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Brückenkrane für die Windenergieanlagen-Gießerei Ostfriesland

Pressebild: In sicherer Entfernung: Per Funk steuert der Kranführer den neuen Gießereikran von Konecranes mit 70 Tonnen Tragkraft an der Pfannentraverse und dirigiert zugleich die Gusspfannen mit feuerflüssiger Masse.

Neue robuste Brückenkrane für die Windenergieanlagen-Gießerei Ostfriesland – mit bis zu 100 Tonnen Tragkraft

(WK-intern) – Achtung, heiß und flüssig: Robuste Brückenkrane für Windkraftanlagen-Gießerei in Ostfriesland

Konecranes konzipiert für die Gusszentrum Ostfriesland GmbH sechs Zweiträgerbrückenkrane mit bis zu 100 Tonnen Tragkraft

Die Gusszentrum Ostfriesland GmbH (GZO) macht sich fit für die Zukunft: Um immer größere Komponenten für immer leistungsfähigere Windkraftanlagen zu produzieren, modernisiert die GZO ihre Produktionshallen mit neuen, tragfähigeren Kranen. Konecranes hat dafür sechs Zweiträgerbrückenkrane für alle Bereiche entlang des kompletten Fertigungsprozesses konzipiert und zugleich vorhandene Krane aufgelastet, modernisiert, umgesetzt und demontiert. Herausragend ist dabei der neue Brückenkran in der Gießerei – er bietet auch bei höchsten Temperaturen höchste Leistungen.

Die Energiewende bringt für WindkraftanlagenHersteller neue Herausforderungen: Immer größere Kapazitäten erfordern immer größere Komponenten. Die Gusszentrum Ostfriesland GmbH fertigt deshalb immer größere Maschinenträger, Rotornaben und Statorglocken für Konzernmutter und WindkraftanlagenHersteller Enercon GmbH. Um auf künftige Anforderungen vorbereitet zu sein, modernisiert die mit rund 260 Mitarbeitern im ostfriesischen Südbrookmerland ansässige GZO zahlreiche ihrer Krananlagen. Ein Großprojekt, das alle Fertigungsbereiche der rund 20.000 Quadratmeter großen Produktionsfläche miteinbezieht. Konecranes hat für Formerei, Gießerei und Gussnachbehandlung insgesamt sechs neue Zweiträgerbrückenkrane konzipiert, einen Kran aufgelastet sowie drei Krane demontiert und vier vorhandene Krane innerhalb der Hallen versetzt. Dabei erfordern die Bedingungen in den Hallen besonders robuste und leistungsstarke Krane: Die neuen Zweiträgerbrückenkrane sind beim Transport enorm schwerer Lasten teilweise extremer Hitze und hoher Staubbelastung ausgesetzt.

Redundante Antriebe sichern Gießprozess
Der von den Lasten her leistungsstärkste neue CXT-Zweiträger-brückenkran mit 100 Tonnen Tragkraft kommt in der Formerei zum Einsatz. Zwei parallele Seilzüge mit einer Tragfähigkeit von jeweils 50 Tonnen heben gemeinsam die Sandkern-Gussformen an ihre Position in der Gießerei der GZO. Dort füllt der neue Gießereikran mit 85 Tonnen Tragkraft, 24,50 Meter Spannweite und 13 Meter Hubhöhe bis zu 50 Tonnen flüssiges Kugelgraphit in bereitstehende Gussformen. „Wir haben den Zweiträgerbrückenkran mit redundanten Antrieben ausgestattet, jeweils vier Antriebsmotoren und zwei Frequenzumrichtern in den Fahrwerken von Kran und Katze. Auch das Hubwerk ist komplett redundant aufgebaut. Damit stellen wir sicher, dass der Kran mit der Pfannentraverse in jedem Fall weiterarbeiten kann und sich so das flüssige Metall nicht abkühlt und damit unbrauchbar wird“, erklärt Ralf Baresel, ‎Vertrieb Schwerlastkrane bei Konecranes in Berlin. Die komplette elektrische Anlage ist in einem klimatisierten Container auf dem Kran untergebracht. Gießereikran und Gusspfannen lassen sich zudem von einem separaten Kabinenkran aus funkfernsteuern, der an eine neue Position auf der Kranbahn versetzt wurde. Ebenfalls ans Ende der Kranbahn versetzt, dient der alte Gießereikran als optionale Unterstützung beispielsweise während Wartungsarbeiten. Zusätzlich kommt anstelle des demontierten Ofenkrans jetzt ein neuer Zweiträgerbrückenkran zum Einsatz. „Der neue Ofenkran jetzt schwerere Lasten von bis zu 30 Tonnen transportieren“, sagt Ralf Baresel.

Nach dem Guss holen GZO-Mitarbeiter im Entformungsbereich
die abgekühlten Komponenten-Rohlinge aus ihren Sandformen – dabei entsteht sehr viel Staub. Der neue Smarton-Prozesskran mit 63 Tonnen Tragkraft ist deshalb besonders geschützt. „Die kompletten elektrischen Anlagen des Smarton sind in einem Schaltschrank außerhalb dieses Hallenbereichs untergebracht“, erläutert Ralf Baresel. „Der Kran ist mit seinen zusätzlichen Staubabdeckungen auf den Motoren für diese rauen Bedingungen gut geeignet. Den alten 40-Tonnen-Kran im Entformungsbereich haben wir demontiert und den Transportkran in der angrenzenden Strahl-kabine von 32 auf 38 Tonnen Tragkraft aufgelastet.“

Verstärkte Seiltriebe für raue Bedingungen
Am Ende des Fertigungsprozesses stehen Finish und die Gussnachbehandlung. Im FinishBereich hebt jetzt mit zwei Seilzügen und 40 Tonnen Tragkraft ein CXT-Zweiträgerbrückenkran die fertigen Windkraftanlagen-Komponenten, der zuvor in der Formerei Gussformen transportiert hat. Zusätzlich ersetzt ein 30-Tonnen-CXT-Zweiträgerbrückenkran seinen 20-Tonnen-Vorgänger. Ein weiterer Zweiträgerbrückenkran mit 20 Tonnen Tragkraft ist aus dem Finish in die Werkstatt versetzt. „Wegen der rauen Produktionsbedingungen haben wir alle neuen Krane mit verstärkten Seilführungen ausgestattet“, betont Ralf Baresel. Neben den besonderen Sicherheitsfeatures setzt die GZO auch auf Industrie 4.0: Mit dem Datenfernübertragungstool Truconnect Remote Service haben die Ostfriesen ihre Krane immer im Blick – und optimieren zugleich die Wartungsintervalle.

Christop Lerf, Leiter Betriebstechnik bei der Gusszentrum Ostfriesland GmbH, zum gemeinsamen Großprojekt: „Die Modernisierung der Krananlagen hat trotz des sehr engen Zeitfensters reibungslos geklappt. Und die neuen Krane erhöhen mit ihrer Ausstattung die Sicherheit während des Fertigungsprozesses. Besonders im Schmelzbetrieb ist es wichtig, dass der Gießereikran immer betriebsbereit ist. Sein redundantes Antriebskonzept ist daher sehr beruhigend für uns. Wir können jetzt auch noch schwerere Komponenten produzieren und sind mit den neuen Krananlagen gut gerüstet für künftige Windanlagengrößen.“

PM: Konecranes

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