Neues Instrument zur kartografischen Erfassung der Windenergiepotentiale

Vollbremsung für Windenergie im Nordwesten ist Schritt in die falsche Richtung / Foto: HB

Die französische Agentur für Umweltschutz und Energie (ADEME) bietet ein neues Mapping-Tool zur kartografischen Erfassung von lokalen Windpotenzialen.

(WK-intern) – Das Ziel ist es, Gemeinden zu ermöglichen, den Ausbau von Windenergie zu fördern und die lokalen Behörden bei der Umsetzung der Energiepolitik und Raumplanung kurz- und mittelfristig zu unterstützen.

Die ADEME legt dabei besonderen Wert auf die Windenergie-Entwicklung in dieser Größenordnung, da es auf regionaler Ebene keine Schwierigkeiten gibt, die Winderzeugung in das Stromnetz zu integrieren.

Die französische Agentur für Umweltschutz und Energie (ADEME) bietet ein neues Mapping-Tool zur kartografischen Erfassung von lokalen Windpotenzialen. Das Ziel ist es, Gemeinden zu ermöglichen, den Ausbau von Windenergie zu fördern und die lokalen Behörden bei der Umsetzung der Energiepolitik und Raumplanung kurz- und mittelfristig zu unterstützen. Die ADEME legt dabei besonderen Wert auf die Windenergie-Entwicklung in dieser Größenordnung, da es auf regionaler Ebene keine Schwierigkeiten gibt, die Winderzeugung in das Stromnetz zu integrieren. Die mögliche Ausweitung der Produktionsstandorte und die Anpassungsfähigkeit der Netzbetreiber erfordern zudem keine Errichtung zusätzlicher Wärmekraftwerke.

Das Windressourcen-Mapping-Tool kommt in Form einer Webseite auf den Markt, die das lokale Windpotential von Frankreich kartographiert und auswertet. Es zeigt die Windgeschwindigkeiten in verschiedenen Höhen und Indikatoren, um die kurz- und langfristige Variabilität zu quantifizieren. Es besteht z.B. die Möglichkeit, für jeden x-beliebigen Standort eine Tabelle zu erstellen, aus der das Produktionspotential einer Windturbine von 1 Megawatt (MW) mit bis zu sechs Rotorhöhen (60 bis 120 m, in 20 m-Schritten) hervorgeht.

Die Agentur weist darauf hin, dass die Übertragungsnetzbetreiber dadurch effektiv kurzfristige Windenergieerzeugung integrieren können. Selbst wenn die lokalen Windenwicklungen schwierig vorherzusagen sind, zeigt die Erfahrung der Netzbetreiber, dass ein Glättungseffekt der regionalen Variabilität der Produktion auftritt. Heutzutage besteht eine ausreichende Genauigkeit, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage von Strom zu gewährleisten.

Die ADEME geht davon aus, dass nach dem derzeitigen Stand der Entwicklung Windenergie keine zusätzlichen thermischen Reservekraftwerke benötigen wird. Ende 2015 betrug die Gesamtleistung von Windkraft in Frankreich 10.300 MW. Die am 26. April 2016 festgelegten Ziele für erneuerbare Energien sehen eine Deckelung der installierten Onshore-Leistung von 15.000 MW bis Ende 2018 und 21.800 MW – 26.000 MW bis 2023 vor. Die Ziele für die Offshore-Wind-Erzeugung liegen bei 500 MW bis 2018 und 3.000 MW im Jahre 2023.

Weitere Informationen:

Webseite der ADEME (auf Französisch und Englisch): http://www.ademe.fr/en

Quelle: “Eolien : l’Ademe encourage le maillage du territoire”, Artikel aus der Fachzeitschrift Actu Environnement, 13.05.2016 – http://www.actu-environnement.com/ae/news/eolien-avis-ademe-maillage-territoire-…

PM: Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

Neues Instrument zur kartografischen Erfassung der Windenergiepotentiale / Foto: HB

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