Integration von Speichertechnologie in das Energieversorgungssystem geht schneller als erwartet

IRESIRES-Symposium „Politische Rahmenbedingungen und Finanzierungsfragen der Speicherung Erneuerbarer Energien“ am 3. Dezember in Berlin.

Ort und Datum:

 

Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund,
Hiroshimastraße 12-16, 10785 Berlin,
3. Dezember 2015
Ansprechpartner: Lina Hedwig, Dr. Joachim Frielingsdorf

(WK-intern) – Die Integration von Speichertechnologie in das Energieversorgungssystem geht schneller voran als erwartet.

So lautet eines der Ergebnisse des IRES-Symposiums „Politische Rahmendbedingungen und Finanzierungsfragen der Speicherung Erneuerbarer Energien“, das heute (3. Dezember 2015) in der Landes-Vertretung von Nordrhein-Westfalen in Berlin stattgefunden hat.

Rund 100 Fachleute aus dem In- und Ausland waren dazu in die Bundeshauptstadt gekommen. EUROSOLAR, die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. und die EnergieAgentur.NRW rückten mit der Veranstaltung die Bedeutsamkeit von Energiespeichern für eine erfolgreiche Energiewende in den Mittelpunkt.

EUROSOLAR-Präsident Prof. Peter Droege betonte in seinem Grußwort: „Für eine unabhängige und sichere Versorgung mit Erneuerbaren Energien braucht Deutschland Speichersysteme. Die dezentrale Energiewende kann nur erfolgreich sein, wenn die Marktbedingungen für deren Einführung geschaffen werden. Unsere IRES-Konferenzen zeigen, dass schon heute herausragende Speichermöglichkeiten bestehen, mit vorzüglichen wirtschaftlichen Perspektiven.” EUROSOLAR organisiert die Konferenzreihe zur Speicherung Erneuerbarer Energien (IRES) seit dem Jahr 2006, um das Potenzial, den Einsatz, die technische Entwicklung und Nutzung von Speichern zu präsentieren. Die Erfolgsgeschichte umfasst mehr als 4000 Konferenzteilnehmer aus 40 Ländern und über 1000 Vorträge und Poster.

Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW, fügte die Bedeutung der weiteren Entwicklung hinzu: „So werden Speichertechnologien für die breite Anwendung vorbereitet und stehen in einigen Jahren, wenn sie dringend benötigt werden, kostengünstig und technisch ausgereift zur Verfügung. Daher ist die Initiierung von weiteren Forschungs- und Entwicklungsprojekten zur Ausgestaltung und Erprobung marktfähiger Produkte ebenso wichtig, wie eine entsprechende rechtliche Grundlage zu deren Einsatz. Die Schaffung eines marktorientierten und technologieneutralen Regulierungsrahmens für innovative Energielösungen muss in diesem Zusammenhang im Fokus der kommenden Jahre stehen.“ Die EnergieAgentur.NRW strukturiert und koordiniert mit ihrem Netzwerk „Netze & Speicher NRW“ die landesweiten Bemühungen rund um die Entwicklung und Verbreitung von Speichertechnologie.

Das Speichersymposium fand bereits zum zweiten Mal in der hauptstädtischen Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen statt. Peter Knitsch, Staatssekretär im NRW-Klimaschutzministerium, betonte die wichtige Rolle dieses Bundeslandes: „Nordrhein-Westfalen ist das Energieland Nr. 1 in Deutschland. Im Rahmen der Energiewende wollen wir eine Vorbildrolle einnehmen und das Energiesystem der Zukunft mitgestalten. Mit seiner dichten Industrie- und Forschungslandschaft bietet NRW die idealen Voraussetzungen u.a. für die Weiterentwicklung von Speichern. Ein gesundes Investitionsklima und fruchtbare politische Rahmenbedingungen sind notwendig, um diese Technologien in NRW langfristig zu stärken.“

Die Bekanntgabe, dass die Bundesregierung im kommenden Jahr die Förderung für Speicherprogramme weiterführt wird, stand auch beim IRES-Symposium im Fokus. So betonte Herr Prof. Dr. Dirk Uwe Sauer, Universitätsprofessor am Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) der RWTH Aachen und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der IRES-Konferenzreihe, während seines Impulsvortrags den aktuellen Stand und das Ausbaupotenzial von Speichertechnologien: „In Deutschland sind inzwischen über 25.000 PV-Hausspeichersysteme installiert und am 26.11.2015 hat Bundeswirtschaftsminister Gabriel verkündet, dass das Förderprogramm des Bundes und der KfW fortgesetzt werden wird. Damit ist ein gute Grundlage dafür gegeben, dass auch aus Gesamtsystemsicht förderliche Speichersysteme entwickelt und installiert werden.“

In drei Blöcken wurden in Form von Übersichtsvorträgen die Themen „Wissenschaft und Forschung“, „Wirtschaftlichkeit und Wachstum“ sowie „Rahmenbedingungen in Deutschland“ präsentiert und diskutiert.

Prof. Dr. Sauer fasste abschließend die Ergebnisse des Tages zusammen: „Aktuell und viel schneller als erwartet sehen wir den Durchbruch von Batteriespeicheranlagen im subventionsfreien Markt der Primärregelleistung und damit werden Batteriespeicher dazu beitragen, dass konventionelle Kraftwerke nicht mehr nur deswegen laufen müssen, um Systemstabilität zu garantieren.“

EUROSOLAR e.V. und der Weltrat für Erneuerbare Energien (WCRE) organisierte das Symposium zum zweiten Mal in Kooperation mit der EnergieAgentur.NRW als Ergänzung zur IRES-Konferenzreihe. Die 10. Internationale Konferenz zur Speicherung Erneuerbarer Energien (IRES 2016) wird vom 15. bis zum 17.  März gemeinsam mit der Energy Storage Europe auf dem Gelände der Messe Düsseldorf stattfinden. Weitere Informationen zur Konferenz sowie die Möglichkeit der Anmeldung finden Sie auf www.eurosolar.org.

PM: EUROSOLAR / Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien

 

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