Bürokratischer Aufwand: Komplizierte gesetzliche Rahmenbedingungen für Speicher

Report: Stadtwerke und regionale Energieversorger bemängeln komplizierte gesetzliche Rahmenbedingungen für Speicher in Deutschland

(WK-intern) – 63 % der deutschen Befragten halten Speicher für strategisch wichtiger als Elektromobilität, viele sehen aber in hohem bürokratischem Aufwand ein großes Hemmnis für die Verbreitung von Speichertechnologie

Clean Horizon Consulting (CHC) befragte im September 25 Stadtwerke und regionale Energieversorger in Deutschland und Österreich telefonisch zum Thema Energiespeicher.

63% der Befragten äußerten, dass mittelfristig für ihr Unternehmen Speicher eine größere Bedeutung als Elektromobilität zukommen wird, nur 13% halten das Thema Elektromobilität für strategisch wichtiger. „Die Umfrage bestätigt unsere Vermutung, dass gerade für Stadtwerke und regionale Energieversorger Energiespeicher in naher Zukunft eine bedeutende Rolle spielen werden“, sagt Michael Salomon, Geschäftsführer von CHC. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass erste Stadtwerke und Energieversorger bereits erfolgreich Speicherprojekte durchgeführt haben bzw. gerade dabei sind, Pilotprojekte zu evaluieren.

Jedoch sind gerade für Großspeicher und virtuelle Speicher die sehr komplexen Rahmenbedingungen ein Hemmnis. Der Einstieg in den Speichermarkt bindet große interne Ressourcen und hat dazu geführt, dass der Markt bisher noch eher überschaubar ist. 46% der Befragten sehen die regulatorischen Rahmenbedingungen als grundlegendes Problem. 24% sagen, dass Regulierung kein Hemmnis darstellt. Allerdings setzt von diesen 24% die große Mehrheit von 83% lediglich Heimspeicher ein. Der Zusammenschluss von mehreren Heimspeichern zu virtuellen Kraftwerken bzw. Schwarmspeichern wird aber bereits zum Problem.

Letztlich verdeutlicht der Report, dass die unklaren Rahmenbedingungen den Ausbau der Speicher und damit einen wichtigen Bestandteil der Energiewende verlangsamen. Zugleich wird aber deutlich, dass zahlreiche Stadtwerke und lokale Energieversorger die bürokratischen Hürden auf sich genommen haben und dass in naher Zukunft mit weiteren Speicherprojekten in diesem Segment zu rechnen ist. In diesem Zusammenhang sind auch Bemühungen des Verbands Europäischer Übertragungsnetzbetreiber (kurz ENTSO-E) aufzuführen, die eine Reform der Rahmenbedingungen für Speicherintegration auf europäischer Ebene anstreben.

Die weiteren Ergebnisse des Reports sind vor allem für Speicherhersteller, die das Segment der Stadtwerke und regionalen Energieversorger angehen wollen, von Interesse. Sie erfahren, wie sie ihre Lösung auf das Interesse der Kundengruppe ausrichten können.

Über Clean Horizon Consulting (CHC)

Clean Horizon Consulting hat sich als Beratungsunternehmen auf Lösungen zur Integration von erneuerbaren Energien spezialisiert. Dabei konnte eine profunde Expertise im Bereich Speicher für Netz- und Endkunden-Anwendungen aufgebaut werden. CHC führt zudem regelmäßig allgemeine oder kundenspezifische Marktanalysen einschließlich der Entwicklung gesetzlicher Rahmenbedingungen in Europa und in den USA durch.

PM: Dr. Thomas Hillig Energy Consulting

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