Südzucker errichtet 10 Megawatt Power-to-Heat-Anlage

Foto: pixabay.com / juergenPM

Verstärkte Aktivitäten im Regelenergiemarkt über den Contractingpartner Enerstorage

(WK-intern) – Der Regelenergiemarkt ist besonders für energieintensive Unternehmen interessant.

Ihre Möglichkeiten des Energiemanagements liegen bislang vor allem in der eigenen Energieproduktion durch Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK).

Andere Technologien wie zum Beispiel Power-to-Heat, mit denen aus überschüssigem Strom Wärme erzeugt wird, finden in deutschen Industrieunternehmen bislang wenig Einsatz. Dabei seien Power-to-Heat-Anlagen für energieintensive Unternehmen angesichts der steigenden Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ein technisch und wirtschaftlich aussichtsreicher Schritt in die Energiezukunft, ist Tobias Assmann, Geschäftsführer von Enerstorage, überzeugt. Hürden, die vor allem aus der Belastung durch Nebenkosten und Umlagen resultierten, würden in den nächsten 5 bis 10 Jahren abgebaut. Das verlange allein schon die Netzinfrastruktur. „Davon profitieren Unternehmen mit Power-to-Heat. Sie erhöhen nicht nur den Anteil erneuerbarer Energien an ihrem Wärmeverbrauch, sondern verfügen über große Flexibilitätspotenziale, die sie am Regelenergiemarkt anbieten können.“

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Auch für die Südzucker AG sind diese Zusatzerlöse entscheidend gewesen, die sie aus der Vermarktung ihrer neuen 10 Megawatt Power-to-Heat-Anlage am Regelenergiemarkt erzielen können. „Mit der neuen Power-to-Heat-Anlage verstärken wir unsere Aktivitäten im Regelenergiemarkt“, sagt Dr. Markus Lorenz, Werkleiter Zeitz bei Südzucker. Weil die Anlage direkt in das Dampfnetz des Verbundstandortes eingebunden ist und die produzierte Wärme jederzeit abgenommen werden kann, ist die Anlage damit ideal geeignet, Regelleistung zu erbringen. Als einer der weltweit größten Zuckerproduzenten und einer der größten Nahrungsmittelkonzerne in Deutschland hat Südzucker einen ganzjährig großen Wärmebedarf, der künftig stärker mit Überschussstrom gedeckt wird. Erneuerbar erzeugter Strom ersetzt hierbei fossile Rohstoffe wie Kohle, Gas und Heizöl.

Contractingpartner von Südzucker ist Enerstorage. „Power-to-Heat-Contracting ist für die Unternehmen ein einfacher und risikofreier Einstieg in die Vermarktung von Flexibilitäten am Regelenergiemarkt“, erklärt Tobias Assmann, den Erfolg des Enerstorage Contractingmodells. Sein Unternehmen ist eines der ersten, das Flexibilitäten aus großen industriellen Power-to-Heat-Anlagen mit mindestens 10 Megawatt am Regelenergiemarkt anbietet. Enerstorage übernimmt den gesamten Prozess von der Planung, der Finanzierung bis zu Betrieb und Vermarktung der Anlage. Je nach Wunsch des Contractingpartners sind hierbei verschiedene Grade der Verantwortung und Beteiligung möglich.

„Es sind deutlich mehr Standorte für Power-to-Heat geeignet als gedacht“
Tobias Assmann weist regelmäßig auf die ungenutzten Potenziale von Power-to-Heat für energieintensive Unternehmen hin. Bisher bieten erst wenige ihre theoretischen möglichen Flexibilitäten am Regelenergiemarkt an. Dabei sind die Kriterien für die Errichtung einer Power-to-Heat-Anlage überschaubar:

  • Um eine Anlage mit einer Leistung von mindestens 10 Megawatt zu betreiben, braucht es einen großen Wärmebedarf des Unternehmens oder eines angeschlossenen Fernwärmenetzes.
  • Auch ein entsprechend dimensionierter Stromanschluss von mindestens 10 Megawatt freier Anschlussleistung muss zur Verfügung stehen.
  • Der Lastgradient sollte bei 2 Megawatt pro Minute liegen, um am Sekundärregelenergiemarkt teilzunehmen. Dazu reicht zum Teil die Mittelspannung aus. Meist arbeitet Enerstorage jedoch mit einem Netzanschluss von 110 Kilovolt.
  • Der Platzbedarf selbst ist zu vernachlässigen. Eine Power-to-Heat-Anlage lässt sich gut in den Bestand integrieren. Ein gegebenenfalls neu zu errichtendes Kesselhaus hat eine Grundfläche von rund 60 Quadratmeter.

Mit Blick auf diese K.o.-Kriterien betont Tobias Assmann: „Es sind deutlich mehr Standorte für Power-to-Heat geeignet als gedacht. Am häufigsten unterschätzen Unternehmen die Möglichkeit der elektrischen Dampferzeugung. Sie ist seit mehr als 50 Jahren eine bewährte Technologie in der Energieversorgung.“

Über ENERSTORAGE

ENERSTORAGE ist Pionier für Power-to-Heat (PtH) im industriellen Maßstab. Seit 2012 konzipiert, finanziert und vermarktet das Unternehmen PtH-Anlagen an Industriestandorten mit großem Wärmebedarf von mindestens 10 Megawatt. Daneben realisiert ENERSTORAGE weitere Flexibilitätspotenziale von industriellen Kraftwerken und vermarktet sie im Regelleistungsmarkt.
Neben Projektentwicklung, -umsetzung und Vermarktung von PtH-Anlagen, hat ENERSTORAGE mit seiner Dienstleistung als Projektinvestor ein Geschäftsmodell entwickelt, das im deutschen Markt bislang einzigartig ist. Über das ENERSTORAGE PtH-Contracting erzielen Unternehmen sofort nachhaltige Zusatzerlöse ohne eigenes Investment. Zudem sind sie mit ihrer PtH-Anlage ein wichtiges Bindeglied zwischen Wärmeversorgung und Stromnetz und tragen als industrieller Vorreiter zur Regelung der Stromnetze und zum Gelingen der Energiewende bei.
Seit 2013 ist ENERSTORAGE Teil der mittelständischen Unternehmensgruppe Thyssen´schen Handelsgesellschaft (THG). Mehr unter http://ENERSTORAGE.de

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