Auf dem Weg zum Masterplan Umweltwirtschaft: eine starke NRW-Branche formiert sich

In den letzten Jahren konnte die umweltfreundliche Energiewirtschaft ein Umsatzwachstum von 34 % sowie einen Anstieg bei den Erwerbstätigen von 12 % verzeichnen / Foto: HB
In den letzten Jahren konnte die umweltfreundliche Energiewirtschaft ein Umsatzwachstum von 34 % sowie einen Anstieg bei den Erwerbstätigen von 12 % verzeichnen / Foto: HB

Wirtschaftsforum „Umweltfreundliche Energiesysteme“ in der IHK zu Dortmund

(WK-intern) – Zusammen mit der EnergieAgentur.NRW hatte das NRW-Klimaschutzministerium heute (19.4.2016) Unternehmen und Verbände aus NRW zum „Wirtschaftsforum Umweltfreundliche Energiesysteme“ in die IHK zu Dortmund eingeladen.

Auf der Agenda: Perspektiven und Zukunftschancen der umweltfreundlichen Energiewirtschaft in NRW.

Die Ergebnisse des Treffens fließen in den Masterplan Umweltwirtschaft ein, der 2016 verabschiedet werden soll.

„Die Umweltwirtschaft ist ein sehr dynamisches Feld, das auch langfristig hohe Wachstumsraten erwarten lässt. In den letzten Jahren konnte die umweltfreundliche Energiewirtschaft ein Umsatzwachstum von 34 % sowie einen Anstieg bei den Erwerbstätigen von 12 % verzeichnen. Der aktuelle Umweltwirtschaftsbericht NRW verweist ausdrücklich auf das große ökonomische Potenzial in NRW bei der Produktion und Entwicklung von Smart-Grid- und Speicher-Technologien. Rund ein Viertel aller deutschen Pilotprojekte aus diesem Bereich sind in NRW aktiv. Diese Stärken wollen wir mit unserer Umweltwirtschaftspolitik ausbauen“, betonte Michael Theben, Leiter der Abteilung VII „Klima, Zukunftsenergien, Umweltwirtschaft“ des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW.

„Nordrhein-Westfalen ist im Energiesektor stark aufgestellt – die hier ansässigen Unternehmen bilden die gesamte Wertschöpfungskette ab, daneben gibt es eine ausgeprägte Forschungslandschaft. Von der Elektrotechnik über Softwarelösungen bis zu den spezialisierten Beratungsleistungen sind alle Kompetenzen versammelt. Und nicht zuletzt ist unser Bundesland durch seine Größe und Vielfalt ein ideales Innovationslabor für das Energiesystem der Zukunft“, sagte Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW.

Insgesamt erwirtschaften in Nordrhein-Westfalen 320.000 Beschäftigte in der Umweltwirtschaft in 10.000 Unternehmen einen Jahresumsatz von rund 70 Milliarden Euro. Das Bundesland ist damit bundesweit der größte Anbieter von Produkten und Dienstleistungen der Umweltwirtschaft. Um diese Position zu festigen, hat die Landesregierung eine Umweltwirtschaftsstrategie entworfen. Ziel ist es, Nutzen für Umwelt, Wohlstand und Arbeitsplätze gleichermaßen zu schaffen.

Umweltfreundliche Energiesysteme sind eine Grundbedingung für das Gelingen der Energiewende – denn sie sind notwendig, um das Stromnetz an die Fluktuationen der erneuerbaren Energien anzupassen. Kennzeichnend sind der Ausbau von Speichertechnologien und der Umbau des Übertragungsnetzes zum Smart Grid. Beide Maßnahmen verbinden Umweltnutzen und Klimaschutz mit Wirtschaftswachstum: Innovative Netztechnologien zählen zu den weltweit nachgefragten Produkten der nordrhein-westfälischen Umweltwirtschaft. Um die Querschnittbranche weiter zu stärken, führt das nordrhein-westfälische Umweltministerium seit November 2015 mit verschiedenen Kooperationspartnern prominent besetzte Wirtschaftsforen zu neun verschiedenen Marktbereichen durch. Das Wirtschaftsforum Umweltfreundliche Energiesysteme ist nach dem Wirtschaftsforum Energieeffizienz die zweite Veranstaltung, die in Kooperation mit der EnergieAgentur.NRW organisiert wurde.

PM: EnergieAgentur.NRW

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