Internationale Hersteller präsentieren auf der Weltleitmesse ihre Weiterentwicklungen für den Onshore-Markt

WindEnergy Hamburg 2016 – 27. bis 30. September auf dem Gelände der Hamburg Messe

(WK-intern) – Von der weltweit installierten Windenergie-Leistung von rund 432 419 MW werden über 97 Prozent von Anlagen erzeugt, die an Land stehen.

Onshore ist heute die Basis der Branche, wenngleich sie mit immer mehr großen Windturbinen die Meere erobert.

Da die Onshore-Turbinen und Komponenten weitgehend ausgereift sind, stehen die Kostenreduzierung bei Produktion und Betrieb im Fokus der aktuellen Innovationswelle. Was sich in diesem Bereich tut, stellen führende Windturbinenhersteller vom 27. bis 30. September auf der WindEnergy Hamburg 2016 vor. Zur Weltleitmesse für Windenergie werden mehr als 1200 Aussteller erwartet, die in insgesamt neun Messehallen auf rund 65 000 Quadratmetern ihre Neuheiten vorstellen. Erstmals findet in diesem Jahr parallel zur WindEnergy Hamburg die Fachkonferenz der WindEurope statt.

Schwerpunktthema Stromgestehungskosten

Im Mittelpunkt der Angebote der Onshore-Branche steht die weitere Reduzierung der Stromgestehungskosten, ein anderes Thema auf der globalen Fachmesse sind neue Produkte und Lösungen für Märkte mit niedrigen und mittleren Windgeschwindigkeiten. Neueste Modelle für dieses Segment überschreiten bereits die 4MW-Marke bei Turbinen sowie 140 Meter beim Rotordurchmesser. Anlagen die auf die spezifischen Anforderungen komplexer, bewaldeter Binnenlandstandorte zugeschnitten sind, erreichen dank neuer Turmkonstruktionen Nabenhöhen bis 160 Meter. Mehrere Anbieter, darunter Enercon und Vestas, haben Stahlrohrtürme mit breiter Basis entwickelt, wobei die untersten Turmabschnitte zur Erleichterung des Straßentransports aus mehreren Segmenten zusammengesetzt werden. Weitere Entwicklungsprojekte für noch größere Nabenhöhen setzen auf neue, kostengünstige Beton-Stahl-Türme und optimierte Montageverfahren. Weiterhin sind möglichst geräuscharme Windenergieanlagen für die Installation in bewohnten Gebieten unabdingbar und für den Verkaufserfolg von Turbinen immer wichtiger. Auch die Netzanbindung ist ein zentrales Thema für alle Aussteller der WindEnergy Hamburg.

4MW-Klasse und modulare Türme

Enercon wird die Besucher in Hamburg über eine neue modulare EP4-Plattform der 4MW-Klasse informieren, die sich durch neue, segmentierte Rotorblätter und ein zweigeteiltes Generatorkonzept auszeichnet. Seit April läuft in den Niederlanden bereits ein 4,2MW E126 EP4 Prototyp, dem im Laufe des Jahres die 4,2MW-Schwachwindausführung E-141 folgen wird. Die E-141 hat einen rekordverdächtigen Rotordurchmesser von 141 Metern und ein neues modulares Turmkonzept in Beton-Stahl-Hybridbauweise mit möglichen Nabenhöhen bis 159 Metern. Weitere Highlights sind Energiespeicher- und elektrische Mobilitätslösungen. Geschäftsführerin Nicole Fritsch-Nehrings betont: „Die WindEnergy Hamburg 2016 hat einen sehr wichtigen Platz im Veranstaltungskalender von Enercon. Wir freuen uns auf die Gelegenheit, mit Kunden, Geschäftspartnern und anderen Mitgliedern der Branche zusammenzutreffen und über alle Herausforderungen im Bereich der Energieerzeugung und -versorgung zu sprechen.“

Lagerwey Wind (NL) wird das neue 4MW-Turbinenmodell L136 für die IEC-Klasse IIA mit Direktantrieb und einem Rotordurchmesser von 136 Metern vorstellen. Die Turbine besitzt einen passiv luftgekühlten Generator. Der neuentwickelte modulare transportfreundliche Stahlturm (MST) ist in den Nabenhöhen 120, 132 und 166 Meter lieferbar. Ein Prototyp ist für Ende 2016 oder Anfang 2017 vorgesehen.

