Eine Checkliste zur Verbesserung von Nachhaltigkeits-Programmen

DFGE– das Institut für Energie, Ökologie und Ökonomie – wird von nun an jeden Monat bis zum Ende des Jahres eine Pressemeldung mit Antworten herausgeben, wie Unternehmen Lücken in ihren Nachhaltigkeitsprogrammen finden und schließen können.

(WK-intern) – Die DFGE – Institut für Energie, Ökologie und Ökonomie – wurde im Jahr 1999 als Spin-Off der TU München gegründet und bietet Beratung, Software und Auditierungslösungen im Nachhaltigkeitsbereich an, darunter auch Carbon-Footprint-Berechnungen.

München/Greifenberg – Die DFGE unterhält dabei Partnerschaften mit international anerkannten Reporting-Plattformen, um ihre Kunden besser in ihrem Nachhaltigkeits-Management und -Reporting zu unterstützen.

Die DFGE startet eine Serie mit monatlichen Beiträgen für eine Checkliste für Nachhaltigkeits-Programme. Im ersten Teil dieser Serie geht es um das Aufstellen einer generellen Strategie, während es in den sieben folgenden Teilen um die Einzelthemen des CSR-Standards ISO 26000-2010 gehen wird.

1 – Ist das Management involviert?
Um sicher zu gehen, dass ein Nachhaltigkeitsprogramm zum Erfolg wird, ist es wichtig, dass das Thema vom Management verstanden wird, dass im Management Verantwortung dafür übernommen wird und dass es mit finanziellen Ressourcen unterstützt wird. Unternehmen können sich dazu die folgenden Fragen stellen:

– Wurde das Management informiert und zum Thema Nachhaltigkeit geschult?
– Wurde ein CSR (Corporate Social Responsibility)-Bereich mit Zuweisung von Verantwortlichkeiten für Nachhaltigkeitsthemen eingeführt?
– Wurde ein Budget für Nachhaltigkeitsaktivitäten aufgestellt?
– Gibt es Anreizsysteme für Manager beim Thema CSR?

2 – Sind die Angestellten involviert?
Die Einbindung des Managements ist sicher ein Schlüsselfaktor für Entscheidungen. Um CSR voranzubringen und es zum integralen Teil eines Unternehmens zu machen, müssen aber auch Mitarbeiter involviert werden. Unternehmen können diese Einbindung von Mitarbeitern durch Beantworten der folgenden Fragen prüfen:
– Wissen die Angestellten von der Nachhaltigkeits-Agenda?
– Wurden die Angestellten nach ihrer Meinung gefragt, als die Nachhaltigkeits-Strategie aufgestellt wurde?
– Wurde den Angestellten die Nachhaltigkeits-Agenda vom Management erklärt?
– Hat das Unternehmen Maßnahmen durchgeführt, die Angestellte stolz auf ihre Firma machen können?
– Gibt es Freiwilligen-Initiativen für Mitarbeiter?

3 – Wurden Stakeholder eingebunden?
CSR wird generell darüber definiert, wie Organisationen ihre Auswirkungen auf Stakeholder managen. Als Stakeholder wird jede Interessensgruppe bezeichnet, die von Entscheidungen und Maßnahmen einer Firma betroffen ist, beispielsweise Anteilseigner, Kunden, Zulieferer, Angestellte, lokale Gemeinschaften, Zivilgesellschaft und andere. Um von einer erfolgreichen CSR-Strategie zu profitieren, müssen Firmen die Auswirkungen auf ihre Stakeholder identifizieren, um die Auswirkungen zu managen und zu sehen, ob die Maßnahmen die Erwartungen erfüllen. Die folgenden Fragen zeigen, ob Stakeholder eingebunden wurden:
– Wurden Stakeholder kontaktiert, um herauszufinden, welche Themen für sie am wichtigsten sind?
– Wurden die Stakeholder identifiziert?
– Wurden existierende Mechanismen zur Stakeholder-Interaktion idenfizifiert, damit hier auch CSR-Themen eingebracht werden können?
– Wurden Abläufe zur Beratung etabliert, beispielsweise ein Beratungsgremium?
– Wurde bei staatlichen Akteuren für Nachhaltigkeit geworben?
– Gibt es einen Kommunikationskanal für Stakeholder, wo diese die Nachhaltigkeits-Leistung einer Firma kommentieren können?
– Wird kleineren Unternehmen dabei geholfen, deren Nachhaltigkeits-Programme umzusetzen?

