Windpark Curslack in Hamburg-Bergedorf genehmigt

Bild: Paula Markert / HAW Hamburg

Am Energie-Campus des Competence Center für Erneuerbare Energien und EnergieEffizienz (CC4E) der HAW Hamburg entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler effiziente und intelligente Lösungen im Zusammenwirken von Energieerzeugung, -verbrauch und ‑speicherung.

(WK-intern) – Hierbei werden wesentliche Bausteine eines zukünftigen intelligenten Energieversorgungssystems erprobt.

Um diese wichtigen Forschungsziele zu erreichen, beantragte die HAW Hamburg fünf Windenergieanlagen der zwei bis drei Megawatt-Klasse.

Den Antrag zur Errichtung und für den Betrieb von fünf Windenergieanlagen vom Typ Nordex N117 hat die Behörde für Umwelt und Energie nun genehmigt.

Die neuen Windkraftanlagen werden in zirka einem Kilometer Entfernung zum Energie-Campus CC4E entstehen. Die besondere Anwendungsnähe zum Energie-Campus wird zum einen durch die Einbindung des eigenen Windparks erzeugt. Zum anderen sind im Gebäude des Technologie­zentrums zahlreiche Komponenten der Energieerzeugung, des Energieverbrauchs sowie zur Speicherung installiert, die durch ein intelligentes und variables Steuer- und Regelungskonzept die

Energieeffizienz optimieren. Das Technologiezentrum bildet damit im Kleinen das Modell eines zukünftigen Energiesystems ab und beinhaltet ein eigenes Regelkraftwerk. Windparkbetreiber wird die ReTec Zweite Betriebs UG und Co.KG sein. Die CC4E Windenergie UG ist hieran mit 50 Prozent beteiligt, sie ist eine 100-prozentige Tochter der Stiftung der HAW Hamburg.

Prof. Dr. Werner Beba, Leiter des CC4E und Geschäftsführer der CC4E Windenergie UG betont: „Durch die Genehmigung des Windparks wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht für das Gelingen zahlreicher Forschungsvorhaben und Projekte. Der Windpark wird auch im Großprojekt NEW 4.0 – Norddeutsche EnergieWende – eine wichtige Rolle zur Erprobung des Energiesystems der Zukunft spielen. Der Bau soll zügig beginnen, sodass der Windpark Anfang 2017 in den Betrieb gehen kann.“

Bis zu 15.000 Haushalte werden zukünftig durch den neuen Windpark mit umweltfreundlichem Strom versorgt. Durch den Systemverbund der Forschungseinrichtungen mit einem realen Windpark sollen zahlreiche Forschungsvorhaben sowie Synergiepotenziale geschaffen werden. Beispiele hierfür stellen die Untersuchungen im Smart Grid-Labor mit der Integration von Windstrom in das Stromnetz und die Ermöglichung des Schwankungsausgleichs durch Lastmanagement und Speicherkomponenten dar. Durch „Demand Side Management und Integration“ sollen Flexibilisierungen der Verbrauchsseite zur verbesserten Anpassung an die schwankende Erzeugung von Erneuerbaren Energien untersucht werden. Künftig werden verstärkt Lösungen zur Entlastung der Stromnetze durch Regelungstechnologien ein Kernthema sein.

Der Tag der offenen Tür am vergangenen Samstag am Energie-Campus stieß auf reges Interesse bei den Bürgern. Jung und Alt informierten sich über die Projekte und Vorhaben am Technologiezentrum und über die künftigen Windkraftanlagen. Geboten wurden den Besuchern ein wissenschaftliches Vortragsprogramm, zahlreiche Vorführungen und Präsentationen aus dem Smart Grid- sowie dem Wind-Labor mit spannenden Exponaten und Experimenten. Mit dem Energie-Campus wächst zurzeit ein „Silicon Valley“ der Erneuerbaren Energien in Hamburg-Bergedorf. Weitere Innovationen und Ansiedlungen sind geplant.

PM: Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

Bild: Paula Markert / HAW Hamburg

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