Anzeige:


ARGE Netz: Energiewende braucht faire Marktintegration und mehr Innovationen!

Windpark-Messdaten / Foto: HB

„Im sechsten Jahr der Energiewende sind große Erfolge zu verzeichnen, aber der größte Teil der Dekarbonisierung liegt noch vor uns.

(WK-intern) – Das EEG muss jetzt mehr Innovationen erlauben, damit wir den Klimawandel wirksam bekämpfen können“, betont Dr. Grundmann anlässlich der Anhörung des EEG-2016-Entwurfs am 4. Juli im Wirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestages.

Berlin – „Der vorliegende Gesetzentwurf zum EEG 2016 klärt viele dringliche Fragen nicht, daher sehe ich hier in wichtigen Punkten Korrekturbedarf“, erklärt Dr. Grundmann, Geschäftsführer der ARGE Netz GmbH & Co. KG.

Grundmann bezieht am 4. Juli als Sachverständiger im Wirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestages Stellung zum Gesetzentwurf.

ARGE Netz begrüßt den Zweck des EEG 2016, eine nachhaltige und sichere Energieversorgung mit den Erneuerbaren als Leitenergie voranzubringen und gleichzeitig die volkswirtschaftlichen Kosten zu verringern.

Das EEG 2016 muss dafür Sorge tragen, die dringend notwendige Dekarbonisierung des Energieverbrauchs auf allen Ebenen voranzutreiben: „Im Stromsektor sind wir mit 30 % erneuerbarem Anteil schon recht weit gekommen. Aber 80 % der gesamten Energie wird in den Bereichen Mobilität und Wärme verbraucht. Hier ist zu wenig passiert, der erneuerbare Anteil beträgt erst 12,5 %.“

„Die Marktintegration der Erneuerbaren gelingt nur, wenn Innovationen erlaubt werden“, so Grundmann. Ziel muss es sein, endlich alle Märkte für erneuerbare Energien zu öffnen. Das EEG muss die Nutzung modernster IT-Lösungen mit Echtzeitdaten ermöglichen, wie das Erneuerbare Kraftwerk der ARGE Netz, und nicht alte Technik mit viertelstündlicher zeitlicher Auflösung („smart meter“) für Jahre festschreibt. Nur dann verlieren wir bei der dringend notwendigen Vernetzung von erneuerbaren Energien und der Industrie nicht den Anschluss. „2015 wurden 600 Mrd. kWh Strom in Deutschland verbraucht. Industrie und Gewerbe verbrauchen mit 323 Mrd. kWh mehr als die Hälfte, während Haushalte 22 % des Stroms verbrauchen.“

„Das Energiesystem kann sich noch zu wenig an die erneuerbare Energieerzeugung anpassen, daher muss die Flexibilität des Energiesystems verbessert werden, im EEG sollten hierfür jetzt die Möglichkeiten geschaffen werden.“ So können flexible Verbraucher (z.B. Wärmeproduktion, Kühlhäuser) in Zeiten großer erneuerbarer Energieerzeugung mehr erneuerbaren Strom verbrauchen, bei weniger Erzeugung wird weniger Strom verbraucht. Flexible Stromtarife können dafür sorgen, dass der Stromverbrauch bei viel erneuerbarer Energieproduktion preisgünstiger wird, etwa für Elektromobilität.

Kleinen und mittleren Unternehmen und Bürgerenergiegesellschaften als den Innovationsträgern müssen faire Chancen am Markt eingeräumt werden. „Projekte mit bis zu 6 Windenergieanlagen müssen echte Erleichterungen bei der Ausschreibung erhalten, so wie die EU das auch vorsieht.“

Besonders ärgerlich und völlig unnötig sei die Schaffung von sog. Netzausbauregionen, in denen der Ausbau der Windenergie eingeschränkt werden soll. „Netzbetreiber müssen erst einmal alle technischen Möglichkeiten zur Optimierung des Netzes nutzen, bevor sog. Netzausbauregionen festgelegt werden; Netzausbauregionen sind dann dort festzulegen, wo zu wenig Netzausbau stattgefunden hat.“ Sinnvoller als Verbote sei die Nutzung der vorhandenen Innovationen, wie etwa der Echtzeit-Erzeugungsdaten aus dem Erneuerbaren Kraftwerk der ARGE Netz für die Netzoptimierung.

PM: ARGE Netz GmbH & Co. KG

Projekte mit bis zu 6 Windenergieanlagen müssen echte Erleichterungen bei der Ausschreibung erhalten, so wie die EU das auch vorsieht / Foto: HB

Weitere Beiträge:



Top