Der achte Solarcup auf der Zielgeraden

Spannung beim "Lichtfresser-Rennen des Jahres". / Foto: artefact
Spannung beim “Lichtfresser-Rennen des Jahres”. / Foto: artefact

Anmeldeschluss zum Schleswig-Holstein-Solarcup: wer macht das Rennen am 19. Juni?

(WK-intern) – Kommt es zum großen Show down zwischen Vulcanus und den Terror Tussies?

Wenn die Fahrzeuge so kreativ sind wie die Namen, können sich die Besucher der achten Landesmeisterschaften im Solarmobilbau wieder auf einige Überraschungen freuen.

Während einige Teams mit martialischen Namen wie Streetking aus Satrup die Konkurrenz beeindrucken wollen, setzen „the turtle“ und „die Milchbubis“ aus Kronshagen lieber auf understatement, um in der Ultraleichtklasse einen Überraschungscoup zu landen. Noch vor Ende des Anmeldeschlusses am 1. Juni ist klar, dass der 2009 erstmals initiierte Schleswig-Holstein Solarcup von Jahr zu Jahr weitere Kreise zieht. „Schon jetzt haben sich mehr als 70 Teams angemeldet“ freut sich Britta Noruschat vom Organisationsteam im Zentrum für nachhaltige Entwicklung in Glücksburg, gemeinsam mit den Sponsoren vom Verein zur Förderung der Energiewende, der Nospa, gp joule, FeCon, SEA und der IG Metall. „Wir wollen den Kindern und Jugendlichen mit dem Wettbewerb Naturwissenschaften und Technik mit echten Erfolgserlebnissen nahebringen, aber auch soziale Kompetenzen fördern.“ so Werner Kiwitt von artefact. So sind in diesem Jahr in Schleswig-Holstein ebenso wie in elf anderen deutschlandweiten Regionalrennen in der Ultraleichtklasse nur Karosserie aus nachwachsenden Rohstoffen erlaubt. In der Kreativklasse sind Müll und Recyclingprodukte angesagt. Dazu gibt´s im Land zwischen den Meeren exklusiv heiße Rennen auf dem Wasserkanal in der Solarbootklasse, in der die Jury weitere Pokale nach Schnelligkeit und Originalität vergibt.

Doch wer so weit kommen will, muss wochenlang im Team tüfteln und testen: bis zu acht Solarzellen sind je nach Startklasse zu verschalten mit Getrieben und Motor, die älteren Daniel Düsentriebs müssen viermal mithilfe eines Kondensators eine Tunneldurchfahrt auf der 10 -Meter-Bahn meistern. Dass dies richtig Spaß machen kann, scheint sich herumzusprechen. „Bei den Anmeldungen haben wir nicht nur erfahrene Wiederholungstäter wie die deutschen Vizemeisterinnen aus Hohenwestedt, sondern erstmals Teams von Schulen aus Dithmarschen, Neumünster, Henstedt-Ulzburg und Itzehoe. Das könnte eng werden für die Pokalverteidiger.“ Wer noch selber mitmischen oder als Solarfan die Teams anfeuern möchte, findet alle Informationen unter artefact.de .

Bei der NDR Landpartie in Rendsburg am 28. und 29. Mai gibt es noch die Möglichkeit der last-minute-Anmeldung. Der Landes-Solarcup findet mit allen Vor- und Finalläufen und Posterpräsentationen am 19.Juni im artefact Powerpark in Glücksburg statt.

Zusatzinfos:
Seit März können Jungen und Mädchen wieder landesweit experimentieren beim Bau kleiner Solarfahrzeuge, die mit vorgefertigten Komponenten , vor Allem aber eigenen Ideen und viel Fingerfertigkeit zu erstellen sind. Seit 2009 organisiert das Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, diesen bundesweit einzigartigen Nachwuchswettbewerb, der das Interesse an Naturwissenschaften aber auch nachhaltiger Zukunftsgestaltung in alle Schulen im echten Norden trägt. Hunderte von Teams zehn- bis achtzehnjähriger Kinder und Jugendlicher waren bereits in den letzten Jahren aktiv und fochten spannende Wettbewerbe um Preise und Pokale aus. Höhepunkt ist stets der Show down im Juni, wenn die Teams in verschiedenen Startklassen und Altersgruppen mit ihren „Lichtfressern“ bei den Vor- und Finalläufen gegeneinander antreten. Die Schnellsten werden auf der 2x 10 Meter-Bahn ermittelt, die Kreativsten führen ihre originell oder witzig gestalteten Sonnenmobile einer Jury vor, während sich die Solarboot-Bauer auf einer Wasserbahn messen. „Teilnehmerzahl und Begeisterung nehmen von Jahr zu Jahr zu.“ berichtet der Initiator, Werner Kiwitt von artefact. Dazu haben sicherlich auch die Erfolge der Landesbesten bei den Deutschen Meisterschaften beigetragen: so rasten zwei dreizehnjährige Mädchen aus Hohenwestedt mit ihrem Solarflitzer „Herby Ella“ im SolarMobil-Finale in Karlsruhe bis zur Vizemeisterschaft. „Da sind wir gespannt, wer unsere Pokalsieger in diesem Jahr herausfordern kann!“

artefact gemeinnützige GmbH

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