Strommarkt 2.0: Politik setzt auf Markt und Wettbewerb

eex-connecting-marketsBörsen diskutieren mit Experten Entwurf für Strommarktgesetz

(WK-intern) – Die European Energy Exchange (EEX) und die Europäische Strombörse EPEX SPOT haben heute in Essen im Rahmen der Branchenmesse E-world energy & water mit Experten aus Wirtschaft und Politik den Entwurf für ein Strommarktgesetz diskutiert.

In ihrem Vorschlag spricht sich die Bundesregierung für eine Optimierung und Weiterentwicklung hin zu einem „Strommarkt 2.0“ aus.

Zentrum des Strommarkts soll weiterhin ein am Markt – und damit im Wesentlichen an den Börsen – ermitteltes Preissignal sein. Der Gesetzentwurf enthält ein Bekenntnis zur freien Marktpreisbildung und eine Selbstbeschränkung gegen politische Eingriffe bei sehr hohen Preisen.

Das klare Bekenntnis zu Marktmechanismen, Wettbewerb und einer stärkeren europäischen Zusammenarbeit ist der Schlüssel für den Strommarkt der Zukunft. Dr. Wolfram Vogel, Director Public & Regulatory Affairs der EPEX SPOT sagt dazu: „Der Gesetzentwurf zeigt das Vertrauen der Politik in die Funktionsfähigkeit und Innovationskraft des Marktes, um im Wettbewerb die besten Lösungen für die Energiewende zu erreichen“. Dr. Tobias Paulun, Strategievorstand der EEX, ergänzt: „Das Preissignal der Börsen ist das A und O eines funktionsfähigen Strommarkts und die Grundlage für sämtliche Entscheidungen der Marktakteure, sowohl kurzfristig für die Steuerung von Produktion und Verbrauch als auch langfristig für  Investitionen.“

EEX und EPEX SPOT haben in enger Abstimmung mit den Marktteilnehmern bereits konkrete Angebote für einen Strommarkt der Zukunft geschaffen. Dazu zählen vor allem die Stärkung der kurzfristigen Intraday-Märkte bei EPEX SPOT durch die Ausweitung des Handels mit 15-Minuten-Produkten und die Verkürzung der Vorlaufzeiten sowie die Einführung des Cap-Futures am Terminmarkt der EEX. Weitere Produkte wie der Wind-Power-Future sind in der Vorbereitung und werden im Frühjahr 2016 eingeführt.

Zu einem zukunftsfähigen Strommarkt gehört auch eine Auseinandersetzung mit dem Energiemarktdesign auf europäischer Ebene. EEX und EPEX SPOT befürworten in diesem Zusammenhang einen europäischen Ansatz, da er viel mehr Möglichkeiten im Hinblick auf die Integration erneuerbarer Energien in den Markt, die Flexibilisierung des Marktes und damit letztlich die Versorgungssicherheit eröffne. Ein Beispiel hierfür sei der grenzüberschreitende Handel zwischen Deutschland und Österreich in einer gemeinsamen Preiszone. Ein solches grenzüberschreitendes Marktgebiet liefere die nötige Liquidität und das aussagekräftige Preissignal, um eine effiziente Absicherung aller Marktteilnehmer auch bei einem hohen Anteil erneuerbarer Energien sicherzustellen.  „Bei der Entwicklung eines Strommarktes 2.0 muss die Devise gelten, die Energiemärkte weiter zu integrieren und zu erweitern, anstatt sie zu spalten“ fasst Paulun zusammen.

Die Europäische Strombörse EPEX SPOT SE und ihre Tochtergesellschaften betreiben die Märkte für kurzfristigen Stromhandel für Deutschland, Frankreich, das Vereinigte Königreich, die Niederlande, Belgien, Österreich, die Schweiz und Luxemburg – Märkte, die die Hälfte des europäischen Stromverbrauchs ausmachen. Die Europäische Strombörse trägt zur Schaffung eines europäischen Binnenmarkts für Strom bei und teilt ihre Erfahrung mit Partnern auf dem Kontinent und weltweit. Gesellschaftsform der EPEX SPOT (Societas Europaea) und ihre Belegschaft sind durch und durch europäisch. Die Börse hat ihren Sitz in Paris und Niederlassungen oder Tochtergesellschaften in Amsterdam, Bern, Brüssel, Leipzig, London und Wien. 286 Unternehmen haben im Jahr 2015 566 TWh Strom an der EPEX SPOT und ihren Tochtergesellschaften gehandelt. EPEX SPOT ist Mitglied der EEX-Gruppe, Teil der Deutschen Börse. Über die Holding HGRT sind europäische Strom-Übertragungsnetzbetreiber mit 49 % an der EPEX SPOT beteiligt. Für weitere Informationen besuchen sie bitte www.epexspot.com

Die European Energy Exchange (EEX) ist die führende europäische Energiebörse. Sie entwickelt, betreibt und vernetzt sichere, liquide und transparente Märkte für Energie- und Commodity-Produkte. An der EEX werden Kontrakte auf Strom, Kohle und Emissionsberechtigungen sowie Fracht- und Agrarprodukte gehandelt oder zum Clearing registriert. Zur EEX-Gruppe gehören weiterhin EPEX SPOT, Powernext, Cleartrade Exchange (CLTX) und Gaspoint Nordic. Clearing und Abwicklung der Handelsgeschäfte übernimmt das Clearinghaus European Commodity Clearing (ECC). Weitere Informationen: www.eex.com

PM: European Energy Exchange AG

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