Für den Test von Offshore-Windenergieanlagen bei Wellen, Wind und Wetter

Eine große Sandgrube: Ein Zweiträgerbrückenkran von Konecranes ist mit einem motorgesteuerten Zweischalengreifer ausgestattet, der über eine Fernsteuerung bedienbar ist und den Sand in die 10 Meter tiefe Versuchsgrube füllt. / Pressebild
Eine große Sandgrube: Ein Zweiträgerbrückenkran von Konecranes ist mit einem motorgesteuerten Zweischalengreifer ausgestattet, der über eine Fernsteuerung bedienbar ist und den Sand in die 10 Meter tiefe Versuchsgrube füllt. / Pressebild
Eine große Sandgrube: Ein Zweiträgerbrückenkran von Konecranes ist mit einem motorgesteuerten Zweischalengreifer ausgestattet, der über eine Fernsteuerung bedienbar ist und den Sand in die 10 Meter tiefe Versuchsgrube füllt. / Pressebild

Vier Brückenkrane für das neue Testzentrum Tragstrukturen der Universität Hannover

(WK-intern) – Konecranes konzipiert für das Testzentrum Tragstrukturen der Universität Hannover Einträger- und Zweiträgerbrückenkrane

Im neuen Testzentrum Tragstrukturen Hannover simulieren Wissen­schaftler raue Bedin­gungen – und prüfen Tragstruk­turen für Offshore-Windenergieanlagen sowie weitere Kom­ponenten auf ihre Konstruktion und Lebens­dauer.

Für die verschie­denen Arbeits- und Hebepro­zesse benö­tigt das Test­zentrum leistungsfähige Krane. Konecranes hat eine umfassende Lösung konzipiert und das Test­zentrum mit vier modernen Einträger- und Zweiträger­brücken­kranen ausge­stattet. Zusätzliche Features wie Frequenz­umrichter machen den Transport der zu prüfenden Modelle noch sicherer.

Wellen, Wind und Wetter: On- und Offshore-Windkraftanlagen
sind während ihres Betriebs zu Wasser und an Land unterschied­lich­sten Belastungen ausgesetzt. Im neuen Hannoveraner Test­zen­trum Tragstrukturen untersuchen Wissenschaftler die Auswirkungen von Umwelt­ein­flüs­sen auf Windenergieanlagen. In Zeitraffersimulationen beob­achten sie das Ermüdungsverhalten von Trag- und Fundament­strukturen. Ziel sind verlässliche Prognosen. Mit den Ergebnissen entwickeln die Wissen­schaftler neue Bauweisen für höhere Anla­gen­­ve­r­füg­barkeit und gesteigerte Kosteneffizienz.

In Hannover-Marien­werder hat das Forschungszentrum dafür eine neue Ver­suchs­­­halle mit Werkstatt, Grundbauversuchsgrube und Spann­feld sowie einem Komponententeststand gebaut. Darin testen die Experten die Modelle der tragenden Strukturen von Windkraftanla­gen im Maßstab von 1:10 bis 1:3,5. Für die verschie­denen Trans­­portprozesse innerhalb des Testzentrums benötigt die Universität mehrere Krane. Konecranes hat die Vorgaben verfeinert und entsprechend vier leistungsfähige, an die Prozesse an­ge­passte Krane konzipiert: drei Zweiträgerbrückenkrane und einen Einträger­brücken­kran.

Vier Krane für Versuchshalle, Werkstatt und Teststand

Für die Umweltsimulationen müssen zwei der neuen Zweiträger­brücken­krane die bis zu 7 Meter langen und bis zu 3 Tonnen schweren Wind­anlagen­teile aus massivem Stahl sowie die für die Versuchsaufbauten benötigten Stützportale und -strukturen von CFM sicher in der Versuchshalle trans­portieren. Die beiden Krane haben jeweils eine Tragkraft von 25 Ton­nen, 15,35 Meter Spann­weite und eine Hubhöhe von 25 Metern und laufen auf einer

