Windenergiebranche in den Startlöchern für Marktentwicklung in Vietnam

Gut kombiniert! – Mehr Fachkräfte für die Windbranche
Gut kombiniert! – Mehr Fachkräfte für die Windbranche
Gut kombiniert! – Mehr Fachkräfte für die Windbranche / Pressebild: BWE

Vom 22. bis 27.11. 2015 fand im Rahmen des Projektentwicklungsprogramm (PEP) der Exportinitiative Erneuerbare Energien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) eine Geschäftsreise nach Vietnam statt.

(WK-intern) – Diese wurde von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der deutschen Außenhandelskammer in Vietnam organisiert und richtete sich an die export-orientierte deutsche Windindustrie.

Die Geschäftsreise und die Eröffnungskonferenz am Montag, die 140 Teilnehmer zählte, stießen auf großes Interesse bei der deutschen wie auch vietnamesischen Windenergiebranche.

Zehn deutsche Unternehmen, die auch Mitglieder beim BWE sind, nutzten die Gelegenheit, sich über die jüngsten Entwicklungen und die Funktionsweise des vietnamesischen Marktes zu informieren und gleichzeitig erste Kontakte zu potenziellen Partnern vor Ort zu knüpfen.

Mit fast 3.400 Kilometer Küstenlinie und einer durchschnittlichen Windgeschwindigkeit von sechs Metern pro Sekunde, verfügt Vietnam über sehr gute Windressourcen (jährlich 500-1000 kWh/m²). In den vergangenen Jahren gab es einige Bewegung im Bereich der Windenergie. So haben viele Provinzen Ausbauziele bis 2020 definiert – darunter Quang Tri (110 MW), Binh Thuan (700 MW), Ninh Thuan (220 MW), Soc Trang (200 MW), Ben Tre (150 MW).  52 Windenergieprojekte mit insgesamt schätzungsweise  4.252 MW Kapazität befinden sich im Entwicklungsstadium.

Derzeit basiert die Stromversorgung des Landes zum größten Teil auf thermischer Energie (34%) und Wasserkraft (43%). Um die  Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren, will die Regierung den Anteil erneuerbarer Energien im Strommix erhöhen. Dieser soll bis 2030 auf sechs Prozent der Stromproduktion gesteigert werden.

Investitionen in den Windenergieausbau werden bislang allerdings verzögert aufgrund unzureichender Finanzierungsmöglichkeiten. Das Verständnis und Know-How für Windenergieprojekte ist bei heimischen Banken noch begrenzt, ausländische Banken scheuen oftmals das Investitionsrisiko durch die aktuell noch relativ hohe regulatorische Unsicherheit. Dies gilt insbesondere für die Höhe des Einspeisetarifs für Windstrom. Die Regierung hat erkannt, dass der aktuelle Preis von 7,8 US-Cent pro Kilowattstunde nicht genügt, um die u.a. aufgrund der erheblichen Transportkosten relativ hohen Investitionen zu decken. Die angekündigte Anhebung des Tarifs steht noch aus, soll aber im kommenden Jahr erfolgen.

Einige deutsche Unternehmen sind bereits seit längerem in dem vietnamesischen Markt aktiv und haben Projekte auf eigene Kosten vorangetrieben. Sie stehen in den Startlöchern, um diese nun auch realisieren zu können.

Nähere Informationen zu der AHK-Geschäftsreise und dem vietnamesischen Windenergiemarkt erhalten Sie auf der Webseite der Exportinitiative Erneuerbare Energien

PM: BWE

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