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IHK: Gegen Trennung von Schifffahrt und Tourismus

Das Wassertourismuskonzept des Bundes stellt die touristischen Wasserstraßen ins Abseits / Foto: HB

Industrie- und Handelskammern des Landes Brandenburg zum Wassertourismuskonzept des Bundes

(WK-intern) – „Das Wassertourismuskonzept des Bundes stellt die touristischen Wasserstraßen ins Abseits.“

Das sagte heute Dr. Ulrich Müller, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der IHKs des Landes Brandenburg (LAG), zu dem jetzt vorgelegten 28-seitigen Papier des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

„Wir begrüßen grundsätzlich, dass das Ministerium die wirtschaftliche und die gesellschaftliche Bedeutung des Wassertourismus in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern anerkennt. Jedoch wurden in dem Konzept wesentliche Aspekte der gesamt- und regionalwirtschaftlichen Bedeutung des Wassertourismus vernachlässigt. Der Bund beruft sich ausschließlich auf den Verkehrsaspekt“, so Müller. Wassertourismus finde jedoch nicht nur auf dem Wasser statt. Er habe eine weitreichende Strahlfunktion in die Region, schaffe Arbeitsplätze und Lebensqualität – insbesondere im strukturschwachen ländlichen Raum. „Wir hätten uns gern an dem Konzept des Ministeriums beteiligt“, sagt Dr. Ulrich Müller. Güterschifffahrt und wassertouristische Nutzung sollten dabei nicht getrennt betrachtet werden. Die IHKs in Brandenburg fordern deshalb, das Wassertourismuskonzept zu überarbeiten. Kammern, Wirtschafts- und Tourismusverbände sowie die Bundesländer sollten dabei einbezogen werden.

Das Konzept für die Zukunft des Wassertourismus wurde am 5. Juli 2016 vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur vorgestellt. Damit sollen die organisatorischen, personellen und finanziellen Voraussetzungen für eine bessere wassertouristische Infrastruktur geschaffen werden.

PM: Industrie- und Handelskammer Cottbus

Das Wassertourismuskonzept des Bundes stellt die touristischen Wasserstraßen ins Abseits / Foto: HB

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