Hochschulkommunikation: Potenziale für Erneuerbare Energien ausloten

Forschungsprojekt „Energielabor“ befragt Tübinger Bürger zur Energiewende

(WK-intern) – Das Forschungsprojekt „Energielabor Tübingen“ will die Energiewende in Tübingen vorantreiben:

Ab Mittwoch, den 22. Juni, werden Studierende der Geographie Bürger in ausgewählten Wohnvierteln (Hartmeyerstraße, WHO Zentrum, Lustnau Zentrum, Herrenberger Straße und Hegelstraße-West) befragen: Wie stehen diese persönlich zur Energiewende und an welchen Maßnahmen sind sie bereits beteiligt?

In dem vom baden-württembergischen Wissenschaftsministerium geförderten Projekt „Energielabor Tübingen ‒ Gemeinsam zur Energiewende“ arbeitet die Universität Tübingen mit Partnern aus Forschung und Gesellschaft sowie mit der Universitätsstadt Tübingen zusammen. In diesem Förderformat sollen Forschende in sogenannten „Reallaboren“ gemeinsam mit Kommunen, Bürgern und Unternehmen nachhaltige Veränderungen in Städten anstoßen.

Die Energiewende ‒ der Ausstieg aus der Atomkraft und der zunehmende Einsatz regionaler, erneuerbarer Energieträger wie Wind, Wasser, Sonne oder Biomasse ‒ ist ein häufig diskutiertes Thema auf den politischen Bühnen. Umgesetzt wird sie jedoch auch lokal, von Kommunen und Bürgern. Der Gemeinderat hat für Tübingen ambitionierte Klimaschutzziele definiert. Das Energielabor unter Leitung von Professor Volker Hochschild (Geographisches Institut) soll weitere Potenziale für erneuerbare Energien in der Stadt ermitteln und Perspektiven für einen nachhaltigen Umgang mit Energie aufzeigen. Auch geht es darum, konkrete Möglichkeiten aufzuzeigen, wie jeder Einzelne einen Beitrag zur Energiewende leisten kann. Bewohnerinnen und Bewohner ausgewählter Quartiere sollen dafür gewonnen werden, sich aktiv an der Diskussion und dem Gestaltungsprozess hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung in Tübingen zu beteiligen.

Von der Bürgerbefragung erhofft sich das Projektteam ein erstes Stimmungsbild, die Daten sollen Grundlage dafür sein, Themen und Handlungsfelder für die jeweiligen Quartiere zu identifizieren und langfristig konkrete Projekte und Aktionen anzustoßen. Die Betroffenen werden vorab über das Projekt und die Bürgerbefragung informiert, die Ergebnisse bei einer Bürgerveranstaltung bekannt gegeben.

„Es ist wichtig, dass mögliche Hemmnisse und Vorurteile identifiziert werden und die Einwohnerinnen und Einwohner durch Mitmachformate und Bürgerveranstaltungen aktiv in das Energielabor Tübingen eingebunden sind“, sagt Professor Volker Hochschild. „Nur wenn diese das Projekt mittragen und für die Thematik sensibilisiert sind, können Ihre Ängste und Sorgen aufgenommen werden. Nur so kann die Energiewende in Tübingen gelingen.“

Die Projektpartner: Institut für Geographie der Universität Tübingen; Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften der Universität Tübingen, Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung der Universität Stuttgart; Universitätsstadt Tübingen; Stadtwerke Tübingen; imakomm-AKADEMIE, Umweltzentrum Tübingen e.V.; BUND Regionalverband Neckar-Alb.

PM: Universität Tübingen

Weitere Beiträge:



Diesen Artikel weiterempfehlen:






Top