Zweiter Abschnitt der Westküstenleitung kann gebaut werden

Energiewendeminister Habeck: „Wir treiben den Netzausbau in Schleswig-Holstein konsequent voran.“

(WK-intern) – Der Netzausbau in Schleswig-Holstein kommt voran.

Für den zweiten Abschnitt der 380-kV Westküstenleitung hat das Amt für Planfeststellung Energie nun den Planfeststellungsbeschluss erlassen.

Damit kann auch dieser Abschnitt gebaut werden. „Das ist ein bedeutender Schritt, um die Hauptschlagader der Energiewende in Schleswig-Holstein zu realisieren. Die Westküstenleitung ist eines der zentralen Infrastrukturprojekte im Land“, sagte Habeck heute (31. Mai 2016).

„Wir haben in Schleswig-Holstein beim Netzausbau unsere Hausaufgaben gemacht und die Planungen konsequent und zügig vorangetrieben. Der Bund sollte diesem Beispiel folgen. Statt Netzengpassgebiete einzuführen sollte er den gesetzlich festgelegten Netzausbau endlich umsetzen“, betonte Habeck.

Der Planfeststellungsbeschluss des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein – Amt für Planfeststellung Energie – wurde am 30.05.2016 (Az.: AfPE L-667.02-PFV 380-kV-Ltg Süderdonn – Heide West) für das Bauvorhaben Neubau der 380-kV Freileitung Süderdonn – Heide/West (LH-13-318) der TenneT TSO GmbH zwischen den Umspannwerken Süderdonn und Heide/West erlassen.

Es handelt sich hierbei um den zweiten planfestgestellten Abschnitt der Westküstenleitung mit einer Länge von 23 Kilometern. Die bestehende 110-kV Freileitung Ostermoor/Ost – Heide der SH Netz wird praktisch auf der gesamten Länge auf dem Gestänge der 380-kV Freileitung mitgenommen. Dadurch kann die bestehende 110-kV Freileitung nach Inbetriebnahme dieses Abschnitts der Westküstenleitung zur Entlastung der Region zurückgebaut werden.

Der Netzverknüpfungspunkt Umspannwerk Süderdonn befindet sich bereits im Bau. Gegenstand dieses Planfeststellungsbeschlusses ist zudem die baurechtliche Genehmigung des Umspannwerkes Heide/West, das westlich der Gemeinde Lieth bei Hemmingstedt errichtet werden wird.

Habeck betonte: „Mit diesem Freileitungsabschnitt werden die Erneuerbaren Energien aus Schleswig-Holstein spürbar besser in das Höchstspannungsnetz eingebunden. Transportkapazität und Netzstabilität ab dem neuen bedeutenden Netzverknüpfungspunkt Heide/West nach Brunsbüttel werden nachhaltig erhöht.“ Mit dem zwischenzeitlich planfestgestellten Ersatzneubau der 110-kV Freileitung Süderdonn – Marne/West sowie dem derzeit betriebenen Planfeststellungsverfahren zum Ersatzneubau der 110-kV Freileitung Heide – Strübbel werde zusammen mit dem hier genehmigten Abschnitt der Westküstenleitung ein leistungsfähiges Netz zur Aufnahme der Erneuerbaren Energien in der Region geschaffen.

Mit der Umsetzung des Vorhabens wird seitens der TenneT TSO GmbH in Kürze begonnen werden. Die Bauleistungen sind bereits ausgeschrieben.

Das Gesamtvorhaben Westküstenleitung ist im Genehmigungsverfahren bereits sehr weit fortgeschritten. So liegt für den Abschnitt 3 Umspannwerk Heide West – Umspannwerk Husum / Nord derzeit der überarbeitete Plan zur öffentlichen Einsichtnahme aus. Für den nördlich daran anschließenden Abschnitt 4 Umspannwerk Husum / Nord – Niebüll werden die eingegangenen Stellungnahmen und Einwendungen bearbeitet. Dabei geht es vor allem um eine optimierte Planung, die Anregungen der Betroffenen soweit möglich nachkommt.

Hintergrund

Nahezu die Hälfte des in Schleswig-Holstein erzeugten Windstroms wird heute und in Zukunft an der Westküste produziert. Der Bau der 380-kV Leitung von Brunsbüttel nach Niebüll ist daher eines der zentralen Infrastrukturprojekte in Schleswig-Holstein. Die Westküstenleitung ist Teil des gesetzlich festgelegten Netzausbaukonzepts für Schleswig-Holstein. Für ihren Bau ist TenneT als der für Schleswig-Holstein verantwortliche Höchstspannungsnetzbetreiber zuständig. Die etwa 150 Kilometer lange Leitung soll im Jahr 2019 auf allen vier Abschnitten in Betrieb gehen.

Der erste Abschnitt der Leitung befindet sich bereits im Bau und soll in Kürze fertiggestellt werden. Für den dritten Abschnitt soll Ende des Jahres der Planfeststellungsbeschluss kommen. Im Bau befindet sich ebenfalls die Mittelachse bis Audorf. Planfestgestellt wurde außerdem bereits Nordlink, das als Seekabel nach Norwegen führen soll. Zudem wurden diverse 110-kv Leitungen planfestgestellt, ein Teil davon ist bereits gebaut.

PM: Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Schlewig-Holstein

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