Netzanbindung der Offshore-Windparks Wikinger und Arkona hat begonnen

Das unter britischer Flagge fahrende Spezialschiff ‚Cable Enterprise‘ beginnt mit der Legung bei Trassenkilometer 39 / Pressebild: 50Hertz Transmission GmbH

50Hertz startet Kabellegung vor Rügen

(WK-intern) – Sassnitz – Die Legung der ersten Kilometer des Seekabels für die Netzanbindung der Offshore-Windparks Wikinger und Arkona hat begonnen.

„Wir freuen uns, dass wir nach den umfangreichen und intensiven Vorarbeiten am 3. Juni mit der Legung des ersten Kabelabschnittes im Küstenmeer starten konnten und damit unser Vorhaben Ostwind 1 weiter voran bringen“, so Dr. Wolfgang Thießen, Projektleiter Kabellegung bei 50Hertz.

Das unter britischer Flagge fahrende Spezialschiff ‚Cable Enterprise‘ beginnt mit der Legung bei Trassenkilometer 39 und soll diese nach voraussichtlich drei Wochen bei Kilometer 66 abgeschlossen haben. Mit 27 Kilometern ist dies der längste der vier Abschnitte auf der insgesamt 90 Kilometer langen Strecke von Lubmin bis zur späteren Umspannplattform westlich des Adlergrundes (siehe auch Grafik Seite 2 im PDF).

Anfang April hatte die Cable Enterprise im italienischen Arco Felice (bei Neapel) das Spezialkabel in der Fabrik des mit der Produktion und Legung der Kabel beauftragten Unternehmens Prysmian geladen. Anschließend wurde das Schiff zur Mobilisierung zunächst ins englische Middlesbrough und dann Ende Mai in die Ostsee geschleppt. Am 1. Juni erfolgten noch die letzten Abnahmen durch 50Hertz im Mukran Port (Fährhafen Sassnitz).

Das Projekt Ostwind 1
Das Projekt Ostwind 1 stellt einen Teil der Netzanbindung des Clusters Westlich Adlergrund dar und umfasst die Errichtung der Netzanschlüsse für die Offshore-Windparks Wikinger und Arkona auf Basis breit abgestimmter Entwicklungsszenarien (Offshore-Netzentwicklungsplan – O-NEP). Beide Windparkprojekte verfügen über die notwendigen Genehmigungen und befinden sich in der Projektrealisierung. Die drei Kabeltrassen des Projektes Ostwind 1 sind jeweils auf See 90 und an Land drei Kilometer lang und enden an Land im 50Hertz-Umspannwerk Lubmin. Die Netzanschlusssysteme sollen gemäß O-NEP bis Ende 2019 hergestellt sein.
Die zuständigen Genehmigungsbehörden für Errichtung und Betrieb der Netzanschlüsse sind das Energieministerium von Mecklenburg-Vorpommern für die Landtrasse und die Seetrasse im Bereich des Küstenmeeres (12-Seemeilen-Zone), sowie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) für die Seetrasse im Bereich der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ).

Das Unternehmen
50Hertz sorgt mit über 950 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den Betrieb und den Ausbau des Übertragungsnetzes. Darüber hinaus ist das Unternehmen für die Führung des elektrischen Gesamtsystems auf den Gebieten der Bundesländer Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verantwortlich. Als Übertragungsnetzbetreiber im Herzen Europas steht 50Hertz für die sichere Integration der erneuerbaren Energien, die Entwicklung des europäischen Strommarktes und den Erhalt eines hohen Versorgungssicherheitsstandards. Anteilseigner sind seit 2010 der belgische Netzbetreiber Elia (60 Prozent) sowie der australische Infrastrukturfonds IFM Investors (40 Prozent). Als europäischer Übertragungsnetzbetreiber ist 50Hertz Teil der Elia Gruppe und Mitglied im europäischen Verband ENTSO-E.

PM: 50Hertz

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