Neue Helmholtz-Initiative DLR@Uni Electric Flight: Gemeinsame Forschung für elektrisches Fliegen

Unterzeichnung der Zusammenarbeit / Pressebild: DLR

Elektromobilität in die Luft zu bringen und das Fliegen damit ökologisch nachhaltiger und effizienter zu machen, gehört zu den großen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte für Luftfahrtforschung und -industrie.

(WK-intern) – Für eine Vernetzung von institutioneller, universitärer und industrieller Forschung vereinbarten Vertreter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) sowie der Industrieunternehmen Airbus Group und Siemens am 3. Juni 2016 auf der ILA Berlin Air Show eine enge Zusammenarbeit.

Die Unterzeichner bekunden in der Erklärung ihr gemeinsames Interesse am Thema elektrisches Fliegen.

Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen den Forschungseinrichtungen der Helmholtz-Initiative DLR@Uni Electric Flight und den industriellen Kooperationspartnern zu strukturieren und einen rechtlichen Rahmen vorzubereiten, der es den Industriepartnern ermöglicht mit der Helmholtz-Initiative zusammenzuarbeiten.

Gemeinsame Forschung und Nachwuchsarbeit

Zu den Partnern der Helmholtz-Initiative DLR@Uni Electric Flight gehören 14 DLR-Institute und 20 Universitätsinstitute an den vier Standorten Berlin, Braunschweig, Stuttgart und München/Oberpfaffenhofen. Zu den Unterstützern auf industrieller Seite gehören die Airbus Group und Siemens. Weitere Firmen haben bereits Interesse an einer Mitarbeit bekundet.

“Die Helmholtz-Initiative DLR@Uni Electric Flight bringt alle wichtigen Player im Bereich des elektrischen Fliegens zusammen und hat damit das Potenzial zum größten Wissenschaftskonsortium auf diesem Gebiet zu werden”, fasste Prof. Rolf Henke, Luftfahrt-Vorstand des DLR anlässlich der Unterzeichnung der Absichtserklärung zusammen. “Elektrisches Fliegen stellt Forschung und Industrie gemeinsam vor neue Herausforderungen und bietet gleichzeitig große Chancen für hochqualifizierte Arbeitskräfte. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist deshalb ein zentraler Bestandteil der Initiative”, so Olaf Kranz, Forschungsbereichsbeauftragter Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr der HGF. Neben einem speziellen Graduiertenprogramm, Summer Schools und standortübergreifenden Workshops im universitären Bereich sollen auch Schülerforschungsaktivitäten zur Nachwuchsförderung beitragen. Gleichzeitig sind internationale Partnerschaften zur wissenschaftlichen Kooperation und zum Austausch von Forschenden geplant.

“Wir entwickeln hybride Elektroantriebe für Luftfahrzeuge”, sagte Frank Anton, Leiter Electric Aircraft bei Siemens. “Mit dem DLR wollen wir nun in eine strategische Partnerschaft zwischen Industrie und Wissenschaft eintreten. Mittelfristig halten wir hybrid-elektrisch angetriebene Regionalflugzeuge mit bis zu 100 Passagieren für realistisch.”

Technologieentwicklung für elektrisches Fliegen

Die Initiative DLR@Uni Electric Flight wird mit drei inhaltlichen Schwerpunkten an den Start gehen: Technologie und Konfiguration von Fluggeräten, Validierung von Teiltechnologien im Flugexperiment sowie Betrieb, Infrastruktur und gesellschaftliche Akzeptanz von elektrisch betriebenen Flugzeugen.

Zum Koordinatoren-Team der Helmholtz-Initiative DLR@Uni Electric Flight gehören der Direktor des DLR-Instituts für Technische Thermodynamik Prof. André Thess sowie Prof. Josef Kallo, Universität Ulm und gleichzeitig Koordinator der Forschungsgruppe Energiesystemintegration am DLR-Institut für Technische Thermodynamik sowie der Direktor der DLR-Institute für Bauweisen und Konstruktionsforschung sowie für Werkstoff-Forschung Prof. Heinz Voggenreiter.

Über die Helmholtz-Initiative DLR@Uni

Ziel der Helmholtz-Initiative DLR@Uni ist die Schaffung eines Mehrwerts bei Wissenschaft und Forschung sowie die Förderung des wissenschaftlich-technischen Nachwuchses durch eine strukturierte und nachhaltige Kooperation der beteiligten Einrichtungen. Die Zusammenarbeit der Institute gründet auf der Entwicklung und Umsetzung einer gemeinsamen Forschungsstrategie zu dedizierten Forschungsschwerpunkten und geht damit über konventionelle, projektbezogene Einzelkooperationen hinaus.

PM: DLR

Unterzeichnung der Zusammenarbeit / Pressebild: DLR

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