Offshore-Windpark Hohe See wird mit 71 Windturbinen des Typs Siemens SWT-7.0-154 aufgebaut

Abbildung eines Offshore-Windrades / Pressebild: EnBW
 Abbildung eines Offshore-Windrades / Pressebild: EnBW

Abbildung eines Offshore-Windrades / Pressebild: EnBW

EnBW und Siemens schließen Liefervertrag über 71 Offshore-Windkraftanlagen und 71 Fundamente

(WK-intern) – Für EnBW Offshore-Windpark Hohe See beginnt die Designphase

Karlsruhe – Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG (hier über ihre Tochtergesellschaft EnBW Hohe See GmbH) und die Siemens AG haben einen Vertrag zur Lieferung und Installation von 71 Windturbinen des Typs Siemens SWT-7.0-154 inklusive der dazu gehörenden Turbinen-Fundamente vom Typ Monopile geschlossen.

Der Auftrag kombiniert damit erstmalig im deutschen Offshore-Markt Lieferung und Installation von Fundament und Windturbine in einem Vertrag. Mit der Vergabe an Siemens sind nun für alle Hauptgewerke von EnBW Hohe See Lieferverträge abgeschlossen. Vor wenigen Wochen wurden bereits Verträge für die Komponenten Innerparkverkabelung mit VBMS GmbH (Volker Wessels Boskalis Marine Solutions GmbH, Wilhelmshaven) sowie für das Offshore Umspannwerk mit einem Konsortium aus Cofely Fabricom NV, Iemants NV und CG Holdings Belgium NV Systems Division abgeschlossen.

Die Abwicklung der Verträge erfolgt in zwei Phasen: Die Designphase, die gleichzeitig mit der Vertragsunterschrift gestartet wurde und etwa ein Jahr andauert, beinhaltet die genaue und auf die Windturbinen abgestimmte Dimensionierung der Fundamentstrukturen, die Auslegung der Innerparkverkabelung sowie die statische und ausrüstungstechnische Detailplanung der Umspannstation inklusive Zertifizierung und Einholung der behördlichen Freigaben. Für die Designphase plant die EnBW insgesamt Kosten im niedrigen dreistelligen Millionen-EUR-Bereich.

Im Anschluss soll dann die Ausführungsphase erfolgen, die mit Fertigung, Installation und Inbetriebnahme des Offshore-Windparks den eigentlichen Bau des Projekts umfasst. Die Ausführungsphase steht unter dem Vorbehalt der finalen Bau-und Investionsentscheidung für den Offshore-Windpark Hohe See durch EnBW, die Ende 2016 vorgesehen ist. EnBW plant außerdem, bis zu diesem Zeitpunkt Co-Investoren für die Übernahme von bis zu 49,9 Prozent an EnBW Hohe See im Rahmen eines strukturierten Beteiligungsmodells ausgewählt zu haben. Die Marktansprache interessierter Parteien hierfür ist bereits gestartet.

„Bis 2020 wollen wir die erneuerbaren Energien zu einer tragenden Säule unseres Geschäfts ausbauen. Die Offshore-Windkraft leistet dazu bereits heute einen wichtigen Beitrag, den wir jedoch weiter deutlich ausbauen wollen. Mit EnBW Hohe See nimmt nun unser drittes und bislang größtes Offshoreprojekt immer konkretere Formen an. Bis zur finalen Investitionsentscheidung werden wir die notwendigen Vorbereitungen konsequent und mit großem Einsatz weiter vorantreiben. Mit der Vergabe der Hauptgewerke sind wir dabei wieder einen wichtigen Schritt vorangekommen.“, so EnBW Technikvorstand Dr. Hans-Josef Zimmer,

Michael Hannibal, CEO Offshore der Siemens Division Wind Power and Renewables: „Wir freuen uns, dass uns EnBW für den Offshore-Windpark Hohe See ausgewählt hat. Siemens bietet für das Projekt einen erweiterten Lieferumfang an, der nicht nur unsere getriebelose Sieben-Megawatt-Windturbinen beinhaltet, sondern auch Fundamente, die dazugehörigen Verbindungsstücke sowie die Installationsschiffe für beide Gewerke. Wir freuen uns, dass wir unserem Kunden solch eine umfassende und optimierte Lösung anbieten können. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt um die Kosten für Offshore-Windenergie weiter zu senken.“

Nach der erfolgreichen Realisierung und Inbetriebnahme der beiden Offshore-Windparks EnBW Baltic 1 (48 Megawatt) und EnBW Baltic 2 (288 Megawatt) steuert die EnBW nun mit ihrem dritten und nochmals größeren Windpark die deutsche Nordsee an. EnBW Hohe See liegt in der sogenannten „ausschließlichen Wirtschaftszone“ rund 90 Kilometer nördlich von Borkum und 100 Kilometer nordwestlich von Helgoland auf einem Areal von 42 Quadratkilometern. Mit einer Leistung von 497 Megawatt soll der Windpark rund 2000 Gigawattstunden Strom für rund 560.000 Haushalte erzeugen und jährlich rund 1,5 Millionen Tonnen CO2 .einsparen. Insgesamt verfügt die EnBW in der deutschen Nordsee mit der Projekt-Pipeline für die Windparks Albatros (rund 400 Megawatt), Hohe See (rund 500 Megawatt) und He Dreiht (rund 700 Megawatt) über mehr als 1.600 Megawatt genehmigte Offshore-Kapazität.

Zahlen und Fakten

Windkraftanlagen:
Rotordurchmesser 154 Meter (zum Vergleich: 2 x Länge des A 380), Rotorfläche rund 18.630 m2 (entspricht ungefähr 2,6 Fussballfeldern), Nabenhöhe 105 Meter, Gesamthöhe 182 Meter(zum Vergleich: Kölner Dom 157 Meter). Gesamtgewicht (Turm und Gondel inklusive Rotorblättern): 755 Tonnen.

Fundamente:
Monopile ca. 70 Meter Länge, Transition Piece ca. 30 Meter Länge, Gesamtgewicht ca. 1.500 Tonnen.

Umspannwerk

  • Vergabe an ein Konsortium aus Cofely Fabricom NV, Iemants NV und CG Holdings Belgium NV Systems Division.
  • Halboffene Topside-Stahlstruktur auf Jacket-Fundament mit gerammter Pfahlgründung
  • Gewicht Fundament ca. 3.100 Tonnen und Topside (ausgerüstet) ca. 3.800 Tonnen

Innerparkverkabelung

  • Vergabe an VBMS GmbH (Volker Wessels Boskalis Marine Solutions GmbH, Wilhelmshaven)
  • Gesamtlänge der parkinternen Verkabelung ca. 100 Kilometer

PM: EnBW

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