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dena: Elektromobilität wichtig für Automobilstandort Deutschland

Schaufenster Elektromobilität / Foto: HB
Schaufenster Elektromobilität / Foto: HB
Elektromobilität / Foto: HB

dena plädiert für umfassende Strategie und verbesserte Rahmenbedingungen

(WK-intern) – Zum gestrigen Elektromobilitätsgipfel im Bundeskanzleramt erklärt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena):

„Es ist gut, dass in das Thema Elektromobilität nun wieder Bewegung gekommen ist.

Die von der Politik vereinbarte Zielquote von einer Million Elektrofahrzeugen ist ohne weitere begleitende Maßnahmen nicht zu erreichen. Wenn die Politik Ziele vorgibt, sollte sie auch dafür Sorge tragen, dass die Marktakteure diese erreichen können. Das ist gegenwärtig trotz erheblicher Investitionen aber nicht der Fall.

Zukünftig geht es bei der Elektromobilität auch nicht nur um die einstmals vereinbarte Zielquote. Wichtig sind nun industriepolitisch grundlegende Entscheidungen, die den Automobilstandort Deutschland sichern und Elektro- sowie Erdgasmobilität als wesentliche Pfeiler der Energiewende etablieren.

Dabei kann eine wie auch immer geartete Kaufprämie nicht die alleinige Lösung sein. Zugrunde liegen muss ein Konzept, das die erforderliche Ladeinfrastruktur, die Produktion von Batterien am Standort Deutschland und die zu erwartenden technologischen Entwicklungen einschließt.

Auch die steuerpolitischen Rahmenbedingungen sollten dabei ins Blickfeld genommen werden. Will man die bestehende Mobilitätsstruktur in Deutschland ändern, müssen auch die Rahmenbedingungen verändert werden. Stück für Stück, aber mit einer klaren Perspektive für alle Marktakteure und die in dieser Branche beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Nur so wird sich mittelfristig eine neue Struktur ergeben, die nicht auf Sonderprämien angewiesen ist und in der sich der Wettbewerb um die besten Lösungen weiterhin durchsetzen wird.

In Hinsicht auf die klimapolitische Bilanz des Verkehrssektors müssen auch andere alternative Kraftstoffe einbezogen werden. Dies gilt insbesondere für erdgasbetriebene Fahrzeuge. Ebenso wie bei der Elektromobilität, wurden hier auch schon erhebliche Investitionen getätigt. Nach wie vor müssen jedoch die bereits im Koalitionsvertrag versprochenen Regelungen für die Energiesteuer umgesetzt werden.“

PM: dena

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