Eine Checkliste zur Verbesserung Ihres Umweltprogramms

DFGE– das Institut für Energie, Ökologie und Ökonomie – veröffentlicht seine zweite Pressemeldung zur Checklisten-Serie, wie Unternehmen Lücken in ihren Nachhaltigkeits-programmen finden und schließen können.

(WK-intern) – Dieses Mal geht es um die Verbesserung von Umweltprogrammen.

München/Greifenberg – Die DFGE – Institut für Energie, Ökologie und Ökonomie – wurde im Jahr 1999 als Spin-Off der TU München gegründet und bietet Beratung, Software und Auditierungslösungen im Nachhaltigkeitsbereich an, darunter auch Carbon-Footprint-Berechnungen.

Die DFGE unterhält dabei Partnerschaften mit international anerkannten Reporting-Plattformen, um ihre Kunden besser in ihrem Nachhaltigkeits-Management und -Reporting zu unterstützen. Die DFGE startete eine monatliche Serie mit Checklisten für Nachhaltigkeits-Programme. Die erste Checkliste behandelte CSR-Programme, dieser zweite Teil widmet sich nun dem Thema Umweltmanagement.
1 – Ist das Umweltprogramm strukturiert?
Um sicherzustellen, dass ein Umweltprogramm funktioniert, müssen Firmen es strukturieren:
– Ist das Management mit definierten Verantwortlichkeiten involviert?
– Sind Stakeholder, darunter auch Mitarbeiter, involviert?
– Ist das Programm Teil einer Gesamtstrategie?
– Gibt es Ziele? Werden diese mit KPIs verfolgt?
– Werden Erfolge kommuniziert?
– Wurden die relevanten Punkte (Emissionen, Wasser, Abfall, Chemikalien, Materialien, Energie, Produktnutzung, Entsorgung…) identifiziert?
– Ist das Programm zertifiziert (beispielsweise nach ISO 14001)?
– Werden KPIs veröffentlicht (Nachhaltigkeitsbericht, CDP)?
2 – Gibt es ein Energie- und Emissionsmanagementsystem?
Jedes Unternehmen verbraucht Energie. Manche Unternehmen benötigen große Mengen an Energie oder Kühlung, um ihre Produkte zu produzieren, aber auch nicht produzierende Unternehmen verbrauchen Energie für Transport, Heizung oder Elektrizität. Firmen können ihren Energieverbrauch managen, um ihn zu reduzieren; so werden auch die Treibhausgas-Emissionen reduziert, und es kommt sogar zu finanziellen Einsparungen.
– Wurde der Carbon Footprint berechnet?
– Wurde Energie von erneuerbaren Quellen eingekauft?
– Wurde energieeffiziente Ausrüstung beschafft?
– Wurden Regeln für die Benutzung von Computern, Beleuchtung und Kühlung aufgestellt, und wurden diese den Mitarbeitern mitgeteilt?
– Wurde der Umstieg auf Carsharing, die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder von firmeneigenen Verkehrsmitteln wie Fahrrädern angeregt?
– Wurden Regeln aufgestellt, um die Geschäftsreisen zu reduzieren?
3 – Gibt es ein Managementsystem für Abfall?
Jede Organisation produziert Müll, auch im nicht produzierenden Sektor (beispielsweise Papier, Lebensmittel, Elektronikmüll…). Unternehmen können hier die einfache Regel „Reduce, Reuse, Recycle“ verwenden. Der Vorteil solch eines Modells für die Firma kann auch sein, dass der Kauf von neuer Ausrüstung vermieden wird.
– Wird Müll auf der Unternehmensebene getrennt?
– Gibt es Sondermüll? Ist das Transport von Sondermüll in Einklang mit der Basel-Konvention ?
– Hat das Unternehmen Regeln für die Reduzierung des Müllaufkommens aufgestellt?
– Wurde Ausrüstung gekauft, die Einmalprodukte ersetzt (beispielsweise der Kauf von Tassen und Gläsern statt Plastikbechern)?
– Wird der Müll zu Wertstoffhöfen transportiert?
4 – Gibt es ein Managementsystem für Wasser?
Wassermanagement wird immer wichtiger, vor allem in Gegenden mit Wasserknappheit. Jedes Unternehmen kann seinen Wasser-Fußabdruck verkleinern.
– Ist der Wasserverbrauch bekannt?
– Sind die Produktionsmittel wasser-effizient?
– Wird eine Abwasser-Behandlung durchgeführt?
– Wird der Verschmutzungsgrad des Wassers kontrolliert?
– Gibt es Regeln für die Reduktion des Wasserverbrauchs, die den Angestellten mitgeteilt wurden?
– Ist die Ausstattung der Toiletten wasser-effizient?
5 – Wird die Umweltbelastung kontrolliert?
Nach ISO 26000 bezeichnet Umweltbelastung die Verschmutzung von Luft und Wasser, die Entsorgung von gefährlichen Chemikalien sowie auch andere Arten der Verschmutzung wie Lärm, Gerüche, visuelle Eindrücke, Vibration, elektromagnetische Strahlung oder Infektionserreger.
Um diese Umweltbelastungen zu kontrollieren, können sich Unternehmen an die folgende Liste halten:
– Gibt es ein Audit, um herauszufinden, wo die Belastungen auftreten?
– Gibt es technische Datenblätter für den Umgang mit Chemikalien?
– Gibt es eine Notfall-Prozedur für Unfälle?
– Erhalten Arbeitnehmer entsprechende Schutzausrüstung?
6 – Wird die Biodiversität geschützt?
Umweltschutz ist wichtig, um eine Erschöpfung von Ressourcen in der Zukunft zu verhindern, die auch Produktion und Materialbeschaffung von Firmen betreffen würde. Manche Sektoren sind hier mehr betroffen als andere, beispielsweise die Baubranche. Auf jeden Fall können aber Unternehmen, die ihre Grundstücke selber besitzen, versuchen, diese zu schützen:
– Hat das Unternehmen zerstörte Habitate wieder hergestellt?
– Wurden Bienenstöcke auf dem Firmengelände installiert?
– Vermeiden die Gärtner den Einsatz von schädlichen Chemikalien?
– Ist der Produktionsprozess geeignet, Verschmutzung des Standorts zu vermeiden, beispielsweise den Austritt von Chemikalien?
7 – Sind Produkte umweltfreundlich gestaltet?
Alle oben genannten Punkte beziehen sich auf die Umweltauswirkungen des Unternehmens. Dabei können auch Produkte, die eine Firma herstellt, Umweltauswirkungen während Nutzung und Entsorgung haben. Firmen können ihre Produkte jedoch so gestalten, dass diese Auswirkungen vermindert werden.
– Wurde der Carbon Footprint des Produkts berechnet?
– Wurde der Lebenszyklus analysiert?
– Wurden für das Produkt recyclebare / wiederbenutzbare Materialien verwendet?
– Wurde die Benutzung verschmutzender Substanzen vermieden?
– Ist das Produkt so gestaltet, dass es wenig Energie verbraucht?
– Ist das Produkt so gestaltet, dass es wenig Wasser verbraucht?

