Gebrochene Passfedern an Abgaskompressoren im Kernkraftwerk Brokdorf

Pressebild: Robert Habeck © Staatskanzlei

Im Kernkraftwerk Brokdorf sind bei Inspektionen im Abgassystem an den Kompressoren gebrochene Passfedern festgestellt worden.

(WK-intern) – Ein erster Befund war bereits im Februar 2016 aufgetreten und zunächst als Einzelfehler betrachtet worden.

Nun wurde bei einer Inspektion an einem weiteren Kompressor ebenfalls eine gebrochene Passfeder festgestellt.

Die Passfeder verbindet formschlüssig die Antriebswelle mit dem Laufrad des Kompressors. Die Passfedern wurden umgehend ausgetauscht. In beiden Fällen war die Funktionsfähigkeit des Kompressors trotz gebrochener Passfeder gegeben. Dieses meldepflichtige Ereignis der Kategorie “N” hat die E.ON-Betreibergesellschaft heute (31. Mai) der Atomaufsichtsbehörde (Energiewendeministerium) gemeldet.

Hintergrund
Das Abgassystem ist als sonstiges sicherheitstechnisch wichtiges System eingestuft und hat die Aufgabe, die im Kontrollbereich anfallenden radioaktiven Gase zu sammeln und für die Abgabe vorzubereiten sowie den Wasserstoff- und Sauerstoffgehalt im Abgas zur Vermeidung von Knallgasbildung zu begrenzen. Befunde an einem sonstigen sicherheitstechnisch wichtigen System mit Hinweis auf einen systematischen Fehler sind meldepflichtig, so dass dieses Ereignis der Atomaufsicht zu melden war.

Erläuterung zu den Kategorien der meldepflichtigen Ereignisse:
Orientiert an sicherheitstechnischer Bedeutung und Eilbedürftigkeit von Abhilfemaßnahmen werden Meldepflichtige Ereignisse in Deutschland in drei Kategorien eingeteilt: Normalmeldung (N) = Meldefrist fünf Arbeitstage, Eilmeldung (E) = Meldefrist 24 Stunden und Sofortmeldung

PM: Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Schleswig-Holstein

Pressebild: Robert Habeck © Staatskanzlei

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