Industrie 4.0: Wir liefern Lösungen für den Mittelstand!

Bildunterschrift: Rainer Kölmel, Geschäftsführer Huber Verlag für Neue Medien (2.v.l.), und Redaktionsleiterin Beate Heider überreichten den Industriepreis an Günter Korder, Geschäftsführer Operations der it's OWL Clustermanagement GmbH (1.v.r.) und Herbert Weber, Geschäftsführer Marketing der it's OWL Clustermanagement GmbH (2.v.r.).
Bildunterschrift: Rainer Kölmel, Geschäftsführer Huber Verlag für Neue Medien (2.v.l.), und Redaktionsleiterin Beate Heider überreichten den Industriepreis an Günter Korder, Geschäftsführer Operations der it's OWL Clustermanagement GmbH (1.v.r.) und Herbert Weber, Geschäftsführer Marketing der it's OWL Clustermanagement GmbH (2.v.r.).
Bildunterschrift: Rainer Kölmel, Geschäftsführer Huber Verlag für Neue Medien (2.v.l.), und Redaktionsleiterin Beate Heider überreichten den Industriepreis an Günter Korder, Geschäftsführer Operations der it’s OWL Clustermanagement GmbH (1.v.r.) und Herbert Weber, Geschäftsführer Marketing der it’s OWL Clustermanagement GmbH (2.v.r.).

37 Partner von it´s OWL zeigen ihre Innovationen (Halle 16 A04)

(WK-intern) – Industrie 4.0 gilt als wesentlicher Treiber für Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit im verarbeitenden Gewerbe.

Im Technologie-Netzwerk it’s OWL – Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe – werden konkrete Lösungen und Technologien für intelligente Produkte und Produktionsverfahren entwickelt, die Unternehmen einfach und schnell nutzen können.

Beispiele zeigen 37 Unternehmen und Forschungseinrichtungen auf dem OWL Gemeinschaftsstand (Halle 16 A 04). Beteiligt sind unter anderem die Weltmarktführer Beckhoff, Boge, Böllhoff, Claas, DMG Mori, KEB, Lenze, Miele, Phoenix Contact und Weidmüller sowie weitere mittelständische Technologieführer und Start-Ups.

Dr.-Ing. Roman Dumitrescu, Geschäftsführer it´s OWL Clustermanagement GmbH: „Wir entwickeln sehr erfolgreich Bausteine für Industrie 4.0 in der Praxis und bringen neue Technologien aus der Forschung in den Mittelstand. Auf der Messe zeigen wir zahlreiche Beispiele. Das Spektrum reicht von vernetzten Maschinen und intelligenten Produkten über wandlungsfähige Produktionsanlagen bis zu Assistenzsystemen und additiver Fertigung. Dabei sind auch viele neue Geschäftsideen dabei, die sich in erfolgreichen Unternehmensgründungen widerspiegeln.“ it´s OWL wurde 2012 im Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ausgezeichnet und gilt als eine der größten Initiativen für Industrie 4.0 in Deutschland.

Lösungen für Industrie 4.0 – Intelligenz ist messbar!

Dr. Peter Köhler, Vorstand Weidmüller Gruppe, konkretisiert: „Industrie 4.0 ist der Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit von Produktion am Standort Deutschland. Die Automatisierungsindustrie ist Treiber in diesem Prozess. Unsere praxisnahen Lösungen sind einfach einzubinden und führen zu erheblichen Verbesserungen. Die kontaktlose Energieübertragung von Weidmüller bietet Unternehmen beispielsweise eine Alternative zu Steckverbindungen. Dadurch wird die Zuverlässigkeit der Maschinen erhöht, Ausfälle werden vermieden, der Wartungsaufwand wird minimiert.“

Neben Weidmüller zeigen auch weitere Automatisierungsunternehmen auf dem Gemeinschaftsstand, wie produzierende Unternehmen von ihren Lösungen profitieren können. Phoenix Contact kann beispielsweise den Aufwand für das Einstellen und Umrüsten von Maschinen um 30 % reduzieren. Mit einem Baukastensystem für effiziente Antriebslösungen von Lenze ist es Unternehmen möglich, bis zu 35% Energie und Ressourcen in der Produktionslogistik zu sparen. Durch die Integration neuer Funktionen in die Automatisierungstechnik schafft Beckhoff die Voraussetzungen dafür, den Ausschuss zu verringern und die Werkzeuglebensdauer zu erhöhen.

