Jetzt lohnt sich ein Stromvergleich

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mast(WK-intern) – In den kommenden Jahren soll Strom in Deutschland komplett aus erneuerbaren Energien, wie Sonnenenergie und Windkraft stammen. Einige Landkreise haben es schon geschafft, gut ein Drittel des Strombedarfs durch erneuerbare Energien zu decken. Die Windenergie wird in der Bundesrepublik stark ausgebaut. Es sind große Windparks geplant, die mehrere Millionen Kilowattstunden erzeugen können. Der Gesetzesentwurf über die Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetz, der den zukünftigen Ausbau der Windenergie enthält, stößt bei den Verbänden allerdings auf Widerspruch.

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Demach sollen Neuanlagen keine Einspeisevergütung mehr erhalten, wenn wegen einer Netzüberlastung des Stroms Windräder abgeschaltet werden müssen. Dies ist in der Praxis oft der Fall. Für die Verbraucher ändert kaum etwas. Der Strom bleibt in Deutschland teuer. Fakt ist, die Deutschen zahlen für Strom so viel, wie nie zuvor. Das ergab eine Analyse des Portals TopTarif. Pro genutzte Kilowattstunde zahlen Verbraucher rund 30 Cent. Vor einem Jahr lag der Strompreis weit unter der 30 Cent. Besonders Personen, die in der Grundversorgung ihres lokalen Stromanbieters sind, müssen tief in die Tasche greifen. Ein Vergleich der Anbieter und der ausgeschriebenen Tarife lohnt sich. Dadurch kann eine mehrköpfiger Haushal mehrere Hundert Euro pro Jahr sparen.

Anbieter online vergleichen

Mit einem Wechsel des Stromversorgers können Verbraucher rund 30 Prozent der jährlichen Kosten sparen. Im Internet gibt es unabhängige Portale, die einen kostenlosen Stromanbieter-Vergleich zur Verfügung stellen. Der Vergleich lohnt sich nicht nur, um den preiswertesten Tarif ausfindig zu machen. Mit verschiedenen Suchfunktionen lassen sich verbraucherfreundliche Angebote filtern, die geringe Laufzeiten und Kündigungsfristen haben und eine Preisgarantie gewährleisten. Weiterhin vergeben die Stromanbieter an Neukunden Boni, die im ersten Vertragsjahr für weitere Nachlässe von bis zu 25 Prozent sorgen. Der Anbietervergleich erfolgt schnell. Nur wenige Angaben sind nötig:

  • Postleitzahl
  • Haushaltsgröße (wie viele Personen)
  • Stromverbrauch des letzten Jahres
  • oder Durchschnittswert des Stromverbrauchs

Weitere Suchkriterien helfen, um Angebote mit Ökostrom, Windkraft und andere Erneuerbaren Energien herausfinden.

Durchschnittswerte des jährlichen Stromverbrauchs laut dem offiziellen Stromspiegel:
Einpersonenhaushalt – 3.000 kWh
Zweipersonenhaushalt – 3.500 kWh
Dreipersonenhaushalt – 4.400 kWh
Vierpersonenhaushalt – 5.000 kWh
Fünfpersonenhaushalt – 6.300 kWh

Was beim Stromwechsel beachten?

Ein Wechsel ist jederzeit und risikofrei durchführbar. Sobald der neue Stromanbieter gefunden ist und ein Vertrag zustande kommt, kümmert sich dieser um den Wechsel. Er informiert den alten Versorger über die Kündigung. Verbraucher müssen nichts weiter zu tun. Bis der Wechsel vollzogen ist, vergehen meistens mehrere Wochen. In dieser Zeit werden Kunden vom alten Stromanbieter weiterhin mit Energie versorgt. Er ist dazu laut der Stromgrundversorgungsordnung gesetzlich verpflichtet. Technische Arbeiten oder ein anderer Zähler sind nicht notwendig. Auch entstehen keine Wechselgebühren.

Im Falle einer Preiserhöhung während eines laufenden Vertrags können Verbraucher das Sonderkündigungsrecht nutzen. In diesem Fall müssen sie die Kündigung schriftlich beim Versorger einreichen. Da die Kündigungsfrist ab Zeitpunkt der Erhöhung nicht mehr als 14 Tage beträgt, sollten Kunden die Kündigung nicht vom neuen Anbieter durchführen lassen. Sonst können sie nicht sicherstellen, dass der Vertrag endet. Musterkündigungen finden sich im Internet zum Download.

Vertragliche Regelungen mit dem Stromanbieter
Verbraucher sollten keine langen Laufzeiten vereinbaren. Maximal ein Jahr sollte der Vertrag gehen. Die Kündigungsfrist sollte maximal vier Wochen betragen.
Bei Supersparangeboten sind die Preise nicht richtig kalkuliert. Diese Verträge gewährleisten in der Regel keine Preisgarantie. Verbraucher müssen während der Laufzeit mit Preiserhöhungen rechnen.

Vorsicht geboten ist bei Festpreisangeboten mit Vorkasse. Verbraucher sollten diese Verträge meiden. Der Grund: Bekannte Versorger, wie Flexstrom, sind insolvent gegangen. Kunden die Tarife mit günstiger Vorkasse abgeschlossen hatten, sahen das gezahlte Geld nie mehr.

Bei Paketpreisen vereinbaren Kunden mit dem Stromanbieter eine bestimmte Menge Strom. Dafür zahlen sie einen festgelegten Preis. Allerdings ist der Strompreis über ein ganzes Jahr schwer kalkulierbar. Verbrauchen die Kunden mehr, müssen sie auf die zusätzlichen Kilowattstunden Strom einen hohen Aufpreis zahlen. Verbrauchen sie weniger, verfällt der genutzte Strom. Sie erhalten keine Gutschrift oder Rückerstattung der gezahlten Beiträge. Deshalb ist es ratsam, das Kleingedruckte zu lesen, um nachträgliche Überraschungen zu vermeiden.

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