45 Meter langen Kranbahn. Einer der beiden Krane ist mit einem Greifer ausgestattet, der über die integrierte Steuerung das Befüllen der 10 Meter tiefen Versuchsgrube ermöglicht „Die Univer­sität Hannover hat sehr genaue Anforderungen gestellt, welche Krane sie in den verschiedenen Bereichen der Versuchs­halle benö­tigt“, sagt Hardy Eix vom Vertrieb Industriekrananlagen bei Konecranes in Langenhagen und ergänzt: „Wir haben deshalb Krane konzipiert, die alle Anwendungen optimal ab­decken und die Fahrantriebe zusätz­lich mit Frequenz­umrichtern ausgestattet, um das Lastpendeln, insbesondere im Greiferbetrieb, zu vermindern.“

Um exakte Messergebnisse zu erhalten, ist die genaue Abbil­dung der Bodenbeschaffenheit des späteren Wind­anlagen-Standorts entscheidend. Deshalb leiten die Experten Wasser in die 1.250 Kubikmeter fassende Versuchsgrube. Zusätzlich füllt einer der beiden Zweiträgerbrückenkrane mittels eines motorgesteu­er­ten Zweischalen­greifers mit 5 Kubikmeter Fassungsvermögen Sand aus dem außen gelegenen Lager ein

Im Kompo­nententeststand benötigen die Wissen­schaft­­ler ebenfalls einen leistungsfähigen Kran für präzise Hub- und Positionierungs­prozesse. Hier kommt ein weiterer Zweiträgerbrückenkran mit 20 Tonnen Tragkraft, 9,15 Meter Spannweite und 6,40 Meter Hub­höhe zum Einsatz. In der Werkstatt nutzen die Mitarbeiter des Forschungs­zentrums einen von Konecranes installierten Einträger­brücken­kran mit 5 Tonnen Tragkraft, 7,70 Meter Spann­­wei­te und 4,27 Meter Hubhöhe. Sie bauen damit Hilfsstruk­turen aus Stahl, an denen sie die Messtechnik für die Tests mit den Tragstruk­turen in­stallieren. Die moderne und langlebige Technologie der Krane sorgt in allen Arbeits­bereichen des Testzentrums für eine hohe Verfügbar­keit und rei­bungs­­lose Prozesse. Zusätzlich zu den Brückenträger­kranen hat Konecranes auch die jeweiligen Kran­bahnen in Versuchshalle, Werkstatt und Komponententeststand installiert.

Minimierter Hakenabstand zu den Seitenwänden

„Eine weitere Besonderheit ist das geringe seitliche Anfahrmaß der Laufkatzen. Dafür wurde die Krangeometrie so konzipiert, dass die Kranbrücke auf den Kopfträgern aufliegt. Nur so waren wir in der Lage, den Hakenabstand zu den Seitenwänden auf ein Minimum zu reduzieren, so dass der benötigte Spielraum für die Hebe­prozesse gewährleistet werden konnte“, erläutert Hardy Eix.

Optional sind die beiden leistungs­starken Zweit­räger­brückenkrane mit Vorrichtungen für eine spezielle Kranbeleuchtung mit vier Strahlern ausgerüstet. Sie könnte über die Funkfernsteuerung aktiviert werden, die auch den motorge­steuerten Zweischalen­greifer zum Verladen des Sands dirigiert. Damit kann sich der Bediener frei in der Halle bewegen und hat gute Sicht bei allen Transportpro­zessen.

„Die Krane sorgen für den effizienten Transport unserer Wind­anlagenmodelle sowie weiterer Konstruktionen für unsere Ver­suche“, sagt Herbert Hartmann, Betriebsleiter des Wind­energie-Forschungszentrums. „Jetzt haben wir in jedem Bereich un­seres Testzen­trums den geeig­neten Kran für die entsprech­enden Anwendungen. Das ermöglicht uns effiziente und sichere Arbeits­prozesse bei der Forschung an Windkraftanlagen.“

PM: Konecranes GmbH

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