Digitale Maschinenverwaltung und virtuelle Werkzeugmaschine

DMG MORI zeigt ganzheitliche, durchgängige Lösungen für Werkzeugmaschinen. Durch das APP-basierte CELOS®-System können die Mitarbeiter unter einer einheitlichen Oberfläche in ShopFloor und Arbeitsvorbereitung sämtliche Auftrags-, Prozess- und Maschinendaten verwalten, dokumentieren und visualisieren. Der Vorteil: 30 % Zeitersparnis beim Rüsten und ein 50 % geringerer Aufwand für die Berechnung von Technologiewerten oder das Suchen von Informationen.

Mit einer virtuellen Werkzeugmaschine lassen sich im Rahmen der durchgängigen Prozesskette Bearbeitungsprozesse exakt simulieren und damit perfekt planen. Im Spitzencluster erforscht DMG, wie in Zukunft über eine Cloud-Plattform die Arbeitsvorbereitung ganzheitlich unterstützt werden kann, wobei die virtuelle Werkzeugmaschine optimierte Fertigungsdaten liefert. Unproduktive Nebenzeiten entfallen, bei Störungen sind schnellere Reaktionen möglich. Im Projekt „Werkzeugmaschine 4.0“ werden durch die Integration von Sensoren eine intelligente Zustandsüberwachung und eine vorausschauende Wartungsplanung ermöglicht. Es entsteht ein intelligentes Frühwarnsystem, das Wartungs- und Instandhaltungsintervalle optimiert, ungeplante Stillstände vermeidet und die Maschinenverfügbarkeit signifikant erhöht.

Intelligente Landmaschinen, Hausgeräte und Kompressoren

Um die Qualität und die Effizienz des Erntevorgangs zu erhöhen, können sich die Landmaschinen von Claas eigenständig an die Bedingungen des Feldes anpassen, wie z. B. Bodenbeschaffenheit und Reifestand der Ähren. Für die optimale Abstimmung der einzelnen Prozesse werden alle Akteure – Hersteller, Lohnunternehmer und Landwirte – einbezogen. So kann Claas bis zu 50 % ungenutzter Leistung bei seinen Landmaschinen erschließen.

Ein weiteres Beispiel für intelligente Produkte sind flexible Hausgeräte für intelligente Stromnetze. Miele präsentiert auf dem Gemeinschaftsstand einen Waschtrockner, der auf schwankende Stromverfügbarkeit und -preise reagiert und seine Prozessabläufe selbständig anpasst. Ein innovatives Energiemanagement für private Haushalte ermittelt das Optimum aus Energieverbrauch, Kosten und Zeit – automatisch und komfortabel für den Kunden.

Boge Kompressoren zeigt innovative Lösungen für die Druckluftversorgung. Mit der Entwicklung des High Speed Turbo-Kompressors ist dem Bielefelder Unternehmen ein Quantensprung gelungen. Durch eine radikale Reduzierung der Bauteile und ein innovatives Konstruktionsprinzip werden entscheidende Verbesserungen erzielt. Die Folge: 100 % ölfreie Druckluft, deutlich reduzierter Materialeinsatz und höchste Effizienz sowie minimaler Wartungsaufwand. Die Gesamtkosten können um bis zu 30 % reduziert werden.

Durch falsch ausgerichtete Autoscheinwerfer können andere Verkehrsteilnehmer geblendet oder Hindernisse nicht rechtzeitig erkannt werden. Die optimale Scheinwerfereinstellung ist von Situation zu Situation unterschiedlich. Zusammen mit der Firma HELLA und der Hochschule Ostwestfalen-Lippe hat das Fraunhofer IEM einen grundeinstellungsfreien PKW-Scheinwerfer entwickelt, der eigenständig Umfeld- und Fahrzeugdaten analysiert. Der Lichtstrahl wird so jederzeit optimal ausgerichtet. Außerdem kann der Besucher den virtuellen Prototyp einer Backstraße der Firma WP Kemper erleben.

