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Verbraucherschutz und Beratungsleistung für jeden

Verbraucherzentrale in Flensburg: Piraten wollen Verbraucherschutz und Beratungsleistung für jeden

(WK-intern) – Was macht eine Verbraucherzentrale? Was bietet sie vor Ort? Warum ist das niedrigschwellige Angebot für jeden unverzichtbar? Warum gibt es keine Alternative zur Unabhängigkeit der Verbraucherzentrale?

Um diese und weitere Fragen mit den Experten vor Ort zu klären, hat Sven Krumbeck, Abgeordneter der Piratenpartei im Wahlkreis Schleswig-Flensburg, gestern die Flensburger Beratungsstelle der Verbraucherzentrale besucht.

Abgeordneter Sven Krumbeck: „Dass die Verbraucherzentrale sich alljährlich im Überlebenskampf befindet, widerspricht der Entwicklung, dass der Beratungsbedarf stetig wächst. Diesen Anstieg verzeichnen wir nicht nur hinsichtlich der Fallzahlen, sondern auch die Beratungsgebiete werden kontinuierlich ausgebaut und komplexer. Es ist also nicht nur eine Ausweitung der klassischen Beratungstätigkeit angezeigt. Vielmehr erkennen wir darüber hinaus – gerade im Bereich der Erstberatung – einen steigenden Bedarf an digitalen Beratungsangeboten. Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass Menschen in strukturschwachen und unterversorgten Gebieten das gleiche Recht auf Beratung und Hilfe haben wie diejenigen, die NOCH eine der wenigen Beratungsstelle vor Ort haben. Schließlich wurde die Anzahl der Beratungsstellen in der Vergangenheit von 23 auf 5 reduziert.“

Der Abgeordnete konnte im Gespräch mit Frau Hintz, der stellvertretenden Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale, und Frau Hannemann, Beratungsstellenleiterin in Flensburg, erfahren, dass

a) das neue Bundesprojekt Digitale Marktwächter einen spürbaren Mehrwert für die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein hat und eine Fortführung auch nach 2017 angezeigt ist,

b) das mit dem Land vereinbarte Konzept zur Digitalisierung nur mit Unterstützung des Landes – insbesondere in finanzieller Hinsicht – zum Erfolg führen kann,

c) die steigende Anzahl an Migranten die Verbraucherzentrale vor zusätzliche, neue Herausforderungen stellen wird.

„Das Engagement und der Elan der Mitarbeiter vor Ort in Flensburg ist beeindruckend und mit Geld kaum zu bezahlen. Wir Piraten werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass die Verbraucherzentrale in ihrer substanziellen Arbeit gestärkt und unterstützt wird. Ein Abbau oder eine Einschränkung ihrer Tätigkeit trifft vor allem hilfesuchende Bürger, was letzten Endes der Gesellschaft insgesamt schadet.“

Die Beratungsstelle in Flensburg hatte im vergangenen Jahr 6.239 Verbraucherkontakte, die von 3 festangestellten Mitarbeiterinnen (1,4 Stellen) und 11 Honorarberatern bearbeitet wurden. Neben klassischen Themenbereichen wie Energie und Wasser, Finanzdienstleistungen und Konsumgüter nehmen die Verbraucher zunehmend häufiger Beratungsleistungen in den Bereichen E-Commerce und elektronische Kommunikation und  in Anspruch.

Die Piratenfraktion setzt sich seit ihrem Einzug in den Landtag mit Nachdruck für das Thema Verbraucherschutz ein. Neben Anträgen in den jährlichen Haushaltsberatungen hat die Fraktion zuletzt den Antrag „Verbraucherschutzoffensive für Schleswig-Holstein statt Existenzbedrohung der Verbraucherzentrale“ im Landtag eingebracht, der leider bei den Koalitionsfraktionen keine Unterstützung erhalten hat.

Der Antrag im Wortlaut:
http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl18/drucks/3600/drucksache-18-3681.pdf

PM: Piratenfraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag

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