AtomkraftgegnerInnen haben ein Problem: es macht einfach keinen Spaß, Recht zu behalten

Jochen Stay, Sprecher von .ausgestrahlt / Foto: Bente Stachowske
Jochen Stay, Sprecher von .ausgestrahlt / Foto: Bente Stachowske
Jochen Stay, Sprecher von .ausgestrahlt / Foto: Bente Stachowske

Lesen, handeln und weiterschicken!

(WK-intern) – Liebe LeserInnen,

wir AtomkraftgegnerInnen haben ein Problem: es macht einfach keinen Spaß, Recht zu behalten. Denn wenn unsere Warnungen eintreten, dann ist das ja meist eine schlechte Nachricht:

Ja, der Super-GAU ist nicht nur eine theoretische Möglichkeit. Ja, das Bergwerk Asse ist nicht geeignet, um dort Atommüll einzulagern. Und jetzt: Ja, es wäre sinnvoll gewesen, den AKW-Betreibern rechtzeitig das Geld für die Folgekosten der Atomkraft abzunehmen, so lange noch mehr zu holen war.

Jetzt sehen es zwar fast alle so. Doch jetzt soll die Allgemeinheit haften. Jahrzehntelang wurde die Forderung der Anti-Atom-Bewegung nach einem öffentlich-rechtlichen Fonds abgelehnt. Wie gesagt: Es macht einfach keinen Spaß, Recht zu haben.

Dass auch bei der jetzigen wirtschaftlichen Situation der Stromkonzerne deutlich mehr drin gewesen wäre, als die Atom-Finanz-Kommission nun beschlossen hat und was sonst von deren Ergebnis zu halten ist, kannst Du hier in unserer Analyse lesen.

Und klar, bei allen eklatanten Mängeln sehen wir schon auch: Ohne den Protest vieler und ohne unser beharrliches Drängen hätte es noch nicht einmal einen Fonds mit 23 Milliarden gegeben. Das wiederum ist dann doch ein klein wenig erfreulich. Aber zufrieden geben werden wir uns damit nicht.

Herzliche Grüße
Jochen Stay
und das ganze .ausgestrahlt-Team
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Weitere Themen in diesem Newsletter
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2. Atommüll-Kommission: Ein gescheiterter Neustart
3. Mehr als 10.000 demonstrieren zum Tschernobyl-Jahrestag
4. Prominente zu 5 Milliarden Brennelementesteuer
5. .ausgestrahlt auf der Kulturellen Landpartie im Wendland
6. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand
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2. Atommüll-Kommission: Ein gescheiterter Neustart
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Neben der Atom-Finanz-Kommission gibt es noch eine zweite: Die Atommüll-Kommission tagt seit zwei Jahren und soll Vorschläge für die Überarbeitung des Endlagersuchgesetzes machen. Bis Juni hat sie Zeit, ihren Bericht vorzulegen. Für Ende April hatte sie zu einer öffentlichen Konsultation über ihren Berichts-Entwurf eingeladen, doch wesentliche Teile des Berichts lagen noch gar nicht vor.

76 Umweltverbände und Anti-Atom-Initiativen, darunter Greenpeace, Robin Wood, Umweltinstitut München, IPPNW, BI Lüchow-Dannenberg, AG Schacht Konrad und .ausgestrahlt haben gemeinsam erklärt, warum sie dieser Veranstaltung fern bleiben.
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3. Mehr als 10.000 demonstrieren zum Tschernobyl-Jahrestag
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30 Jahre Tschernobyl, ein Anlass für zahlreiche Mahnwachen, Veranstaltungen und Demonstrationen. Insgesamt gingen rund um den Jahrestag mehr als 10.000 Menschen auf die Straße. Eine Bildergalerie mit Fotos von den Protesten findest Du hier.
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4. Prominente zu 5 Milliarden Brennelementesteuer
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Tatort-Schauspieler Andreas Hoppe, Energieökonomin Claudia Kemfert, Kabarettist Markus Barwasser, Filmregisseurin Doris Dörrie und andere: Wir haben prominente ZeitgenossInnen gefragt, ob sie eine bessere Idee für die Verwendung von 5 Milliarden Euro haben, als damit den AKW-Betreibern die Brennelementesteuer zu erlassen. Unten auf folgender Seite ihre Antworten.
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5. .ausgestrahlt auf der Kulturellen Landpartie im Wendland
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Entstanden aus dem Widerstand gegen die Atomprojekte in Gorleben und diesem immer noch fest verbunden ist die Kulturelle Landpartie im Wendland zwischen Himmelfahrt und Pfingsten. Dieses größte selbstorganisierte Kulturfestival Norddeutschlands, verteilt auf 120 „Wunderpunkte“ in wunderschönen wendländischen Dörfern, vergisst eben auch nicht die „wunden Punkte“ der Region.

.ausgestrahlt ist mit von der Partie mit der Ausstellung „Fukushima, Tschernobyl und Wir“ in Klein Witzeetze und in Salderatzen – und natürlich auf der großen „Kulturellen Widerstandspartie“ am Freitag, 13. Mai an den Atomanlagen in Gorleben. Sehen wir uns?
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6. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand
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7. Mai: Demonstration in Philippsburg anlässlich der gefälschten Kontrollen im AKW.

21. Mai: Autobahnaktionstag Jülich-Ahaus anlässlich der geplanten Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus oder in die USA.

Höchst empfehlenswert ist die „Gorleben-Rundschau“, das alle zwei Monate erscheinende Magazin der BI Lüchow-Dannenberg, inzwischen mit jeweils 32 informativen Seiten. Kostenloses Abo.

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.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation. Wir unterstützen AtomkraftgegnerInnen, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen. Mit diesem Newsletter informieren wir über Kampagnen, Aktionen und politische Entwicklungen.

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