Große Geschäftspotenziale und innovative Gründungen

Aus der Zusammenarbeit im Netzwerk entstehen erfolgreiche Geschäftsideen. Seit dem Start von it´s OWL sind 25 neue Unternehmen gegründet worden, von denen sich fünf auf der Hannover Messe präsentieren. So entwickelt die Paderborner verlinked GmbH maßgeschneiderte Softwarelösungen und Cloud-Plattformen zur Vernetzung von Maschinen und technischen Geräten. Geschäftsführer Dr. Benjamin Nagel unterstreicht: „Durch unsere Mitarbeit bei it´s OWL konnten wir Kontakte zu innovativen Partnern knüpfen und erhalten Zugang zu praxiserprobten neuen Technologien. Für Start Ups wie uns bietet das Netzwerk einen großen Mehrwert und stärkt nachhaltig unsere Wettbewerbsfähigkeit.“ verlinked ist erfolgreich am Markt und beschäftigt bereits sieben Mitarbeiter. Auf der Hannover Messe präsentiert das Unternehmen am Beispiel des Wartungs- und Servicemanagements, wie Unternehmen mit der Vernetzung von Systemen und Maschinen ihre Effizienz und Produktivität erheblich steigern können.

KrauseDiMaTec bietet im Bereich der additiven Fertigungstechnologien eine Komplettlösung für die gesamte Prozesskette im Maschinen- und Anlagenbau und verwandten Branchen: von der Technologieauswahl über die Konzipierung und Konstruktion bis zur belastungsangepassten Optimierung. Darüber hinaus werden einbaufertige Bauteile und Baugruppen produziert. Aufgrund der komplexen spanenden Nacharbeit der oftmals organisch geformten Bauteile wurde dazu ein neues Verfahren entwickelt und zum Patent angemeldet. Auf der Hannover Messe werden die Vorteile der Technologie an realen Beispielen aus dem Maschinen- und Anlagenbau demonstriert.

Aus der Forschung in den Mittelstand

Mit dem innovativen it’s OWL Transferkonzept werden neue Basistechnologien aus den Projekten für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) verfügbar gemacht. Dabei geht es beispielsweise um die Bereiche Selbstoptimierung, Mensch-Maschine-Interaktion, Intelligente Vernetzung und Systems Engineering. In Transferprojekten können KMU in Kooperation mit Forschungseinrichtungen die Technologien auf ihre Anwendungen übertragen. Bis Ende 2017 werden ca. 170 solcher Projekte umgesetzt, 73 laufen bereits oder sind abgeschlossen. Konkrete Ergebnisse werden in Hannover gezeigt. So hat das Löhner Unternehmen steute Schaltgeräte mit dem Institut für industrielle Informationstechnik der Hochschule OWL Lösungen für die intelligente drahtlose Vernetzung von Schaltgeräten entwickelt. topocare aus Gütersloh, Spezialist für Hochwasserschutz und Hersteller von Deichbaumaschinen, hat mit der Fachhochschule der Wirtschaft ein Simulationsmodell entwickelt, das alle notwendigen Akteure eines realen Hochwasser-Einsatzes erfasst und zusammenbringt. Mit Hilfe einer eigenen Smartphone-App gibt es nun ein handhabbares Werkzeug. Konkret erfährt damit beispielsweise der LKW-Fahrer mit dem Sand auf dem Hänger, wann er wohin fahren soll. Dank des Projekts konnte topocare sein Geschäftsfeld um IT-basierende Dienstleistungen erweitern.

