Ostbayernring: Trassenalternativen der Bürger bei der Planung berücksichtigt

TenneT-Stromnetz Anbringen von Erdseilmarkierungen / Pressebild
TenneT-Stromnetz Anbringen von Erdseilmarkierungen / Pressebild

Raumordnungsverfahren für Ostbayernring gestartet

(WK-intern) – 30. November 2015: Beginn des Raumordnungsverfahrens für Ostbayernring

TenneT informiert auf acht Informationsmärkten entlang der geplanten Leitung

Die bestehende rund 185 Kilometer lange Stromleitung vom Umspannwerk Redwitz bis zum Umspannwerk Schwandorf versorgt weite Teile Oberfrankens und der Oberpfalz mit Strom. Sie ist ein wichtiger Garant für die Versorgungssicherheit Oberfrankens und der Oberpfalz. Um dies auch nach Abschaltung der letzten Kernkraftwerke (2022) zu gewährleisten und die vor Ort erzeugte erneuerbare Energie in die großen bayerischen Verbrauchszentren zu transportieren, plant der Übertragungsnetzbetreiber TenneT, die Verbindung zu modernisieren und durch eine zweisystemige 380-kV-Leitung zu ersetzen. Da es sich um ein sogenanntes Ersatzneubauprojekt handelt, orientiert sich TenneT bei der Planung eng an der Bestandstrasse, die nach Inbetriebnahme der neuen Leitung abgebaut wird. Jetzt hat die Regierung der Oberpfalz das Raumordnungsverfahren offiziell eingeleitet. Während die Regierung der Oberpfalz die Federführung bei der Durchführung des Raumordnungsverfahrens hat, wird die Regierung von Oberfranken die Anhörung für den in ihrem Zuständigkeitsbereich liegenden Trassenbereich durchführen.

Das Raumordnungsverfahren bewertet die raumbedeutsamen Auswirkungen der Maßnahme unter überörtlichen Gesichtspunkten und prüft, welche der vorgeschlagenen Trassenvarianten raumverträglich sind. Für das Raumordnungsverfahren hat TenneT alle Trassenvarianten auf Verträglichkeit für Mensch und Umwelt untersucht. Außerdem hat der Übertragungsnetzbetreiber seit September 2014 einen intensiven Dialog mit den Bürgerinnen, Bürgern und Gemeinden vor Ort geführt und in Folge zahlreiche planungsrelevante Hinweise aufgenommen. In besonders sensiblen Bereichen des Leitungsverlaufs hat TenneT zusätzlich Bürgerbeteiligungsformate durchgeführt. Die daraus entstandenen Trassenalternativen der Bürger wurden intensiv geprüft und sind in die Planung und Raumordnungsunterlagen mit eingeflossen. „Die vielen Gespräche mit den Bürgern haben die Planungen bereichert“, sagte Lex Hartman, Mitglied der Geschäftsführung der TenneT TSO GmbH. Das gelte auch für die konstruktive Unterstützung durch die Landräte und Bürgermeister.

Die Planungsunterlagen werden ab Anfang Dezember etwa einen Monat lang in den Gemeinden öffentlich ausgelegt. Die genauen Daten geben die Städte und Gemeinden noch bekannt. Die Unterlagen sind ab sofort auch im Internet zu finden unter: http://www.regierung.oberpfalz.bayern.de/leistungen/landesplanung/recht/rov/rov.htm.
Die beteiligten Behörden, Verbände, Organisationen, Städte und Gemeinden sowie die Öffentlichkeit können sich bis zum 29. Januar 2016 zum Vorhaben äußern. Stellungnahmen der Bürger zum Vorhaben sind an die jeweilige Kommune zu richten, die diese dann gebündelt an die Regierung der Oberpfalz weiterleitet. TenneT informierte zwischen dem 16. und 26. November 2015 auf insgesamt acht Informationsmärkten entlang der Leitung die Öffentlichkeit über die Raumordnungsunterlagen sowie die kommenden Schritte. An das Raumordnungsverfahren schließt ein (ebenfalls unter Trägerschaft der Regierungen laufendes) Planfeststellungsverfahren an, in dem unter anderem die Feintrassierung der Leitung, die Bewertung privatrechtlicher Belange und die endgültige Genehmigung erfolgen. Im Vorfeld wird TenneT alle beteiligten Grundstückseigentümer in die Planung mit einbeziehen.

PM: TenneT

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