Cetim erhält NADCAP-Akkreditierung zum fünften Mal in Folge

Bildunterschriften: Mechanische Testsysteme im Labor von Cetim zur Prüfung von Flugzeugkomponenten aus Verbundwerkstoffen. (Quelle der Bilder: Cetim/Proxima)

Cetim, das französische Technologiezentrum für mechanische Anwendungen, wurde als mechanisches und physikalisch-chemisches Prüflabor für Verbundwerkstoffe akkreditiert.

(WK-intern) – Es war bereits die fünfte Prüfung in Folge ohne Abweichungen!

Für metallische Materialien werden zertifizierte Prüfungen schon seit Längerem angeboten. Viele Branchen, in denen hoch belastete Komponenten aus Verbundwerkstoffen genutzt werden  – wie beispielsweise bei der Fertigung und Prüfung von Windenergieanlagen – profitieren von diesen Prüfdienstleistungen.

Senlis – Nach einem umfassenden, viertägigen Audit durch eine US-amerikanische Auditierungsorganisation in der Niederlassung in Nantes (Frankreich) ist Cetim, ein von den Carnot-Instituten anerkanntes Technologiezentrum, nach dem von der Luft- und Raumfahrtindustrie für besondere Prozesse geforderten National Aerospace and Defense Contractors Accreditation Program (NADCAP) akkreditiert worden.

Bereits zum fünften Mal nacheinander trat dabei keine Unkonformität auf, ein bisher weltweit noch nicht erreichtes Ergebnis, das den guten Ruf von Cetim bei den Herstellern der Luft- und Raumfahrt und deren Zulieferern weiter verbessern wird.

Die Akkreditierung stützt sich auf die Prüfung von Verbundwerkstoffen (Non Metallic Materials Testing – NMMT: AC7122), hierfür wurden 19 mechanische und physikalisch-chemische Versuche ausgewertet.

Die neuerliche NADCAP-Akkreditierung ist eine hohe Anerkennung innerhalb des Luft- und Raumfahrtsektors, und Cetim ist dadurch als mechanisches und physikalisch-chemisches Prüflabor für Verbundmaterialien zugelassen. Durch Initiativen zur Energieeinsparung und Emissionsverminderung werden in der Luft- und Raumfahrtfertigung verstärkt Verbund- oder nichtmetallische Materialien zur Gewichtseinsparung von Struktur und Oberfläche eingesetzt. Dadurch ist die Nachfrage nach Prüfungen dieser Komponenten deutlich gestiegen.

Auch Rotorblätter von Windkraftanlagen werden aus Verbundmaterialien gefertigt und müssen ausgiebigen Prüfungen unterzogen werden.

Diese NADCAP-Akkreditierung ergänzt diejenige der Cetim-Tochtergesellschaft Etim. Somit verfügt die Cetim Allianz jetzt über ein komplettes NADCAP-zertifiziertes Angebot für Prüfungen in Luft- und Raumfahrtanwendungen und erweitert seine Position und Wachstumsmöglichkeiten in der Zusammenarbeit mit Unternehmen der Luft- und Raumfahrt wie AIRBUS, der SAFRAN Group und ihren Zulieferern sowie Herstellern für Verbundstoffe.
Um die Anfragen der Kunden vollständig abzudecken, bündelt Cetim die Versuchsanlagen für Verbund- oder nichtmetallische Materialien am Standort in Nantes. Für die über 10.000 Anfragen innerhalb eines Jahres steht in Nantes ein Team von mehr als 50 Fachleuten für die mechanischen, physikalischen, chemischen und thermischen Prüfungen zur Verfügung.

Die NADCAP-Akkreditierung stützt sich auf folgende mechanische Prüfungen an nichtmetallischen Materialien:
– Zugversuche bei Raumtemperaturen
– Zugversuche außerhalb von Raumtemperaturen
– Messung von Verformung durch Zug
– Kompressionsversuche bei Raumtemperaturen
– Kompressionsversuche außerhalb von Raumtemperaturen
– Messung von Verformung durch Kompression
– Biege- und Schwerversuche bei Raumtemperaturen
– Biegeversuche bei Raumtemperaturen
– Biegeversuche außerhalb von Raumtemperaturen

Die physikalischen Prüfungen beziehen sich auf:
– Dichte/spezifisches Gewicht
– Porositätsrate von Fasern und Kunstharz durch Säureaufschluss
– Porositätsrate von Fasern und Kunstharz durch Kalzinierung
– Feuchtigkeitsaufnahmeprüfung
– Charakterisierung von flüchtigen Komponenten
– Oberflächendichte der Verstärkungen
– Oberflächendichte von Klebefolien und Prepreg-Folien

Die thermischen Analysen basieren auf thermogravimetrischen Methoden (TGA) und der Differenzkalorimetrie (DSC) während die chemischen Prüfungen auf Fourier-Transformations-Infrarotanalyse beruhen.

Cetim – Innovationen in der Mechanik

Cetim (Centre technique des industries mécaniques) ist das französische Technologiezentrum für mechanische Anwendungen und fungiert als Schnittstelle zwischen Forschung und Industrie. Über 7000 Unternehmen aus dem Bereich Mechanik werden in Forschung und Entwicklung unterstützt. Von den rund 750 Mitarbeitern sind mehr als 70 % Ingenieure und Techniker. Der Jahresumsatz beträgt zurzeit 113 Mio. €.
Cetim ist anerkanntes Mitglied des Netzwerks der Carnot-Institute, das aus 34 anwendungsorientierten öffentlichen Forschungsinstituten in ganz Frankreich besteht, arbeitet in föderativen Innovationsprogrammen und koordiniert große Industrieprojekte oder Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit mehreren Partnern. Dabei konzentriert sich Cetim auf fünf Hauptbereiche: Entwicklung, Simulation, Erprobung – Fertigungsprozesse und Materialien – Mechatronik, Prüfen und Messen – nachhaltige Entwicklung – Management und Unterstützung für mittelständische Betriebe.

Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Websites: www.cetim.fr/en/ und www.cetim.fr.

Bildunterschriften:
Mechanische Testsysteme im Labor von Cetim zur Prüfung von Flugzeugkomponenten aus Verbundwerkstoffen. (Quelle der Bilder: Cetim/Proxima)

Weiterführende Links:
http://www.instituts-carnot.eu/en/carnot-institute/cetim
http://www.kooperation-international.de/detail/info/jahresbericht-2015-der-carnot-institute.html

PM: Cetim

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