10 Jahre Forschung am Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz

10 Jahre DFKI in Bremen: Ein Erfolgsmodell feiert Geburtstag / Pressebild

10 Jahre DFKI in Bremen: Ein Erfolgsmodell feiert Geburtstag

(WK-intern) – Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen kann 2016 auf zehn Jahre erfolgreiche Forschungsarbeit zurückblicken.

Von Beginn an engagieren sich der Bund und das Land Bremen gemeinsam beim Auf- und Ausbau des dritten DFKI-Standorts.

Bremen – Innovativ, leistungsstark und zukunftsorientiert, so präsentierte sich das DFKI in Bremen am 13. Juni zum Festakt anlässlich seines zehnjährigen Jubiläums. Zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik folgten der Einladung und feierten gemeinsam das Bremer Erfolgsmodell.

„Für Bremen ist das DFKI ein Musterbeispiel für gelingenden Strukturwandel: Die Ansiedlung dieser Forschungseinrichtung der Spitzenklasse ist mit zahlreichen hoch qualifizierten Arbeitsplätzen verbunden. Viele profilierte Forscher aus aller Welt zog es hierher und das DFKI trägt mit seinen zahlreichen Projekten zur weiteren Profilierung unseres Raumfahrt- und High-Tech-Standortes bei“, so Bremens Bürgermeister Dr. Carsten Sieling in seinem Grußwort.

Auch Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien Hansestadt Bremen, hob in ihrer Rede die große regionale Bedeutung hervor: „Das DFKI hat in den letzten 10 Jahren durch seine exzellente Forschung und gelungenen Transferleistungen in die Wirtschaft maßgeblich dazu beigetragen, die hohe Attraktivität des Wissenschaftsstandortes Bremen, auch im Rahmen der Exzellenzinitiative, weiter zu befördern.“ Sie bemerkte, dass das Land Bremen auch in Zukunft das DFKI „in seinen weiteren Ausbaubemühungen unterstützen“ werde.

Zu den Gastrednern und Gratulanten der Jubiläumsfeier gehörten außerdem Uwe Beckmeyer, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, und Dr. Walter Dörhage, ehemaliger Leiter der Abteilung „Forschung und Hochschulen“ der Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz, sowie mehr als 160 Festgäste.

Rückblick: Gefördert vom Land Bremen und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eröffnete das DFKI am 27. Februar 2006 ein Labor in der Hansestadt. Nach drei Jahren erfolgreicher Aufbauarbeit wurde Bremen neben Kaiserslautern und Saarbrücken 2009 zum vollwertigen dritten Standort mit den Forschungsbereichen Robotics Innovation Center – unter Leitung von Prof. Dr. Frank Kirchner – und Sichere Kognitive Systeme – unter Leitung von Prof. Dr. Bernd Krieg-Brückner. 2011 übernahm Prof. Dr. Rolf Drechsler den Forschungsbereich Sichere Kognitive Systeme unter dem neuen Namen „Cyber-Physical Systems“. Im selben Jahr erhielt das Robotics Innovation Center Verstärkung durch eine Außenstelle in Osnabrück, die von Prof. Dr. Joachim Hertzberg geleitet wird.

Heute arbeiten am DFKI in Bremen mehr als 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus aller Welt – unterstützt von rund 100 studentischen Hilfskräften. In Forschungsprojekten entwickeln sie Robotersysteme der nächsten Generation, die selbstständig komplexe Aufgaben lösen, und sichere eingebettete Systeme, die zunehmend die Geräte unseres Alltags bestimmen. Dabei arbeitet das DFKI eng mit der Universität Bremen zusammen, u.a. im Rahmen der Exzellenzinitiative in dem Graduiertenkolleg System Design (SyDe).

Die hervorragende Ausstattung mit Laboren und Werkstätten sowie einzigartigen Testanlagen ermöglicht Forschung auf höchstem Niveau und trägt maßgeblich zum Erfolg des DFKI in Bremen bei. Im Robotics Exploration Lab, zu dem die europaweit einmalige Maritime Explorationshalle, die Weltraum-Explorationshalle sowie eine Vielzahl weiterer Labore und Teststände gehören, lassen sich Roboter unter realitätsnahen und kontrollierbaren Bedingungen testen. Mit dem Bremen Ambient Assisted Living Lab (BAALL) verfügt das Bremer DFKI über eine Laborwohnung, in der die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler intelligente vernetzte Assistenzsysteme für das Smart Home entwickeln.

In der Robotik spielt der Bremer Standort heute eine Vorreiterrolle, indem er auf die Integration aller Funktionalitäten in ein hochkomplexes System setzt, um immer intelligentere Roboter zu realisieren. In den kommenden Jahren soll die Forschung in den Bereichen Tiefseerobotik, Mensch-Roboter-Kooperation und Rehabilitationsrobotik intensiviert und die Spitzenstellung in der Entwicklung sicherer cyber-physischer Systeme weiter ausgebaut werden.

Die Strahlkraft des DFKI reicht dabei weit über die Bremer Grenzen hinaus: Nationale und internationale Kooperationen sind ein wichtiger Pfeiler des Erfolgs. So entstand etwa im Rahmen der deutsch-brasilianischen Zusammenarbeit das Brazilian Institute of Robotics (BIR) nach dem Vorbild des DFKI. „Damit ist es uns gelungen, das erfolgreiche Modell des DFKI einer Public Private Partnership auch nach Übersee zu exportieren und unsere internationalen Beziehungen noch weiter auszubauen“, resümierte Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Geschäftsführung des DFKI.

Über das DFKI

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) mit den Standorten Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen (mit Außenstelle Osnabrück) und einem Projektbüro in Berlin ist auf dem Gebiet innovativer Softwaretechnologien die führende Forschungseinrichtung in Deutschland. In der internationalen Wissenschaftswelt zählt das DFKI zu den wichtigsten „Centers of Excellence“ und ist derzeit, gemessen an Mitarbeiterzahl und Drittmittelvolumen, das weltweit größte Forschungszentrum auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz und deren Anwendungen.

PM: Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)

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