Zahlreiche Weiterentwicklungen

Gamesa wird auf der WindEnergy Hamburg über sein neuestes Modell G126-2.5MW für IEC IIIA informieren. Ebenfalls neu ist die G132-3.3MW für IEC IIA, das erste Modell einer 3MW-Turbinenplattform. Ein erster Prototyp ist für Mitte 2016 angekündigt. Die zwei Modelle sind eine Weiterentwicklung des Hochgeschwindigkeits-Antriebsstrangkonzepts von Gamesa.

Bei Senvion können sich Messebesucher über eine neue 3.4MW 3.4M140 EBC Schwachwind-Turbine informieren, die für IEC IIIA mit einem der größten 140 Meter Rotordurchmesser in dieser Onshore-Klasse entwickelt wird. Ein Prototyp ist für 2017 geplant.

Siemens wird in Hamburg das Getriebemodell SWT-2.3-120 mit einer spezifischen Nennleistung von nur 203W/m2 speziell für den US-Markt vorstellen. Neu für deutsche Standorte ist die 3,3MW-Windturbine SWT-3.3-130 mit Direktantrieb. „Wir registrieren in Deutschland und anderen europäischen Onshore-Märkten eine zunehmende Nachfrage nach Windturbinen für mittlere und schwache Windverhältnisse und besondere Standortbedingungen,“ erläutert Thomas Richterich, Geschäftsführer Onshore bei Siemens Wind Power. „Unsere Antwort ist ein breites Windturbinen-Portfolio mit entsprechenden zukunftsgerichteten Betriebsstrategien.“

General Electric (GE) wird die Fachbesucher der Weltleitmesse über Neuerungen seiner 2MW- und 3MW-Turbinenplattformen informieren. Das Angebot an neuen Anlagen umfasst unter anderem ein 3,2MW-Modell mit der Bezeichnung 3.2-130 für IEC IIIA und zwei 3,4MW-Modelle mit den Rotordurchmessern 130 Meter (IEC IIB) bzw. 137 Meter (IEC IIIB). Von der 2,0 bis 2,3MW Plattform wird am häufigsten die Ausführung GE 2.0-116 verkauft.

Vestas hat eine 900kW-Konzeptturbine mit vier Rotoren installiert und wird die erwarteten Vorteile dieses Konzepts im Hinblick auf Skalierbarkeit, Markterschließung und Zukunftsaussichten auf der WindEnergy Hamburg näher erläutern. Auch das Schwachwind-Modell V136-3.45MW und der Stahlturm „Large Diameter Steel Tower“ sind Neuheiten. „Die WindEnergy Hamburg wird von unseren Kunden aus aller Welt mit Begeisterung begrüßt, und wir freuen uns darauf, unsere neuesten Technologie- und Service-Lösungen zu präsentieren,“ sagt Nils de Baar, Präsident von Vestas Business Unit Central Europe.

Darüber hinaus bildet die Weltleitmesse für Windenergie die gesamte Wertschöpfungskette ab: Aussteller mit Logistik-, Fundament- und anderen Komponenten-Angeboten speziell für Onshore sind vertreten bis hin zu Arbeitssicherheit, Optimierung von Windparks, Wartung und Reparatur. Dasselbe gilt für die Offshore-Branche.

WindEnergy Hamburg und HUSUM Wind

Die WindEnergy Hamburg findet vom 27. bis 30. September 2016 auf dem Gelände der Hamburg Messe statt. Die Weltleitmesse für die Onshore- und Offshore-Windbranche bildet den internationalen Markt mit der gesamten Wertschöpfungskette ab. Sie ist der Treffpunkt für Entscheider der Energiewirtschaft aus aller Welt. Die HUSUM Wind wird vom 12. bis 15. September 2017 im Windpionierland Schleswig-Holstein an der deutschen Nordseeküste ausgerichtet. Die Messe legt ihren Schwerpunkt auf den deutschsprachigen Markt. Sie steht als traditionsreicher Treffpunkt für einen intensiven Austausch der Branche und für praxisorientierten Mehrwert. Weitere Informationen finden Sie unter windenergyhamburg.com und husumwind.com

PM: WindEnergy Hamburg

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