Mithilfe dieser Checkliste können Firmen schnell und einfach überprüfen, inwieweit ihre Umwelt-Praktiken ausreichend sind. Die DFGE hilft mit ihrer Expertise auf dem Gebiet Umwelt gerne dabei, Carbon Footprints oder Water Footprints zu berechnen, oder eine Lebenszyklusanalyse durchzuführen.
Als Partner von CDP und EcoVadis bitet die DFGE Unternehmen auch Unterstützung für ihre Teilnahme an diesen Nachhaltigkeits-Reportings. Interessierte erfahren mehr unter http://www.dfge.de oder telefonisch unter +49.8192.99733-20.

Über die DFGE
Die DFGE – Institut für Energie, Ökologie und Ökonomie –bietet Unternehmen Consulting, Software und Auditing Services um CSR-Aktivitäten in Geschäftsprozesse und Supply Chain zu integrieren. Zum Portfolio der DFGE Sustainability Intelligence zählen Lösungen für das CO2-Management (Treibhausgasbilanzen), Erstellung unternehmensweiter Carbon Footprints als auch Produktökobilanzen/LCAs sowie die Betreuung bei internationalen Rankings und Reportings wie UN Global Compact, Global Reporting Initiative (GRI) oder dem Carbon Disclosure Project (CDP). Als unabhängiges Institut basiert die Arbeit der DFGE auf internationalen Standards und wissenschaftlichen Methoden. Zu unseren Kunden zählen international Unternehmen (DAX und fortune 500), mittelständische Unternehmen, Regierungsorganisationen oder Gebietskörperschaften.

Mehr unter info@dfge.de oder www.dfge.de

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PM: DFGE – Institut für Energie, Ökologie und Ökonomie

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