Ergebnisse des Offshore-Windmessungen-Forschungsprojekts präsentiert

Offshore-Windenergiebranche braucht langfristig Sicherheit bei Netzanbindung / Foto: HB

Großes Interesse an Offshore-Windmessungen bei FINO-Wind Abschlussworkshop

(WK-intern) – UL International GmbH (UL-DEWI) hat als Forschungspartner im FINO-Wind-Projekt (Forschungsplattformen in Nord- und Ostsee) den Abschlussworkshop organisiert.

Dabei wurden die wichtigsten Ergebnisse des Offshore-Wind-Forschungsprojekts präsentiert und die rund 45 Gäste tauschten sich in einer Diskussion aus.

Im Gauss-Saal des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hielten Projektbeteiligte Vorträge zu den einzelnen Arbeitspaketen, darunter, als zentraler Punkt, die neue Datenprüfroutine ValidatF und deren Einsatz. Weitere Themen waren Qualitätsanforderungen an Offshore-Windmessungen sowie neue Erkenntnisse zur Meteorologie im Offshore-Bereich. Darüber hinaus wurde ein Einblick in die neue Datenbankstruktur gegeben, über welche die Daten den Nutzern zur Verfügung gestellt werden.

Ein praktisches Beispiel für die Nutzung dieser Daten gab eine Gastpräsentation des Projektes EWeLiNE, welches an der Erstellung innovativer Wetter- und Leistungsprognosemodelle für die Netzintegration wetterabhängiger Energieträger arbeitet. Dieses lobte insbesondere die Kontinuität der Form, in welcher die Daten zur Verfügung gestellt werden, da dies die Arbeit erheblich erleichtere.

Der Workshop gab den Teilnehmern die Gelegenheit, sich über die Ergebnisse und Methodik zu informieren und direkt mit den Projektpartnern auszutauschen. Schwerpunkte in den lebendigen Diskussionsrunden waren zum einen die Vereinheitlichung der Datenerhebung, des Messaufbaus und der Mastkorrektur. Zum anderen zeigte sich auch ein großes Interesse an neuen Erkenntnissen zu den Charakteristika der maritimen Atmosphäre in Nord- und Ostsee sowie an der Bestimmung von Einflüssen durch den Bau neuer Offshore-Windparks auf die Messungen.

Zum Hintergrund des FINO-Projekts:
Der Ausbau der Offshore-Windenergie gehört zu den erklärten Zielen der Bundesregierung. Um ein besseres Verständnis der Offshore-Klimatologie sowie der maritimen Flora und Fauna zu erlangen, wurden zwischen 2003 und 2009 drei Forschungsplattformen in Nord- und Ostsee (FINO 1, 2 & 3) errichtet. An ihren etwa 100 Meter hohen Gittermasten werden in verschiedenen Höhen die wichtigsten meteorologischen Parameter – insbesondere Windgeschwindigkeit und Windrichtung – erfasst.
Das Projekt FINO-Wind wurde im Dezember 2012 mit dem Ziel aufgelegt, eine standardisierte Bereitstellung der Windmessdaten der FINO Forschungsplattformen zu ermöglichen. Vorrangiges Ziel ist die bessere Vergleichbarkeit der Daten und eine konsistente Ablage der Messergebnisse in der FINO-Datenbank die am Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) betrieben wird. Darüber hinaus werden auch die Ergebnisse der Windgeschwindigkeitsmessungen in Hinblick auf die Windklimata der Nord- und Ostsee verglichen. Unter der Projektleitung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) arbeiteten das BSH, UL International GmbH (UL-DEWI), das Fraunhofer IWES, der DNV GL (ehem. GL GH) und die WIND-consult GmbH (WICO) partnerschaftlich an der Erreichung dieses Ziels.
Träger des Projekts ist der Projektträger Jülich und die Finanzierung erfolgte im ersten Jahr durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktor-sicherheit (BMU) und darauffolgend durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).
About DEWI/UL International GmbH (www.dewi.de)

UL International GmbH (UL-DEWI) is one of the first service providers supporting the wind energy industry. The service portfolio has significantly expanded to meet the demands of all stakeholders. UL-DEWI has become a one-stop service provider to turbine and component manufacturers, project developers, utilities and the financial community within the industry. UL-DEWI has built up a strong global network, particularly in the key wind markets around the world. It was founded as a research institute over 25 years ago and has been part of UL (Underwriters Laboratories) since 2012. As the industry is continuously evolving, research remains an essential part of UL-DEWI. UL-DEWI currently operates two wind test sites in Wilhelmshaven, Germany and at the West Texas AM University, USA.

PM: DEWI

Bild: Offshore-Windenergiebranche braucht langfristig Sicherheit / Foto: HB

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