VW-Abgasmanipulation: Verbraucheransprüche bleiben auf der Strecke

Porträtaufnahmen von Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Sie können die einzelnen Bilder bei Flickr herunterladen. Als Quelle bitte angeben: vzbv - Jan Zappner

vzbv fordert Bundesregierung zum Handeln auf

(WK-intern) – Der VW-Konzern muss eine freiwillige Garantieerklärung aussprechen, damit Verbraucherinnen und Verbraucher nicht auf Schäden oder Wertverlusten sitzen bleiben.

Die Bundesregierung muss die Automobilindustrie in die Pflicht nehmen, damit Verbraucher sich auf Herstellerangaben verlassen können.

  • vzbv fordert, eine Schlichtungsstelle für Neuwagenkäufe einzurichten.

Anlässlich der Hauptversammlung der Volkswagen AG am Mittwoch, den 22. Juni 2016, zieht der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) Zwischenbilanz: Wo stehen die  durch Abgasmanipulationen getäuschten Kunden? „Seit einem Dreivierteljahr warten die betroffenen Verbraucher vergebens auf eine Garantieerklärung des VW-Konzerns, für alle durch Manipulation entstandenen Schäden und Wertverluste aufzukommen“, so Klaus Müller, Vorstand des vzbv. 

Mit Hilfe einer Schummelsoftware wurden bei Dieselmotoren der reale Stickoxidausstoß verschleiert und Abgastests manipuliert. Von VW und der Politik im Stich gelassen, müssen geschädigte Verbraucher in Deutschland einzeln die Gerichte anrufen, um ihre Rechte einzufordern – bisher nur in einem Fall mit Erfolg. Das Gewährleistungsrecht in seiner aktuellen Fassung gestaltet es für Betroffene schwierig, Ansprüche geltend zu machen.

“Schummeln und betrügen – das geht gar nicht. Viele Verbraucher haben bestimmte Wagen in dem Glauben gekauft, sie seien besonders schadstoffarm. Sie haben seit Monaten das Nachsehen. Angekündigte Nachbesserungen kommen nur schleppend in Gang. Ob sie wirklich die Probleme beheben, ist nicht immer eindeutig nachvollziehbar“, so Klaus Müller.

Bundesregierung muss endlich handeln

Die Bundesregierung sei gefragt, endlich und noch in dieser Legislaturperiode ihre Versprechen umzusetzen: Sie hatte unter anderem angekündigt, eine Schlichtungsstelle für Neuwagenkäufe einzurichten, Verbraucherschutz als Aufsichtsziel im Kraftfahrt-Bundesamt zu verankern sowie unaufgeforderte Abgastest an zufällig ausgewählten Fahrzeugen durchzuführen. Für mehr Wahrheit und Klarheit auf dem Automarkt müssten schnellstmöglich realistische Tests eingeführt werden und eine funktionierende unabhängige Marktüberwachung durch eine geeignete Behörde gewährleistet sein. Der vzbv fordert, endlich Fakten zu schaffen, damit Verbraucher nicht auf Schäden sitzen bleiben.

Auf vzbv.de
PM: vzbv 
Porträtaufnahmen von Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Sie können die einzelnen Bilder bei Flickr herunterladen. Pressebild: vzbv – Jan Zappner

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