4 – Ist die Nachhaltigkeits-Strategie mit der Gesamtstrategie verwoben?
Beim Aufstellen einer Nachhaltigkeitsstrategie sollten Firmen sicher gehen, dass die Strategie für sie sinnvoll ist und dass sie in die Gesamtstrategie und die Ziele der Firma eingebunden wird. Die folgenden Fragen sollen dabei helfen, herauszufinden, ob dieses Ziel erreicht wurde:
– Gibt es eine Langzeitstrategie für Nachhaltigkeit?
– Adressiert die Strategie real existierende Probleme des Unternehmens?
– Wurden die Herausforderungen und Hürden bei der Umsetzung der Strategie identifiziert?
– Hat die Strategie das Potenzial, über die Jahre zu wachsen?
– Wurden die Themen identifiziert, die für das Unternehmen und seine Stakeholder am wichtigsten sind (Materialitäts-Prinzip)?
– Wurden Auswirkungen und Effektivität der Strategie untersucht?
– Wurden die Initativen von Mitbewerbern untersucht und bewertet?
– Beinhaltet die Strategie Wettbewerbsvorteile?

5 – Gibt es einen Mechanismus, um die Effizienz der Strategie zu bewerten?
Um sicher zu stellen, dass die Strategie effizient ist, ist es wichtig, quantitative Ziele zu setzen und diese mittels KPIs (Leistungskennzahlen) zu messen; dann kann rückblickend bewertet werden, ob und wie diese Ziele erreicht wurden. Es sollte eine Analyse durchgeführt werden, um die Ursachen einer Nicht-Erfüllung herauszufinden und dementsprechend neue Ziele zu setzen. Unternehmen können die folgende Checkliste verwenden.
– Wurden Ziele aufgestellt?
– Wurden KPIs definiert, um die Zielerreichung zu bewerten?
– Wurden Besprechungen für die rückblickende Bewertung organisiert?
– Haben diese Besprechungen Einfluss auf Entscheidungen?
– Wurden KPIs verändert, wenn diese zu ungenau für das entsprechende Ziel waren?

6 – Werden die Nachhaltigkeits-Aktivitäten kommuniziert?
Sobald die Verantwortlichkeiten geklärt sind, eine Strategie aufgestellt und der Erfolg gemessen wurde, ist es wichtig, über die Strategie und deren Erfolg zu berichten. Diese Kommunikation informiert die Stakeholder und lässt das Unternehmen von Möglichkeiten im CSR-Bereich profitieren. Unternehmen können die folgenden Fragen beantworten:
– Wurde sowohl über Erfolge als auch über Misserfolge der Ziel-Erreichung berichtet?
– Wurde ein CSR-Bericht erstellt?
– Ist der Bericht extern validiert worden?
– Wurden Selbstverpflichtungen öffentlich gemacht?
– Wird nach international anerkannten Standards berichtet?

Sobald ein Unternehmen diese generellen Fragen zum Nachhaltigkeitsprogramm beantwortet hat, kann es spezifische Themen der CSR-Strategie angehen, beispielsweise die Themen Umwelt, Menschenrechte, Arbeitspraktiken, Einbindung von lokalen Gemeinschaften, Unternehmensführung, faire Wirtschaftspraktiken und Verbraucherfragen.

Die DFGE wird in den folgenden Monaten zu jedem dieser Themen eine Checkliste veröffentlichen.

Über DFGE
Die DFGE – Institut für Energie, Ökologie und Ökonomie –bietet Unternehmen Consulting, Software und Auditing Services um CSR-Aktivitäten in Geschäftsprozesse und Supply Chain zu integrieren. Zum Portfolio der DFGE Sustainability Intelligence zählen Lösungen für das CO2-Management (Treibhausgasbilanzen), Erstellung unternehmensweiter Carbon Footprints als auch Produktökobilanzen/LCAs sowie die Betreuung bei internationalen Rankings und Reportings wie UN Global Compact, Global Reporting Initiative (GRI) oder dem Carbon Disclosure Project (CDP). Als unabhängiges Institut basiert die Arbeit der DFGE auf internationalen Standards und wissenschaftlichen Methoden. Zu unseren Kunden zählen international Unternehmen (DAX und fortune 500), mittelständische Unternehmen, Regierungsorganisationen oder Gebietskörperschaften.
Mehr unter info@dfge.de oder www.dfge.de

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PM: DFGE – Institut für Energie, Ökologie und Ökonomie

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