Besichtigung des Maritimen Trainingszentrums in Elsfleth

Eine Delegation aus dem Kreis Borken war zum Partnerschaftstreffen im Landkreis Wesermarsch

25 Jahre offizielle Kreispartnerschaft – zweitägiges Treffen im Landkreis Wesermarsch

(WK-intern) – Besichtigungsprogramm und Erfahrungsaustausch

Seit 1991 gibt es eine offizielle Partnerschaft zwischen dem Landkreis Wesermarsch, dem Landkreis Ludwigslust-Parchim und dem Kreis Borken.

Zur „Silberhochzeit“ dieser trilateralen Partnerschaft fuhr jetzt eine Gruppe von Mitgliedern des Borkener Kreistages unter der Leitung der stellvertretenden Landrätin Silke Sommers in die niedersächsische Kreisstadt Brake. Dort begrüßte sie Thomas Brückmann, Landrat des Landkreises Wesermarsch. Beim gemeinsamen Mittagessen warf er einen Blick voraus auf das abwechslungsreiche Programm, das mit einer Besichtigung der Kreisvolkshochschule Brake sowie einer anschließenden Hafenrundfahrt mit dem Bus durch den Braker Hafen begann.

Die stellvertretende Landrätin Silke Sommers betonte in ihren Begrüßungsworten, dass sich seit 1991 in den ehemals „innerdeutschen“ Beziehungen eine ganze Menge getan habe. Aus der anfänglichen Aufbauhilfe für den damaligen DDR-Altkreis Ludwigslust sei längst ein Austausch auf Augenhöhe geworden. Wolfgang Schmülling, stellvertretender Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim, bestätigte diese Einschätzung und sprach sich für eine Fortsetzung des regelmäßigen Meinungs- und Erfahrungsaustausches aus.

Am zweiten Tag stand eine Besichtigung des Maritimen Trainingszentrums in Elsfleth auf dem Programm. Hier werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Offshore-Plattformen und -Windparks geschult. Zum Schulungsprogramm gehören alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen und Rettungsmaßnahmen sowie der richtige Umgang mit der persönlichen Schutzausrüstung. Besonders spektakulär war die Simulation einer Selbstrettung mit Hilfe einer so genannten Rettungsinsel in einem Meerwasser-Becken – Blitz und Donner, Wellengang und Sturm bis Windstärke 12 inklusive.

Ebenfalls in dem Trainingszentrum wurden mehrere Millionen Euro in einen weltweit einzigartigen Kransimulator investiert. Dieser dient dazu, das Personal an Bord von Schiffen und für den stark wachsenden Offshore-Markt auszubilden. Der Simulator eröffnet dank modernster Computertechnik vielfältige Trainingsmöglichkeiten für schwierige und gefährliche Ladungsvorgänge: Die simulierte Sicht aus der Krankabine wird in eine Halbkugel mit acht Metern Durchmesser projiziert, sodass der Kranführer sowohl für Offshore als auch für die Be- und Entladung von Schwergut eine optimale Sicht hat. Die Bedienung des Krans und das Verhalten verschiedener Ladungen kann bei unterschiedlichen Windverhältnissen und mit mehr oder weniger starkem Seegang trainiert werden. Davon konnten sich auch einige Mitglieder der Borkener Delegation im Selbstversuch überzeugen.

Ein gemeinsames Mittagessen auf der „Großherzogin Elisabeth“, die im Hafen von Elsfleth vor Anker liegt, beschloss das interessante Begegnungsprogramm. Der Delegation des Borkener Kreistages gehörten an: Angelika Dannenbaum (Ahaus), Volker-Jürgen Himmel (Gronau), Wolfgang Klein (Ahaus), Ludger Konrad (Stadtlohn), Maja Saatkamp (Borken), Barbara Seidensticker-Beining (Südlohn), Silke Sommers (Bocholt), Stephan Strestik (Gronau) und Christel Wegmann (Rhede). Von Seiten der Kreisverwaltung nahmen Vorstandsmitglied Dr. Hermann Paßlick und Dr. Gerd Eckstein aus der Stabsstelle an dem Treffen teil.

PM: Kreis Borken

Bild: Eine Delegation aus dem Kreis Borken war zum Partnerschaftstreffen im Landkreis Wesermarsch

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