Forschungsprojekt ePlanB: Einführung des gesteuerten Ladens ist gelungen

Abbildung: Übergabeveranstaltung am 18.03.2016 (Bildnachweis: LEW/Christina Bleier)
Abbildung: Übergabeveranstaltung am 18.03.2016 (Bildnachweis: LEW/Christina Bleier)
Abbildung: Übergabeveranstaltung am 18.03.2016 (Bildnachweis: LEW/Christina Bleier)

Mit der Übergabe der Elektroautos am 18. März 2016 an 14 neue Projektteilnehmer startete die dritte Feldtestphase des Forschungsprojektes ePlanB.

(WK-intern) – “Wir haben ein intelligentes Lademanagement entwickelt, das die Batterien von geparkten Elektroautos dann auflädt, wenn viel Strom aus heimischen erneuerbaren Energiequellen eingespeist wird.

Damit stärken wir die dezentrale Energieversorgung in der Region und können die Netzinfrastruktur effizienter nutzen”, sagte LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann im Rahmen der Übergabeveranstaltung.

Damit hat das auf drei Jahre angelegte Forschungsvorhaben ePlanB sein Hauptziel bereits erreicht: Das gesteuerte Laden wurde erfolgreich eingeführt. Alle Elektroautos im Projekt befinden sich aktiv in der Ladesteuerung und werden mit regenerativ erzeugtem Strom aus der Region Buchloe geladen – umwelt- und netzoptimiert.

“Die Einführung des intelligenten Lademanagements hat gut funktioniert. Auch die Pendler haben uns sehr gut unterstützt”, resümiert Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Mauch, Geschäftsführer des Projektpartners Forschungsstelle für Energiewirtschaft e. V. (FfE). “Vereinzelte Probleme bei der sukzessiven Umstellung auf das gesteuerte Laden konnten wir zügig beheben. Insgesamt läuft das System stabil und zuverlässig. Wir haben in der letzten Phase auch intensiv an der Optimierung der Software gearbeitet, so dass Ladeleistungsspitzen deutlich verringert wurden.”

So funktioniert die intelligente Ladesteuerung: Sobald das Fahrzeug an die Ladesäule gesteckt wird, erstellt das System einen Ladeplan. Dieser errechnet sich aus den Prognosen der PV-Erzeugung und den Eingaben des Pendlers zum Ladezustand und Abfahrtszeitpunkt. Ändert sich die reale PV-Einspeisung, werden die Ladepläne innerhalb von ein bis zwei Minuten angepasst.

In der dritten Feldtestphase untersuchen die Projektpartner nun, inwiefern das Lademanagementsystem die maximale Lastvorgabe des Verteilnetzbetreibers einhalten kann, etwa bei Netzengpässen. Dazu werden entsprechende Situationen vom Netzbetreiber simuliert und als Signal an die Ladesäulen gegeben.

Das Projekt ePlanB besteht aus vier Phasen, in denen insgesamt 56 Pendler für jeweils sechs Monate ein Elektroauto erhalten. EPlanB wird vom Landkreis Ostallgäu, der Stadt Buchloe, der Lechwerke AG (LEW), der LEW Verteilnetz GmbH (LVN) und der

Abbildung: Intelligente Ladesteuerung
Abbildung: Intelligente Ladesteuerung

(FfE) durchgeführt und vom Bayerischen Wirtschaftsministerium gefördert.

Alle Projektteilnehmer zeigten sich vom Fahrerlebnis mit den Elektroautos begeistert und sind mit dem Projekt sehr zufrieden, dies zeigte eine Befragung der Teilnehmer im Laufe der zweiten Feldtestphase im Januar. Mehr als die Hälfte der Projektteilnehmer kann sich vorstellen, auf ein Elektrofahrzeug umzusteigen. Ein weiteres Ziel von ePlanB, nämlich Pendler stärker für das Thema Elektromobilität zu sensibilisieren, wurde damit bereits erreicht.

Weitere Informationen:

PM: Forschungsstelle für Energiewirtschaft/FfE

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