Positive Entwicklung bei der Windstromproduktion und neuer Einspeiserekord in Deutschland

33,3 GW ein neuer Einspeiserekord beim Windstrom in Deutschland / Foto: HB
33,3 GW ein neuer Einspeiserekord beim Windstrom in Deutschland / Foto: HB

Winterrückblick 2015/16 für die Energiewirtschaft

(WK-intern) – „Der Winter 2015/16 ist einer der bisher wärmsten in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor über 100 Jahren.

Das stürmische Wetter wirkte sich sehr positiv auf die Windstromproduktion aus.

Am 8. Februar 2016 wurde erneut ein Rekord bei der Windstromeinspeisung registriert.

Der Winter 2015/16 zeichnete sich zudem durch Schwankungen bei der Solarstromproduktion und den Pegelständen aus“, so lautet die zusammenfassende Einschätzung des MeteoGroup-Energiemeteorologen Friedrich Föst.

Einer der wärmsten Winter seit über 100 Jahren

Der Winter 2015/2016 (Dezember-Februar) geht als einer der wärmsten seit dem Beginn systematischer Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 in Deutschland ein. Mit einer positiven Abweichung von bisher 3,5 K gegenüber dem Deutschland-Mittel (Referenzperiode 1961-90) belegt er aktuell den Platz 5 der wärmsten Winter seit 1881/1882 (Stand 25.02., 9 Uhr MEZ). Alle drei Wintermonate zeichnen sich mit teils hohen positiven Temperaturanomalien aus. Allen voran der Dezember, der als der wärmste seit Aufzeichnungsbeginn mit einer Abweichung von +5,6 K in die Statistik eingeht. Nur vorübergehend gab es auch kurze Kaltlufteinbrüche. Lediglich im Nordosten Deutschlands hielt sich die Kaltluft über einen längeren Zeitraum und hier wurde sogar ein insgesamt leicht zu kalter Januar aufgezeichnet.

Positive Entwicklung bei der Windstromproduktion und neuer Einspeiserekord in Deutschland

Die Windstromproduktion war in diesem Winter laut der Auswertung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE deutlich höher als in den vorangegangenen Jahren. Bereits der Dezember brachte viel mehr Windstrom als die letzten vier Jahre mit stärkeren Ereignissen am 4. bis 6. sowie vom 21. bis 27. Dezember. Mit 12,75 TWh liegt die Windstromproduktion deutlich über den Vorjahren. Der Januar liegt mit 10,02 TWh nur knapp hinter dem Vorjahr (10,39 TWh), aber immer noch sehr deutlich vor den Jahren davor. Höhere Einspeisungen verhinderte vor allem die windschwache Wetterphase ab Mitte der zweiten Januardekade. Mit aktuell 9,81 TWh (Stand 25.02., 9 Uhr MEZ) liegt der Februar weit vor seinen Vorgängern. Vor allem die erste Februardekade verlief sehr windig und auch in der letzten Dekade sind einige markantere Windereignisse aufgetreten bzw. sind noch in Aussicht. Zudem wurde am Abend des 8. Februar mit 33,3 GW ein neuer Einspeiserekord beim Windstrom in Deutschland gemessen. Dieser Rekord wird einer weiter gestiegenen Kapazitätsinstallation als dem Windereignis an sich zugeschrieben.

Schwankungen bei der Solarstromproduktion und Pegelständen

Sonnenscheindauer und Niederschlagsmenge erreichten in etwa das Soll, doch gab es innerhalb der Monate große Unterschiede: So fiel der Dezember viel zu trocken aus, im Mittel wurde nur die Hälfte des sonst üblichen Niederschlags registriert. Stattdessen fiel die Sonnenscheindauer mit 156 % sehr üppig aus. Laut der Auswertung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE gab es eine vergleichsweise hohe Solarstromproduktion von 0,9 TWh, was deutlich über der Dezemberproduktion der Vorjahre liegt, die zwischen nur 0,38 TWh (2011) und 0,8 TWh (2013) lag. Der Januar erzielte 0,69 TWh und liegt damit im gesicherten Mittelfeld der vergangenen Jahre. Gleichzeitig wurde mit 126% ein etwas zu nasser Januar registriert. Der Februar steht aktuell bei 0,94 TWh (Stand: 25.02., 9 Uhr MEZ) und liegt deutlich hinter den beiden Vorjahren: 1,8 TWh (2014) bzw. 1,46 TWh (2015). Auch der Februar fällt insgesamt zu nass aus, was aber in Summe lediglich dazu beiträgt, das Dezemberdefizit auszugleichen. Bis weit in den Dezember hinein gab es aufgrund des Niedrigwassers in den Flüssen zeitweise eingeschränkten Schiffsverkehr, der unter anderem den Transport von Kohle und Öl beeinträchtigt hat. Erst stärkere Niederschlagsereignisse im Januar und Februar haben die Flusspegel deutlich ansteigen lassen. Somit gingen die Probleme mit dem Niedrigwasser zu Ende, auch die Laufkraftwerke konnten wieder mehr Strom liefern.

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PM: MeteoGroup

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