Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung wird Mitglied im ForschungsVerbund Erneuerbare Energien

Der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE) nimmt das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) zum 1. Juli 2016 als neues Mitgliedsinstitut auf und baut damit seine Kompetenzen für die wissenschaftliche Unterstützung der Energiewende weiter aus.

(WK-intern) – Professorin Daniela Thrän, die Leiterin des Departments Bioenergie am UFZ, wird das Institut im Direktorium des FVEE vertreten.

Der Sprecher des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien, Professor Manfred Fischedick vom Wuppertal Institut, begrüßt den Zuwachs:

„Das UFZ forscht unter anderem über Umweltwirkungen und Landnutzungskonflikte sowie zu Governance-Fragen, die in der Akzeptanzdebatte der Energiewende eine wichtige Rolle spielen. Daher ist der Beitritt des UFZ für den FVEE besonders wertvoll.“

Forschungsverbund für die Energiewende

Der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien ist eine bundesweite Kooperation von Forschungsinstituten. Die Mitglieder erforschen und entwickeln Technologien für erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Energiespeicherung und das optimierte technische und sozio-ökonomische Zusammenwirken aller Systemkomponenten. Gemeinsames Ziel ist die Transformation der Energieversorgung zu einem nachhaltigen Energiesystem.

Kompetenzerweiterung durch das UFZ

Das UFZ erweitert als neues Mitgliedsinstitut das Kompetenzprofil des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien. Natur- und Sozialwissenschaftler des UFZ erforschen die Akteure und Treiber für eine Transformation des Energiesystems und welche ökonomischen, rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen notwendig sind, um Chancen des Systemumbaus zu nutzen, Potenziale auszuschöpfen sowie Konflikte und Risiken zu minimieren oder zu vermeiden. Im Bereich der erneuerbaren Energien erforscht das UFZ insbesondere die Nutzung und Optimierung der Bioenergie und der Geothermie sowie sozialwissenschaftliche Aspekte der Transformation des Energiesystems. Außerdem befasst sich das UFZ mit Fragen der Raumwirksamkeit der Energiewende. Hier erarbeiten die Forscherinnen und Forscher Lösungen für die Vermeidung möglicher Landnutzungskonflikte im Zusammenhang mit der Energiewende. Das UFZ ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft. Es wurde 1991 gegründet und beschäftigt an den Standorten Leipzig, Halle und Magdeburg über 1.100 Mitarbeitende.

Verstärkte Zusammenarbeit

Im Direktorium des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien vertritt Professorin Daniela Thrän das UFZ. Sie leitet am UFZ das Department Bioenergie und hält den Lehrstuhl Bioenergiesysteme an der Universität Leipzig. Zugleich ist sie Leiterin des Bereichs Bioenergiesysteme am Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ), das schon seit Januar 2015 Mitgliedsinstitut im FVEE ist. Daniela Thrän betont: „Nur durch frühzeitiges Erkennen von Problemen im Spannungsfeld von Umwelt und Gesellschaft können vorsorgeorientierte Lösungen entwickelt werden. Wir freuen uns darauf, jetzt in noch engerer Zusammenarbeit mit den FVEE-Instituten Optionen für gesellschaftliche Entscheidungsprozesse zu erarbeiten.“

PM: ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE)

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