Neubau oder Altbau: Ein Entschluss fürs Leben

Foto: Wilhelmine Wulff / pixelio.de

Foto: Wilhelmine Wulff  / pixelio.de(WK-intern) – Gerade junge Familien und Paare streben immer mehr eine frühe Investition in die eigenen vier Wände an. Kein Wunder, die Zinsen für Baufinanzierungen sind günstig wie nie und können wohl kaum noch mehr sinken. Das heißt also, dass Sie für Ihr Darlehen so wenig zahlen wie seit Jahren nicht. Dazu kommt, dass viele Menschen nicht ihr Leben lang in die Taschen der Wohnungsgenossenschaften und privater Vermieter wirtschaften wollen. Natürlich, ein eigenes Haus, ein eigenes Grundstück, da gehört schon etwas mehr Verantwortung, Organisation und finanzielles Risiko dazu. Haben wir schließlich den Entschluss gefasst, kommt eine Frage gleich als erstes auf: Neu bauen oder lieber einen Altbau kaufen?

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Günstiger Altbau ja – Wenn die Sanierung nicht den Rahmen sprengt

Neben dem arbeitsintensiven Aufwand, einen Altbau wohlfühlgerecht und zukunftssicher zu sanieren, muss selbstverständlich immer der finanzielle Aufwand im Voraus genau kalkuliert werden. Doch leider warten hier die meisten Fallen beim Kauf eines alten Hauses. Wer nicht genug sucht, der findet auch nicht, spätestens jedoch beim Sanieren. Genau dann schlägt die Kostenfalle zu. Aus kleinen Baustellen können plötzlich kostspielige Neuinvestitionen werden. Solch eine Instandsetzung alter Gebäude kann ein ganzes Vermögen verschlingen und nah an die Gesamtkosten für einen Neubau heran langen.
Wichtig: Prüfen Sie das Objekt der Begierde bis ins Detail, vertrauen Sie dabei auch nicht dem besten Freund, der weiß womöglich selbst noch nichts von etwaigen, bevorstehenden Baustellen.

Doch auf was gilt es nun besonders zu achten?

Eine der wichtigsten Aspekte bei der Entscheidung über einen Altbau ist dessen Bausubstanz und Fundament. Lassen Sie dessen Zustand am besten von einem Gutachter prüfen. Ist das Mauerwerk intakt, der Keller trocken und das Fundament in Ordnung, kann hier bereits kräftig im Vergleich zum Neubau gespart werden. Denken Sie auch an die eingesparten Erschließungskosten für Strom und Gas, Wasserversorgung oder Kanalisation. Doch, sind diese Leitungen ebenfalls in Ordnung? Hier steckt der Teufel meist im Detail. Prüfen Sie die Heizungsanlage und die gesamte Verrohrung, wenn möglich.

Wichtig: Legen Sie neben der Bausubstanz besonderen Wert auf die Überprüfung der verlegten Elektrik und Rohre für Wasser und Heizung im gesamten Haus. Sind beide Systeme sanierungsbedürftig, können Sie rein vom baulichen Aufwand betrachtet auch gleich abreißen.

Weiterhin ist zu prüfen:
• Stand der Heizungsanlage (muss diese aufgrund geltender Gesetze bald getauscht werden?)

• Zustand Fenster und Türen (letztere sollten zumindest eine Zweifachverglasung haben)

• Zustand Treppen

• Zustand Dach

Fassen Sie alle Eventualitäten für die Sanierung in einer Übersicht zusammen und lassen Sie noch etwas Spielraum für ungeplante Baustellen.

Neu bauen – Von Anfang an alles richtig machen
Für den Neubau können Sie von Anfang an nach Ihren Wünschen, Ideen und dem finanziellen Spielrahmen planen. Während die Sanierung des Altbaus oft über Jahre, sogar wenn man schon darin wohnt, andauern kann, steht der Neubau oft innerhalb eines halben Jahres. Generell kann man auch von ca. 10 Jahren ausgehen, bis man anfangen muss, erste Dinge zu sanieren. Man hat also erstmal seine Ruhe. Ein weiteres großes Plus sind aktuelle Standards in Bezug auf Heizung und Energieeffiziens, was sich über die Jahre natürlich schnell amortisiert. Ein Altbau ist in der Regel kaum gedämmt und verbraucht deutlich mehr Energie. Während beim Altbau viele ungeplante Zusatzkosten auftreten können, sind Sie beim Neubau jedoch meist auf der sicheren Seite, vorausgesetzt Sie geraten nicht an eine falsche oder unerfahrene Baufirma.

Was spricht denn überhaupt gegen den Neubau?
Na klar, das nötige Kapital, welches meist direkt gezahlt werden muss und sich nicht wie bei der Sanierung aufteilen lässt. Der Traum vom neuen Haus hängt schon sehr stark vom Geldbeutel ab. Wer genug hat, denkt in der Regel kaum über die Alternative Altbau nach. Doch kalkulieren Sie nicht zu knapp. Müssen für den Traum vom Hausbau sämtliche Hobbys, Urlaube und Unternehmungen gestrichen werden, kann dies über kurz oder lang sehr unglücklich machen.

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