RWE Innogy: Internationales Joint Venture sichert britisches Offshore-Projekt

Offshore-Windpark Greater Gabbard / Pressebild: RWE
Offshore-Windpark Greater Gabbard / Pressebild: RWE Innogy
Offshore-Windpark Greater Gabbard / Pressebild: RWE Innogy

Neue Partnerschaft setzt für Offshore-Windpark Galloper die Ampel auf grün

  • Internationales Joint Venture sichert britisches Offshore-Projekt mit einem Auftragsvolumen von £ 1,5 Milliarden (ca. € 2 Milliarden)
  • Wichtiger Impuls für die britische Wirtschaft, der rund 800 Arbeitsplätze schafft
  • Saubere Energieerzeugung für bis zu 336.000 Haushalte

(WK-intern) – RWE Innogy hat drei neue Partner für die Projektgesellschaft Galloper Wind Farm Ltd gewonnen.

Die UK Green Investment Bank, Siemens Financial Services und Macquarie Capital übernehmen neben RWE Innogy jeweils 25 Prozent der Anteile an dem Offshore-Windprojekt Galloper mit einer Leistung von insgesamt 336 Megawatt (MW).

Der Zusammenschluss der vier Unternehmen ermöglicht den Bau des Windparks vor der Küste von Suffolk, der bereits im November 2015 starten soll. Auch die Fremdfinanzierung für den Windpark wurde erfolgreich zum Abschluss gebracht. Ein Konsortium aus zwölf Geschäftsbanken und der Europäischen Investitionsbank stellt die Fremdfinanzierung in Höhe von £1,37 Milliarden (ca. € 1,9 Milliarden) sicher. BNP Paribas stand dem Projekt als Finanzberater zur Seite.

Durch die Entscheidung für das Projekt werden ca. 700 Arbeitsplätze in der Bauphase und etwa 90 Arbeitsplätze ab Inbetriebnahme geschaffen.

Die britische Energieministerin, Andrea Leadsom, erklärt: „Dies ist eine sehr gute Nachricht für die Region und Großbritannien insgesamt. Sie unterstreicht, dass wir offen für Industrieansiedlungen und der weltweit beste Standort für Investitionen in die Offshore-Windenergie sind. Dieser Meilenstein demonstriert eindrucksvoll, wie erfolgreich die Offshore-Windindustrie in Großbritannien ist.“

Hans Bünting, CEO von RWE Innogy: „Die heutige Vertragsunterzeichnung ist das Resultat erfolgreicher Verhandlungen mit unseren Partnern und Investoren in den vergangenen Monaten und zeigt, dass Großbritannien nach wie vor ein starker Markt für erneuerbare Energien im Offshore-Bereich ist. Siemens wird, neben der Rolle als Projektpartner, die Windturbinen liefern und installieren sowie die Wartung übernehmen. Zudem begrüßen wir die Beteiligung der UK Green Investment Bank mit ihrer Erfahrung in der Unterstützung von regenerativen Partnerschaften und ihren fundierten Kenntnissen in der Finanzierung von Offshore-Windprojekten. Die Bank bringt sich hier nach ihrer ersten Offshore-Beteiligung überhaupt, nämlich an unserem Windpark Rhyl Flats, erneut in eine Offshore-Partnerschaft ein. Macquarie Capital leistet einen erheblichen Beitrag mit ihrem Know-how im internationalen Geschäft und Finanzsektor sowie mit ihrer sehr guten Bilanz bei Beratung und Investitionen in Infrastruktur- und Energieprojekte weltweit. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“

Im Rahmen des Gesellschaftervertrags wird Siemens 56 Turbinen der 6-Megawatt-Klasse für den Windpark Galloper liefern und Instandhaltungsleistungen über einen Vertragszeitraum von 15 Jahren erbringen.

Wolfgang Bischoff, Leiter Energy Finance EMEA bei Siemens Financial Services: „Wir werden erneut mit einigen der erfahrensten Akteure der Offshore-Windindustrie im Rahmen eines Projekts zusammenarbeiten, das einen nachhaltigen Beitrag zur Erreichung der britischen Ziele für erneuerbare Energien leistet. Der möglichst zeitnahe ‚Financial Close‘ war für Galloper von entscheidender Bedeutung, um bei Errichtung und Inbetriebnahme im Zeitplan zu bleiben und sich so für die staatliche Förderung über Zertifikate für Strom aus erneuerbaren Energien zu qualifizieren. Die Schnelligkeit, mit der dies erreicht wurde, verdanken wir zum großen Teil der konsequenten Arbeit unserer Projektpartner sowie dem nachhaltigen Vertrauen des Marktes in die technische und finanzielle Erfahrung von Siemens in diesem Bereich.“

Die UK Green Investment Bank, die von der britischen Regierung als alleinigem Anteilseigner gegründet wurde, hat das Ziel, den raschen Übergang Großbritanniens zu einer ökologischeren und stärkeren Volkswirtschaft zu forcieren. Diesem Ziel dient auch diese Beteiligung. Sie ist die erste Investitionsfinanzierung eines Offshore-Windprojekts der UK Green Investment Bank vor Baubeginn in Großbritannien.

Ed Northam, Leiter Investment Banking, UK Green Investment Bank: „Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt für die britische Offshore-Windindustrie in einem Jahr, in dem bereits zwei Großprojekte gestartet und der Bau eines weiteren Projekts begonnen wurde. Die Transaktion stärkt unsere Beziehung zu RWE und unterstreicht die beeindruckende Liste von Unternehmen, die in diesem Sektor investieren. Dies ist die zweite Beteiligung der UK Green Investment Bank im Offshore-Windsektor innerhalb von sechs Monaten und stärkt unsere Rolle, den Ausbau komplexer, aber wichtiger ökologischer Infrastrukturprojekte zu sichern.“

Macquarie Capital, der Beratungs-, Kapitalmarkt- und Hauptinvestment-Bereich der Macquarie Group, unterstreicht mit der heutigen Ankündigung sein nachhaltiges Interesse am Europäischen Markt für erneuerbare Energien.

Mark Dooley, Leiter Infrastructure, Utilities and Renewables bei Macquarie Capital Europe: „Macquarie Capital freut sich über die Partnerschaft mit RWE Innogy, Siemens und der UK Green Investment Bank im Rahmen des Offshore-Wind-Projekts Galloper. Die Investition zeigt unser Engagement für den Europäischen Offshore-Windsektor im Rahmen unserer Strategie, im Verbund mit Kunden in Energie- und Infrastruktur-Projekte zu investieren.“

Mark Muldowney, Managing Director, Energy and Infrastructure bei BNP Paribas: „Die starke Unterstützung der Finanzmärkte für das Projekt Galloper zeigt die Aufnahmefähigkeit des Marktes für gut strukturierte Transaktionen mit angesehenen Investoren.“

Der Windpark Galloper, der in unmittelbarer Nähe des bestehenden Schwesterprojekts Greater Gabbard vor der Küste von Suffolk errichtet wird, erhielt im Mai 2010 die Entwicklungsrechte durch die Crown Estate und soll bis März 2018 seinen Betrieb aufnehmen.

PM: RWE Innogy

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