Ohne Verkehrswende bleibt die Energiewende auf halber Strecke

IWB plant Installation von 20 Ladesäulen in Basel bis Ende 2016 / Foto: HB
Beim 3. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein mit dem Titel „Technologien und Anwendungen für den Markthochlauf“ standen Fachvorträge zu hochaktuellen Themen der Elektromobilität im Mittelpunkt / Foto: HB
Beim 3. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein mit dem Titel „Technologien und Anwendungen für den Markthochlauf“ standen Fachvorträge zu hochaktuellen Themen der Elektromobilität im Mittelpunkt / Foto: HB

Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Robert Habeck hat größere Anstrengungen für den Ausbau der Elektromobilität gefordert.

(WK-intern) – Beim derzeitigen Ausbautempo der E-Mobilität in Deutschland wird die von der Bundesregierung angestrebte Zielmarke von 1 Million E-Mobile im Jahr 2020 weit verfehlt werden.

„Gerade mit Blick auf die zeitgleich laufenden Klimaverhandlungen in Paris ist es notwendig, dass auch der Verkehrssektor Teil der Energiewende wird.

Deutschland ist zu schlecht. Auch industriepolitisch drohen wir abgehängt zu werden. Bundesregierung und Industrie müssen in die Puschen kommen“, sagte Habeck heute (3. Dezember 2015) beim 3. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein im Haus der Wirtschaft in Kiel.

Es müsse mit Hochdruck an der Weiterentwicklung noch leistungsfähigerer Batterien gearbeitet werden, um größere Reichweiten zu erzielen. Die E-Fahrzeuge müssen von den Autokonzernen günstiger angeboten werden, weil sie erst dann von einer breiteren Bevölkerungsschicht als echte Alternative wahrgenommen würden. „Drittens muss die Ladeinfrastruktur ausgebaut werden, damit für die zunehmende Anzahl von E-Fahrzeugen flächendeckend eine öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur zur Verfügung steht“, sagte Habeck.

Hier sei im letzten Jahr einiges auf den Weg gebracht worden. Dazu zählen auch die landesweiten Aktivitäten verschiedener Akteure zum Ausbau der Ladeinfrastruktur; die Landeskoordinierungsstelle für Elektromobilität spiele hier eine wichtige Rolle. Auch das Land selbst investiert in die E-Mobilität. Bei Ministerien und Landtag wurden insgesamt fünf Ladesäulen errichtet, die nach der derzeitigen Vereinbarung für Mitglieder des Landtags, Besucher der Landesregierung und für die Landesbediensteten zur Verfügung stehen. So stehen in der Fahrbereitschaft der Landesregierung zwei eGolfs für Dienstfahrten der Landesbediensteten zur Verfügung. Das Energiewendeministerium wird noch in diesem Monat ein eigenes Elektrofahrzeug erhalten, das der Belegschaft zur Verfügung stehen wird.

„Der Verkehrssektor emittiert noch immer viel zu viel Kohlendioxid. Die Ziele des Klimaschutzes und der Energiewende sind ohne einschneidende Veränderungen im Verkehr und im Mobilitätsverhalten nicht zu erreichen. Dabei wird die Elektromobilität eine entscheidende Rolle spielen“, so Minister Habeck.

Beim 3. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein mit dem Titel „Technologien und Anwendungen für den Markthochlauf“ standen Fachvorträge zu hochaktuellen Themen der Elektromobilität im Mittelpunkt, unter anderem über den Stand zum Ausbau der Ladeinfrastruktur in Schleswig-Holstein. Das Forum wird von der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH), der IHK Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR) veranstaltet.

PM: Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume S-H

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