Next Kraftwerke weitet Virtuelles Kraftwerk nach Polen aus

Jochen Schwill & Artur Lagodzinski Jochen Schwill (links), Gründer und Geschäftsführer von Next Kraftwerke, mit Artur Lagodzinski (rechts), Leiter des Warschauer Büros von Elektrownie Next, im Trading Floor des Virtuellen Kraftwerks Next Pool in Köln.

Die Next Kraftwerke GmbH, Betreiber eines der größten Virtuellen Kraftwerke Europas, gründet die polnische Tochtergesellschaft Elektrownie Next sp.z o.o.

(WK-intern) – Das Unternehmen wird in Polen Produkte im Bereich der Vermarktung von Strom aus Erneuerbaren Energien anbieten.

Hintergrund des Markteintritts in Polen ist eine Änderung des polnischen Erneuerbaren-Energien-Gesetzes.

Denn mit der voraussichtlich am 1.7.2016 in Kraft tretenden Novelle leitet die polnische Regierung einen Paradigmenwechsel beim Ausbau der Erneuerbaren Energien ein. Zukünftig wird die Förderhöhe für Anlagen der Erneuerbaren Energien nicht mehr über den Verkauf von Grünstromzertifikaten ermittelt, sondern über eine Auktion von ausgeschriebenen Kapazitäten der Erneuerbaren Energien. Damit einher geht eine Anpassung bei der Vermarktung des erzeugten Grünstroms: Anstatt eines regulierten Preises erhalten Neuanlagenbetreiber den durchschnittlichen monatlichen Börsenpreis zuzüglich einer Ausgleichszahlung bis zur Höhe des erfolgreichen Auktionsgebots. Auch Bestandsanlagenbetreiber können über eine separate Auktion in das neue Vergütungssystem wechseln. Um die Börsenvermarktung ihres Stroms müssen sich Anlagenbetreiber allerdings zukünftig selbst kümmern.

Als konzessionierter polnischer Stromhändler übernimmt Next Kraftwerke gemeinsam mit der neu gegründeten Elektrownie Next die Vermarktung von Strom aus polnischen Erneuerbaren-Energien-Anlagen über das Virtuelle Kraftwerk Next Pool. Im Next Pool vernetzt das Unternehmen verschiedene Energieträger wie Bioenergie-, Wasserkraft-, Solar- und Windkraftanlagen, um im Verbund eine präzise Prognose und Vermarktung des in den Anlagen erzeugten Grünstroms zu gewährleisten. Insbesondere bei gut regelbaren Anlagen wie etwa Biogasanlagen oder Wasserkraftwerken ist es durch die intelligente Steuerung im Virtuellen Kraftwerk darüber hinaus möglich, den durchschnittlichen monatlichen Börsenpreis zu schlagen – und somit Erlöse oberhalb des erfolgreichen Auktionsgebots zu erzielen.

Elektrownie Next ist eine 100%ige Tochter der deutschen Next Kraftwerke GmbH, die bereits über 3000 dezentrale Anlagen der Erneuerbaren Energien in Deutschland und weiteren mitteleuropäischen Ländern vernetzt hat. Jochen Schwill, Gründer und Geschäftsführer der Next Kraftwerke GmbH, sieht in der Gründung der polnischen Tochterfirma einen Schritt zur nachhaltigen europäischen Marktintegration der Erneuerbaren Energien: „Dem Leitsystem unseres Virtuellen Kraftwerks ist es nicht nur gleich, ob eine Anlage Strom aus Wasserkraft oder aus Bioenergie produziert, ihm ist es auch gleich, ob diese Anlage in Deutschland, Frankreich oder Polen steht. Viel entscheidender sind die nationalen und internationalen Marktregeln und Gesetze. Mit der absehbaren Novelle des polnischen Erneuerbare-Energien-Gesetzes haben wir daher frühzeitig entschieden, unsere Technologie und die Dienstleistungen unserer Stromhändler auch auf dem polnischen Markt anzubieten. Bereits seit Ende 2015 bereiten die Mitarbeiter unserer polnischen Tochtergesellschaft Elektrownie Next in Warschau daher unseren Markteintritt vor.“

Der Leiter des Warschauer Büros von Elektrownie Next, Artur Lagodzinski, ergänzt: „Dank der erfolgreichen Listung an der polnischen Energiebörse können wir bereits heute erste Stromhandelsgeschäfte für unsere Kunden durchführen. Durch die Anbindung an das Leitsystem von Next Kraftwerke und die Zusammenarbeit mit den Kollegen in der Kölner Handelsabteilung können wir unseren Kunden die Höhe des durchschnittlichen monatlichen Börsenwerts TGE Base vertraglich garantieren. Auch können wir dadurch die Handelskosten, die wir unseren Kunden in Rechnung stellen, im Vergleich zu konventionellen Anbietern gering halten. Ich bin optimistisch, dass sich das neue Vermarktungsmodell schnell als überlegen darstellen wird, da es eine erhöhte Planungssicherheit für Anlagenbetreiber mit sich bringt. Die bisherige Vermarktung über Grünstromzertifikate hatte den Nachteil, dass

sich deren Preise in den vergangenen Jahren als sehr volatil gezeigt haben. In unserem Vermarktungsmodell weiß der Anlagenbetreiber hingegen schon heute, welche Erlöse er in den nächsten Jahren erwirtschaften wird.“

PM: Next Kraftwerke GmbH

Pressebild: Jochen Schwill & Artur Lagodzinski

Jochen Schwill (links), Gründer und Geschäftsführer von Next Kraftwerke, mit Artur Lagodzinski (rechts), Leiter des Warschauer Büros von Elektrownie Next, im Trading Floor des Virtuellen Kraftwerks Next Pool in Köln.

Weitere Beiträge:



Diesen Artikel weiterempfehlen:






Top