Geothermiezentrum als Ort des Fortschritts 2015 ausgezeichnet

Der Leiter des Geothermiezentrums, Prof. Dr. Rolf Bracke, präsentiert stolz die Auszeichnung, die ihm NRW-Staatssekretär Dr. Günther Horzetzky (rechts) überreicht hat. / Foto: Hochschule Bochum
Der Leiter des Geothermiezentrums, Prof. Dr. Rolf Bracke, präsentiert stolz die Auszeichnung, die ihm NRW-Staatssekretär Dr. Günther Horzetzky (rechts) überreicht hat. / Foto: Hochschule Bochum
Der Leiter des Geothermiezentrums, Prof. Dr. Rolf Bracke, präsentiert stolz die Auszeichnung, die ihm NRW-Staatssekretär Dr. Günther Horzetzky (rechts) überreicht hat. / Foto: Hochschule Bochum

Internationales Geothermiezentrum als „Ort des Fortschritts 2015“ ausgezeichnet

(WK-intern) – NRW-Staatssekretär Dr. Günther Horzetzky würdig Arbeit des Zentrums und übergibt Auszeichnung

Seit über zehn Jahren werden am Internationalen Geothermiezentrum (GZB) der Hochschule Bochum Fragen rund um die Nutzung von Erdwärme beantwortet.

Erdwärme als eine der erneuerbaren Energien ist zentraler Bestandteil der Wärmewende in Deutschland. Die erfolgreiche Arbeit des Bochumer Forschungsinstituts hat die Landesregierung NRW nun honoriert.

Im Rahmen der Forschungsstrategie Fortschritt NRW zeichnet die Landesregierung seit 2011 Institutionen als Orte des Fortschritts aus, denen es im Rahmen ihrer Aktivitäten hervorragend gelingt, ökonomische, ökologische und soziale Aspekte zu berücksichtigen, und so Lösungsbeiträge zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu liefern.

Am Freitag, den 4. Dezember 2015, erfolgte in Bochum nun die offizielle Übergabe der Auszeichnung durch Dr. Günther Horzetzky, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium. Dr. Horzetzky betonte in seiner Laudatio die herausragende Rolle, die das GZB seit 2003 in der nordrhein-westfälischen Forschungslandschaft einnimmt. Anlass der Verleihung war die Mitgliederversammlung der GZB-Trägervereinigung, die zeitgleich stattfand.

„Der Aufbau des Internationalen Geothermiezentrums zu einer der bedeutendsten Verbundforschungsplattformen rund um die Weiterentwicklung erneuerbarer Energieträger, zeigt die Innovationskraft der Hochschulen in NRW. Wichtiger Erfolgsgarant der anwendungsorientierten Forschung ist die enge Verknüpfung von Wirtschaft und Wissenschaft am GZB“, so Dr. Horzetzky.

Prof. Dr. Rolf Bracke – Direktor des Zentrums – zeigte sich hocherfreut über die Auszeichnung. Er mahnte aber auch, dass der Weg zu einer erfolgreichen Energie- und Wärmewende weiterhin konsequent weiter beschritten werden muss. Als wichtigen Punkt führte er die Konversion der Fernwärme in der MetropleRuhr an. „Geothermie aus größeren Tiefen ist nahezu die einzige Option, das Fernwärmenetz in seiner jetzigen Form auf erneuerbare Energieträger umzustellen. Mit Ende der fossilen Großkraftwerke fehlt es uns ansonsten an Wärmeenergie für diese Infrastruktur. Wichtiger Baustein unserer Arbeit am GZB ist es, hier Lösungen zu finden“, führte Bracke seine Überlegungen aus. Der Forschungsplan der Hochschulen, die sich am GZB engagieren, stand daher in diesem Jahr unter dem Titel metropoleruhr.2040MW.geothermie. Gemeinschaftlich wird hochschulübergreifend an Technologien und Lösungen gearbeitet, um bis zum Jahr 2040 den Anteil der Geothermie an der Wärmeversorgung rund zu vervierfachen.

Das Internationale Geothermiezentrum (GZB)
Das GZB, gegründet 2003, ist eine Verbundforschungseinrichtung der Wissenschaft und der Wirtschaft. Angesiedelt an der Hochschule Bochum stellen die Ruhr-Universität Bochum, die RWTH in Aachen, die Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, die Hochschule Osnabrück, die Hochschule OWL und die TU Darmstadt die weiteren universitären Träger. Hinzu kommen assoziierte Universitäten aus Chile, Neuseeland, Kroatien, Griechenland und der Türkei. Neben weiteren Institutionen Öffentlichen Rechts (EnergieAgentur.NRW, Bezirksregierung Arnsberg, Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr GmbH, Stadt Bochum und der IHK Mittleres Ruhrgebiet) sind über 25 Firmen der Geothermiebranche aktive Partner des GZB. Das Internationale Geothermiezentrum ist seit Anfang 2011 Sitz des geothermischen Weltverbandes IGA (International Geothermal Association) mit über 5000 Mitgliedern aus fast 70 Ländern sowie des Internationalen Büros des Bundesverbandes Geothermie.
Das GZB fungiert als One-Stop-Shop für alle Fragestellungen der Geothermie.

Weitere Informationen:

http://www.geothermie-zentrum.de – Das Internationale Geothermiezentrum an der Hochschule Bochum

PM: Hochschule Bochum

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