Mittelstand fit für die Digitalisierung machen

Die hervorragende Resonanz und die Rückmeldungen zeigen, dass KMU in besonderer Weise von der Zusammenarbeit im Netzwerk profitieren. Mit den Transferprojekten erhalten sie einen einfachen Zugang zu praxiserprobten Technologien. Damit leistet it´s OWL einen wichtigen Beitrag, den Mittelstand fit für Industrie 4.0 zu machen. Mit dem neuen Kompetenzzentrum für den Mittelstand in NRW werden die Aktivitäten weiter intensiviert und in die Breite getragen. Dieses bündelt seit Anfang 2016 die Forschungsansätze des Spitzenclusters it´s OWL (Intelligente Maschinen) sowie der Regionen Rheinland (Intelligente Produktionstechnik) und Metropole Ruhr (Intelligente Logistik). Als eins von zehn nationalen Kompetenzzentren des Bundeswirtschaftsministeriums hat es die Aufgabe, KMU durch praxisnahe Angebote bei der Digitalisierung von Produkten, Produktion und Prozessen zu unterstützen.

In Demo-Zentren wie der SmartFactoryOWL in Lemgo, dem Mensch-Maschine-Interaktion Transferlabor in Bielefeld und dem Systems Engineering Live Lab in Paderborn können Unternehmen neue Technologien erproben und deren Einsatzmöglichkeiten für Ihr Unternehmen ermitteln. Ausgewählte Anwendungen werden in Hannover präsentiert.

Intelligente Assistenzsysteme für die Arbeit der Zukunft

Die Digitalisierung wird auch die Arbeitswelt verändern. Intelligente Assistenzsysteme können beispielsweise die Arbeitsbedingungen verbessern. Das Institut für Systemdynamik und Mechatronik (ISyM) der Fachhochschule Bielefeld bietet dafür mit seinem Schwerpunkt „Human Mechatronics“ Anknüpfungspunkte. „Bei der Entwicklung von Produkten und Produktionsverfahren müssen technische und menschliche Aspekte gleichermaßen berücksichtigt werden. Die Fachhochschule Bielefeld kann Unternehmen dabei unterstützen und aktuelle Erkenntnisse aus Forschung und Anwendungsprojekten in den Entwicklungsprozess einbringen“, erläutert Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk, Präsidentin der Fachhochschule Bielefeld. Auf der Hannover Messe demonstriert das ISyM am Beispiel eines elastischen Roboters, wie Montagearbeiten erleichtert und Mitarbeiter unterstützt werden können.

Die Universität Bielefeld stellt ein neues Assistenzsystem für die industrielle Fertigung vor. Das Gerät erkennt Werkstücke und zeigt durch eine Projektion auf der Arbeitsfläche an, wie sie montiert werden müssen. Auch bei der Prüfung von Bauteilen unterstützt das System.

Aussteller OWL Gemeinschaftsstand

Beckhoff (Verl), BOGE Kompressoren (Bielefeld), Böllhoff (Bielefeld), Claas E-Systems (Harsewinkel), Comfortronics (Paderborn), DMG Mori (Bielefeld), Energie Impuls OWL (Bielefeld), Fachhochschule Bielefeld (Bielefeld), FMB Zuliefermesse Maschinenbau (Bad Salzuflen), Fraunhofer Einrichtung Entwurfstechnik Mechatronik (Paderborn), Fraunhofer Anwendungszentrum Industrial Automation (Lemgo), Heinz Nixdorf Institut Universität Paderborn (Paderborn), IHK Ostwestfalen (Bielefeld), IHK Lippe (Detmold), Institut für industrielle Informationstechnik (Lemgo), Hochschule Ostwestfalen-Lippe (Lemgo), Intorq (Aerzen), it´s OWL Clustermanagement, Jobware (Paderborn), KEB (Barntrup), Kompetenzzentrum für den Mittelstand in NRW, Krause DiMaTec (Bielefeld), Lenze (Hameln), Miele (Gütersloh), OstWestfalenLippe GmbH, OWL MASCHINENBAU, Phoenix Contact (Blomberg), Regionales Innovationsnetzwerk „Menschenzentrierte Umgebung für Leben, Wohnen und Arbeit“, Solihde (Bielefeld), steute (Löhne), Target Industria (Paderborn), topocare (Gütersloh), verlinked (Paderborn), Universität Bielefeld, WEGE Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Bielefeld, Weidmüller (Detmold).

 LINK: www.its-owl.de/hannovermesse

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