Auswirkungen der EEG-Novelle 2016 auf virtuelle Kraftwerke

Die e2m veröffentlicht ein Positionspapier zur Bedeutung von virtuellen Kraftwerken (VKWs) und Biomasse im zukünftigen Energiesystem Deutschlands. / Pressebild: e2m
Die e2m veröffentlicht ein Positionspapier zur Bedeutung von virtuellen Kraftwerken (VKWs) und Biomasse im zukünftigen Energiesystem Deutschlands. / Pressebild: e2m
Die e2m veröffentlicht ein Positionspapier zur Bedeutung von virtuellen Kraftwerken (VKWs) und Biomasse im zukünftigen Energiesystem Deutschlands. / Pressebild: e2m

Die e2m veröffentlicht ein Positionspapier zur Bedeutung von virtuellen Kraftwerken (VKWs) und Biomasse im zukünftigen Energiesystem Deutschlands.

(WK-intern) – Der steigende Anteil fluktuierender Stromerzeugung durch Wind- und Solarkraft führt zu einem höheren Bedarf an regelbaren Erzeugungstechnologien.

Nur so können die übergeordneten energiewirtschaftlichen Ziele Systemstabilität, nachhaltige Erzeugung und Kosteneffizienz erreicht werden.

Virtuelle Kraftwerke bieten durch die Bündelung von regelbaren Technischen Einheiten („TE“), wie z.B. biogasbetriebene Blockheizkraftwerke (BHKW), flexible Lasten und Speichersysteme eine innovative Lösung für genau diese Herausforderungen:

  • Die Biomasse ist aufgrund der Flexibilität von Biogas-BHKW wesentlicher Teil des virtuellen Kraftwerks und ist dazu in der Lage durch die Erbringung von Regelleistung, Systemdienstleistungen (SDL) und Maßnahmen im Erzeugungs- und Lastmanagement Systemstabilität  zu gewährleisten.
  • Durch Verdrängung fossiler Kapazitäten aus dem Erzeugungsmix und Vermeidung von Einspeisemanagement-Maßnahmen durch eine flexible Fahrweise der Biogasanlagen kann ein signifikanter Klimanutzen  erzielt werden.
  • Nicht zuletzt führt eine Reduzierung von erforderlichen Redispatch- und Netzausbaumaßnahmen zu einer Erhöhung der gesamtwirtschaftlichen Kosteneffizienz.

Der aktuelle Referentenentwurf zum EEG 2016 erkennt diese systemrelevante Bedeutung von Biogas nicht und führt nicht nur zu einem Ausbaustopp, sondern auch zu einem drastischen Rückbau des bestehenden Anlagenparks. Wir plädieren deshalb dafür, dass:

  • die Förderung von Biomasseanlagen und vor allem deren Flexibilisierung in der EEG-Novelle (und nicht im Rahmen einer Verordnungsermächtigung) geregelt wird;
  • die Anschlussförderung von hochflexiblen Biomasseanlagen (Bestand) in Ausschreibungsverfahren so ermittelt wird, dass ein sicheres Betreiben unter Berücksichtigung der Einsatzstoffkosten möglich ist;
  • das Ausschreibungsvolumen (Bestands- und Neuanlagen) erhöht wird;
  • die Rolle von Biomasseanlagen bei der Erbringung von Systemdienstleistungen aus Virtuellen Kraftwerken anerkannt und gestärkt wird.

Lesen Sie hier das komplette Positionspapier der e2m.

PM: e2m

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