Rendsburg ist wichtiger deutscher Logistik-Standort für Windenergie

Reparatur-Einsätze müssen auf offener See in schwindelerregender Höhe und auf engstem Raum gelingen: Beim Offshore-Training auf der Eider übten die Techniker das Abseilen von einem über 150 Meter hohen Windkraftturm. Foto: PURE.

Knops prognostiziert bedeutende Innovationen für die nahe Zukunft

(WK-intern) – In 2014 wurden vier hydraulische Rammhämmer, entwickelt von der Firma MENCK GmbH in Kaltenkirchen, zerlegt per LKW in den Hafen transportiert, dort in enger Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern des RENDSBURG PORT und der Firma MENCK auf den Flächen des Schwerlasthafens montiert und auf ein Seeschiff verladen.

Ziel war die afrikanische Küste, vor der die Hämmer und weiteres Zubehör im Rahmen eines Offshore-Projektes für Unterwasser-Rammungen in ca. 1000 m Tiefe eingesetzt wurden.

Offshore geht es hoch hinaus

So erlebten die Gäste von Kai Lass eine waschechte Seenot-Rettungsübung: Reparatur-Einsätze, wie sie auf offener See in schwindelerregender Höhe und auf engstem Raum gelingen müssen. Beim Offshore-Training auf der Eider übten die Techniker, wie sie sich und einen verletzten Kollegen von einem über 150 Meter hohen Turm abseilen oder tagelang in einer Windkraftgondel überleben können. Eines der Risiken: Bei Wind schwankt die Turmspitze gleich meterweise vor und zurück.

Insbesondere Offshore geht es laut Dr. Martin Knops aber noch höher hinaus: „Angesichts der Investitionskosten lohnt Offshore meistens der Bau von höheren und stärkeren Anlagen.“ An Land hingegen seien mehr als drei Megawatt oft nicht  wirtschaftlich.

Hohe Akzeptanz und noch Luft nach oben

„Bei uns genießen die Windkraftanlagen eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung“, betonte Pierre Gilgenast, Bürgermeister der Stadt Rendsburg. Tatsächlich engagieren sich in und um die Stadt am Nord-Ostsee-Kanal viele Bürger für den Wind und betreiben selbst Windparks in großen Gemeinschaften.

„Die Windenergie ist für uns ein wesentlicher Klimaschutz- und Wirtschaftsfaktor“, betonte Lass. Dank „Rendsburg Port“ kommen die Mammut-Türme planbar und kostengünstig an ihr Ziel, der Wasserweg erspart Europas Straßen pro Turm etwa 35 LKW-Schwerlasttransporte.

Ausgelastet ist der Hafen noch nicht. Frank Schnabel, Geschäftsführer der Hafenbetreiberin Rendsburg Port GmbH, erläutert: „Der Hafen hat vor allem für den Umschlag von Schwerlastgütern noch viel Potenzial und wird sich weiter in diesem Markt etablieren.“ Das gilt nicht nur für die Windkraft-Module der Größe XXL, sondern für alle Güter bis zu 250 Tonnen – so viel bewältigen die beiden Hafenmobilkrane im Tandembetrieb. Auch 50 Hektar Gewerbeflächen, schwerlastfähig wie der Hafen, stehen noch zur Verfügung.

www.heavydutyport.de

PM: Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Rendsburg-Eckernförde mbH & Co. KG

 

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