschlossenen Verordnungsermächtigungen durch die Bundesregierung auch genutzt werden. „Gerade die teilweise Befreiung von der EEG-Umlage für Mieterstrom wäre ein wichtiger Impuls für die weitere Verbreitung entsprechender Modelle“, sagt Daniela Wallikewitz. „Damit bringen kommunale Energieversorger die Energiewende in der Fläche voran. Sie ermöglichen auch denjenigen, die bislang nicht aktiv die Vorteile der dezentralen Energieerzeugung nutzen konnten, eine aktive Beteiligung an der Energiewende. Eigenverbrauch und dezentrale Erzeugung werden zukünftig wichtiger, um auch die Stromnetze immer intelligenter zu machen.“

Nachdem der Bundesrat auf die Anrufung des Vermittlungsausschusses verzichtet hat, kann das EEG 2017 nach Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kraft treten. Das EU-Notifizierungsverfahren steht indes noch aus.

Über Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung im VKU (ASEW)

Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) ist mit bundesweit mehr als 270 Mitgliedern das größte deutsche Stadtwerke-Netzwerk für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Die ASEW wurde 1989 aus dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) heraus gegründet. Das Ziel: Eine rationelle, sparsame und umweltschonende Energie- und Ressourcenverwendung zu fördern. Die ASEW berät und unterstützt ihre Mitglieder in diesen Bereichen und entwickelt für sie innovative Produkte und Dienstleistungen, die zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Das Portfolio der ASEW umfasst Produkte für Vertrieb und Kundenberatung, außerdem Seminare und Qualifizierungsangebote sowie eine Kunden- und Fördermittelberatung.

PM: ASEW

Weitere Beiträge:



Top