Erstes Energieeffizienz-Netzwerk des Handwerks in Essen gegründet

EnergieAgentur-NRWHandwerksfrauen setzen Zeichen – Nachahmen erwünscht

(WK-intern) – Starke Frauen wollen gemeinsam den CO2-Verbrauch ihrer Unternehmen senken und gleichzeitig deren Effizienz erhöhen.

Deshalb haben sie sich zum ersten Energieeffizienz-Netzwerk im Handwerk bundesweit zusammengeschlossen. Das Bundesumweltministerium gab ihnen nun grünes Licht für den Projektstart.

Am Freitag, 22. April, stellten die neun Unternehmerinnen aus Innungsbetrieben des Essener Handwerks bei den Bau-Tagen der Kreishandwerkerschaft Essen ihr Netzwerk öffentlich vor. In den kommenden zwei bis drei Jahren wollen sie gemeinsam ihren Energie- und Ressourcenverbrauch optimieren. Waltraud Schöne, Netzwerkträgerin und 1. Vorsitzende der Unternehmerfrauen in Essen, eine Goldschmiedin,  arbeitet nun eng mit Unternehmerfrauen beispielsweise aus dem Elektro-, Maler- und Dachdecker-Handwerk zusammen und möchte damit ein Zeichen für die Ruhrgebietsmetropole setzen. 2017 soll Essen die Grüne Hauptstadt Europas werden – die Klima-Netzwerkerinnen wollen dieses Unterfangen tatkräftig unterstützen.

Gabriele Poth, die Leiterin des Zentrums Umwelt und Energie der Handwerkskammer Düsseldorf, die die erste Netzwerk-Veranstaltung moderierte, ist sich sicher, dass das Effizienz-Netzwerk durchschlagenden Erfolg haben wird: „Die gemeinschaftliche Beschäftigung mit neuen und mitunter sehr anspruchsvollen technischen Fragestellungen stellt im betrieblichen Alltag von Handwerksunternehmen schon eine große Herausforderung dar. Aber die von den Mitunternehmerinnen täglich gelebte Kultur der Verantwortung, der Pragmatismus und das Organisationstalent der Initiatorinnen sind die beste Voraussetzung für den Erfolg der Maßnahmen.“

Die EnergieAgentur.NRW steht den Initiatoren von Energieeffizienz-Netzwerken mit methodischer Unterstützung zur Seite. Damit fördert sie die Umsetzung der Bundesinitiative Energieeffizienz-Netzwerke, die bis zum Jahr 2020 insgesamt 500 Netzwerke in Deutschland auf den Weg bringen möchte. Landesnetzwerker Peter Lückerath von der EnergieAgentur.NRW nennt den neuen Zusammenschluss der Frauen beispielhaft: „Das bemerkenswerte an diesem Netzwerk ist die Zusammenarbeit der Essener Unternehmerfrauen mit der Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr e.G. und dem Zentrum für Umwelt und Energie der Handwerkskammer Düsseldorf. Diese Konstellation spiegelt die klassische Affinität des Handwerks mit der Genossenschaftsidee wider.“ Dr. Axel Fuhrmann, der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Düsseldorf, hofft nun auch auf viele Nachahmer des Essener Projektes: „Nur das Anpacken der Vielen vor Ort bringt die Klimawende.“

PM: EnergieAgentur.NRW GmbH

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