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Für die deutsche Industrie wird der Strom immer billiger

Pressebild:  ISPEX AG
Pressebild: ISPEX AG / Die Preisgrafik für den Verbraucher sieht folglich entgegengestzt aus, die müssen den Preisrutsch an der Börse mitbezahlen. Wahrscheinlich kommt die EU-Kommision noch mit einer Klage, wegen verdeckter Subventionierung der Industrie. Kommt es hier erfolgreich zur Klage, so darf der Steuerzahler die Schuld abtragen … HB

Energiepreise für die Industrie haben die Talsohle noch lange nicht erreicht

(WK-intern) – ISPEX-Energiepreisindex: Strompreis nochmals gesunken, Gaspreis stabilisiert sich auf niedrigem Niveau

Bayreuth – Die Einkaufspreise bei Strom und Gas sind für Industrie und Gewerbe auch im Februar nochmals etwas gesunken.

Laut aktuellem ISPEX-Energiepreisindex ergaben die durchschnittlich erzielten Ergebnisse bei Auktionen und Ausschreibungen für Strom einen Preis von 2,56 Cent je Kilowattstunde und einen Gaspreis von 1,54 Cent je Kilowattstunde.

ISPEX-Energiepreisindex: Strompreis nochmals leicht gesunken

In der ersten Monatshälfte erfolgte zunächst noch einmal ein Preisrutsch. Das ermöglichte Unternehmen im Februar den Einkauf von Strom erneut etwas günstiger als im Januar. Der von ISPEX ermittelte durchschnittliche Strompreis bei elektronischen Auktionen und Online-Ausschreibungen für Unternehmen landete nunmehr bei 2,56 Cent je Kilowattstunde in der Vollversorgung. Im Januar lag dieser Wert noch bei 2,68 Cent je Kilowattstunde.

„Das attraktive Preisniveau nutzen derzeit sehr viele Unternehmen, um sich die niedrigen Preise zu sichern und Lieferverträge abzuschließen. Dabei ist die Versuchung groß, damit zu rechnen, der Preis könne nicht mehr essentiell fallen und sich deshalb mit mehrjährigen Verträgen einzudecken“, erklärt Energieexperte Stefan Arnold, Vorstandsvorsitzender der ISPEX AG. Dieses Vorgehen könne vor allem für Unternehmen die richtige Strategie sein, die sich langfristige Budgetsicherheit wünschen.

Mehr Flexibilität durch moderne Online-Beschaffung

Industrie- und Gewerbebetriebe, die etwas mehr Flexibilität benötigen, sollten bereits ab fünf Gigawattstunden Jahresverbrauch erwägen, eine gestaffelte Beschaffungsstrategie mit mehreren Einkaufszeitpunkten zu wählen. Bei der Analyse der vergangenen Monate zeigt sich, dass dadurch Nutzen aus den stetig fallenden Preisen gezogen werden kann.

„Der Aufwand für die Bewirtschaftung derartiger flexibler Beschaffungsmodelle stellt heute dank moderner Online-Tools bei weitem nicht mehr den Aufwand dar wie noch vor einigen Jahren“, so Stefan Arnold. Als Ergänzung für die Online-Plattform zum Energieeinkauf hat ISPEX erst vor kurzem ein neuartiges Bewirtschaftungstool für flexible Energielieferverträge mit integrierter Preisüberwachung vorgestellt.

ISPEX-Energiepreisindex: Gaspreise für Unternehmenskunden nahezu unverändert

Die Stabilisierung des Gaspreises seit Mitte Januar bescherte auch den Unternehmenskunden stabil bleibende Einkaufspreise beim Gas. Für mittlere und große Unternehmen lag der von ISPEX bei Ausschreibungen und Online-Auktionen ermittelte Durchschnittspreis für Gas im Februar bei 1,54 Cent je Kilowattstunde. Im Februar lag dieser Wert mit 1,55 Cent je Kilowattstunde kaum höher.

„Das Preisniveau für Gas ist derzeit extrem niedrig. Verständlicherweise nutzen die Unternehmen diese Phase, um sich ebenso wie bei der Strombeschaffung, mit langfristigen Gasverträgen einzudecken“, erläutert Stefan Arnold. Doch auch hier gelte wie beim Strom, dass gerade größere Gasabnehmer lieber flexible Lieferverträge abschließen. Sie haben dann die Möglichkeit, das Beschaffungsrisiko zu streuen und den Gaspreis über mehrere Einkaufspunkte zu fixieren. „Für diese Vorgehensweise spricht nicht nur die Risikostreuung und die Sicherung ebenso niedriger oder gar niedrigerer Gaspreise als die eigenen Wettbewerber, sondern auch die Preisentwicklung an den Großhandelsmärkten und die weitere Preisprognose“, so Arnold.

Trotz Bodenbildung keine Anzeichen für wesentliche Preissteigerung

„Die jüngste Bodenbildung bei leicht anziehenden Preisen könnte als ein Ende des Preisverfalls und als Beginn einer Phase steigender Preise gesehen werden“, vermutet Energieexperte Arnold. Nach der lang anhaltenden Phase sinkender Preise sei nun zu beobachten, dass der Gaspreis seit Mitte Januar insgesamt stabil ist. Neuerdings waren sogar wieder leicht steigende Preise zu beobachten.

Zur Methodik

Die ISPEX AG berechnet monatlich den ISPEX-Energiepreisindex Industrie für Strom und Gas. ISPEX analysiert die aktuellen Preisentwicklungen beim Strom- und Gaseinkauf für Industrie- und Gewerbebetriebe. Für den ISPEX-Energiepreisindex Industrie werden die jeweils besten abgegebenen Gebote für Sondervertragskunden im Rahmen von Auktionen und Ausschreibungen für Industriekunden zur Strom- und Gasbeschaffung auf der unabhängigen Plattform energie-handelsplatz.de erfasst. Sie werden anonymisiert und aggregiert monatlich ausgewertet.

Der Preisindex stellt den Mittelwert aller im jeweiligen Monat abgegebenen Gebote dar, unabhängig vom zu Grunde liegenden Zeitraum der Belieferung. Es wird ausschließlich der Preis für Lieferstellen von Sondervertragskunden und nur das jeweils beste Angebot der teilnehmenden Energielieferanten für eine Lieferstelle berücksichtigt. Zusätzlich wird der Preisindex für jedes Kalenderjahr berechnet. Dabei gehen nur Preisstellungen in die Berechnung ein, die scharf abgegrenzt für das bestimmte Lieferjahr gültig sind und im entsprechenden Monat des Index abgegeben wurden.

PM: ISPEX AG

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