KiWi: Kieler Branchenfokus: Windindustrie

Kieler Branchenfokus: Windindustrie
Kieler Branchenfokus: Windindustrie
Kieler Branchenfokus: Windindustrie

Aktuelle Entwicklungen und Marktpotenziale der Erneuerbaren Energien

(WK-intern) – Auch der 14. Branchenfokus: Windindustrie konnte mit einem hochaktuellen Thema punkten:

Trends und Innovationen im Schiffbau, der Einladung waren 110 interessierte Gäste – meist Branchenkenner – gefolgt und wurden von Werner Kässens, dem Geschäftsführer der KiWi GmbH, ebenso begrüßt wie die Kooperationspartner EE.SH und das Maritime Cluster Norddeutschland.

Termin: Dienstag, 16.02.2016

Uhrzeit: 17.00 – 19.00 Uhr

Ort: Wissenschaftszentrum, Fraunhoferstraße 13 / 24118 Kiel

Thema: Trends und Innovationen im Schiffbau
„Als Staatsekretär im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume habe ich die Aufbruchsstimmung in der Energiewende 2012 direkt miterleben können, 12 Mrd. Investitionssumme waren ein deutliches Indiz“, so der Kieler Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer in seiner Eröffnungsrede. „Das Offshore- bzw. Onshore-Thema hat an Bedeutung nicht verloren. In Kiel sind ca. 100 Firmen an der Schnittstelle zum Produzierenden Gewerbe angesiedelt und nutzen die Nähe zu Wissenschaft und Kompetenz.“

Unter der bewährten Moderation von Jörn Genoux, Wirtschaftsredakteur der Kieler Nachrichten, startete Tobias Funk von DNV.GL mit dem Vortrag „Aktuelle Anforderungen an die Zertifizierung von Schiffen für die Offshore Windindustrie“. Die Klassifikation von Schiffen, flaggenstaatliche Aufgaben oder die Codes der internationalen, regionalen und nationalen Vorschriften wurden thematisiert. Immer stehen Sicherheit, Sicherheitsaspekte und Sicherheitsstrukturen im Fokus. Das Unternehmen versteht sich als neutraler Dienstleister zwischen den involvierten Behörden und den Eignern / Reedern.
Der Norweger Erlend Sandvik von der Firma Wärtsilä Ship Design Norway AS erläuterte die zukünftigen Trends der Branche zum Thema Trends in Shipdesign for the Offshore Wind Industry: Conversion and/or newbuilding design? Er verglich die Vor- und Nachteile von Schiffs-Umwandlungen mit Schiffs-Neubauten und verwies darauf, dass bestehende Sicherheitsregeln die Kosten und das Design eines Offshore-Schiffes beeinflussen. Die Zukunft und Problematik des industriellen Designs im Bereich Windenergie verdeutlichte Erlend Sandvik mit der Frage „Wo liegt das Limit bei Windturbinen? Kann der Durchmesser bis zu 206 m betragen?“
Bernhard Messer von der OPUS MARINE GmbH hatte das Thema Marktbericht, Trends und Innovationen bei Offshore Crew Transferschiffen vorgestellt. „Im Schiffbau gibt es so viele Innovationen, wie schon lange nicht mehr“, beschreibt er den aktuellen Trend. „Schiffe werde immer komplexer, nähern sich oftmals der Serienreife und werden somit für den Investor vergleichbarer.” Die Crew Transfer Vessels seines Unternehmens versteht er als Schnittstelle zwischen Hafen und Offshore-Plattform.

Abschließend referierten Harald Hübner und Benjamin Schmoll von der OFFCON GmbH zur O&M Kostenoptimierung durch ganzheitliche Betrachtung der Marinelogistik am Beispiel des OFFCON SOV. Problematisch sei die große Anzahl an Spezialschiffen, die oftmals nur für eine Aufgabe geeignet bzw. gechartert würden. Tot- und Wartezeiten treiben die Kosten in die Höhe, Prozesse würden oftmals nicht verändert, sondern nur „billiger“ gemacht. Hier bieten sich technische Lösungen für maßgeschneiderte Schiffe an, die 90% der Aufgaben in 90% der Wetterzeit absolvierten. Optimierte „hands on tools“ zeigen das Ergebnis, dass modulare Umrüstungen eines Schiffes im Hafen zu linearen Kosten führen. Das vorgestellte Konzept „OFFCON SOV 65“ bewerteten die Referenten als Quantensprung bei dem Einsatz von Schiffen für die Offshore-Windenergie.

In der sich anschließenden Talkrunde wurde u. a. deutlich, dass Fahrten unter der Deutschen Flagge wieder attraktiv sind. Steuerliche Erleichterungen und Subventionen führen dazu, dass verstärkt deutsche Fachkräfte eingesetzt werden.

Daniel Kreutz, Leiter für den Bereich „Erneuerbare Energien“ der KiWi GmbH, verwies auf die weiteren Veranstaltungen des Kieler Branchenfokus: Windindustrie im Mai und Oktober und dankte dem fachkundigen Publikum für das konstruktive Feedback.

Nachzulesen sind die Vorträge der Veranstaltung auf der Webseite www.kiwi-kiel.de.

 

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