BSH erteilt Genehmigung für die Verlegung und den Betrieb des Seekabels COBRAcable an TenneT

BSH-neuBundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) genehmigt „COBRAcable“

(WK-intern) – Genehmigung für Verlegung und Betrieb des internationalen Stromkabels in der deutschen AWZ

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat die Genehmigung für die Verlegung und den Betrieb des Seekabels „COBRAcable“ im Bereich der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) erteilt.

Auch die weitere für den Bereich des Festlandsockels erforderliche Genehmigung des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) liegt vor.

„COBRAcable“ ist ein Projekt des niederländischen Stromnetzbetreibers TenneT und des dänischen Stromnetzbetreibers Energienet.dk und verbindet die Stromnetze der Länder Niederlande und Dänemark miteinander. Aufgrund der großen Entfernung von insgesamt ca. 330 km wird hier die verlustarme Gleichstromübertragungstechnik eingesetzt, bei der zwei gebündelt verlegte Kabel insgesamt eine Leistung von 700 MW übertragen.

Die EU-Kommission misst „COBRAcable“ den Status eines Projekts von gemeinschaftlicher Bedeutung („Project of Common Interest“) bei, da das Seekabel den Austausch von Strom aus erneuerbarer Energie ermögliche und dadurch einen Beitrag zur Erreichung der Energie- und Klimaziele der EU leiste. Das „COBRAcable“ soll nach EU-Plänen bereits im Jahr 2019 in Betrieb gehen. Dies erfordert eine zügige Investitionsentscheidung des Projektkonsortiums für die rechtzeitige Realisierung dieses für das europäische Stromnetz wichtigen Projekts.

Die Trasse berücksichtigt bestmöglich naturschutzfachliche Belange. Es wurde darauf geachtet, dass deutsche und dänische Naturschutzgebiete in der AWZ auf möglichst kurzer Strecke gequert werden. Außerdem wurde der Trassenverlauf sehr kleinräumig optimiert, sodass es nicht zu erheblichen Beeinträchtigungen von geschützten Biotopen kommt. Eine möglichst schonende Verlegung des Kabels zum Schutz der Meeresumwelt wird zusätzlich dadurch sichergestellt, dass die Kabelverlegung innerhalb des Vogelschutzgebietes „Östliche Deutsche Bucht“ nicht im Frühjahr durchgeführt werden darf.

Das BSH ist Partner für Seeschifffahrt, Umweltschutz und Meeresnutzung, der Seeschifffahrt und maritime Wirtschaft unterstützt, Sicherheit und Umweltschutz stärkt, nachhaltige Meeresnutzung fördert, Kontinuität von Messungen gewährleistet und über den Zustand von Nord- und Ostsee kompetent Auskunft gibt. Das BSH mit Dienstsitz in Hamburg und Rostock ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

PM: BSH

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