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EEG: Vergütung für Geothermiestrom bleibt drei weitere Jahre stabil

Die Geothermieanlage in München-Riem Bild: Bundesverband Geothermie

Der Bundestag hat heute Vormittag die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes beschlossen.

(WK-intern) – Mit der deutlichen Verschiebung des Degressionsbeginns von 2018 auf 2021 schafft das Parlament Vertrauensschutz für Investoren und fördert den weiteren Ausbau Tiefer Geothermie.

Gute Nachrichten für in Bau und in Planung befindliche Geothermieprojekte.

Bundestag und Bundesregierung haben mit der Verschiebung des Degressionsbeginns auf 2021 klar gemacht, dass Tiefe Geothermie weiterhin einen wichtigen Beitrag zur erneuerbaren Stromerzeugung leisten soll. Der Präsident des Bundesverbandes Geothermie e.V. (BVG), Dr. Erwin Knapek, freut sich: „Stabile Vergütungssätze bis 2021bieten als deutliches Signal Vertrauensschutz und Sicherheit für kommunale und private Investoren im Rahmen dieses Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Damit wird für derzeit in der Planung weit fortgeschrittene Projekte der Tiefen Geothermie in Deutschland ein sehr sicherer Investitionsschutz gewährleistet .“ Geothermieprojekte haben lange Realisierungszeiträume von fünf bis sieben Jahren. Mit der neuen Regelung wird nun gewährleistet, dass die bei Projektstart geltende Vergütung auch noch für den Betrieb der Anlage gilt.

Der BVG hatte sich in der EEG-Debatte für eine deutliche zeitliche Verschiebung des Degressionsbeginns stark gemacht, um dem Entwicklungsstand und den Umsetzungszeiträumen von Geothermieprojekten angemessen Rechnung zu tragen. „Mit der Verlängerung des Degressionsbeginns von 2018 auf 2021 wird das EEG seiner Funktion als Technologiefördergesetz voll und ganz gerecht. Bundestag und Bundesregierung setzen damit auf einen klaren Ausbaupfad für die junge Tiefe Geothermie“, erklärt Knapek.

Derzeit sind neun Kraftwerke mit einer installierten Leistung von 38 Megawatt am Netz. Zwei weitere Kraftwerke (Holzkirchen in Bayern, Trebur in Hessen) kommen aktuell hinzu. Weitere Projekte sind in Planung und können dank der neuen Regelung mit mehr Sicherheit umgesetzt werden. Geothermiekraftwerke stellen rund um die Uhr Strom, Wärme und Kälte zur Verfügung.

Über den Bundesverband Geothermie e.V.:
Der 1991 gegründete Bundesverband Geothermie e.V. (BVG) ist ein Zusammenschluss von Unternehmen und Einzelpersonen, die auf dem Gebiet der Erdwärmenutzung in allen Bereichen der Forschung und Anwendung tätig sind. Er vereint Mitglieder aus Industrie, Wissenschaft, Planung und der Energieversorgungsbranche. Hauptaufgaben des Verbandes sind die Information der Öffentlichkeit über die Nutzungsmöglichkeiten geothermischer Energie zur Wärme- und Stromerzeugung sowie der Dialog mit politischen Entscheidungsträgern. Der BVG organisiert den jährlichen Geothermiekongress DGK ebenso wie Workshops zu aktuellen Themen und ist Herausgeber der Fachzeitschrift „Geothermische Energie“ sowie weiterer Informationsmaterialien. Der DGK 2016 findet vom 29. November bis 1. Dezember in Essen statt.

PM: Bundesverband Geothermie e.V.

Die Geothermieanlage in München-Riem / Pressebild: Bundesverband Geothermie

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